Baugewerbe fordert keine weiteren Verschärfungen der energetischen Anforderungen an Neubauten

Das deutsche Baugewerbe hat in einer Stellungnahme zur aktuellen Situation, dem Gebäudeenergiegesetz (GEG) und der Entwicklung beim Gebäudeenergiestandard in Deutschland sich gegen eine weitere Verschärfungen der energetischen Anforderungen an Neubauten ausgesprochen. Stattdessen sollen Förderungen und Informationen ausgebaut werden. Denn der Ausbau energetischer Anforderungen an Neubauten birgt die Gefahr junge Baufamilien für unüberwindbare, finanzielle Hürden zu stellen.

Für die Umsetzung der Energiewende spielt auch die energetische Modernisierung im Baugewerbe eine wichtige Rolle. Um die gesteckten Ziele zu erreichen, werden gesetzliche Anforderungen immer wieder verschärft. Allerdings drohen weitere Anforderungen vielen Bauherren – trotz ihres Strebens nach einem besseren Energieeffizienzstandard – finanziell über den Kopf zu wachsen.

Ein interessantes Modell der Förderung von energieeffizienten Sanierungen bei Mietliegenschaften wäre beispielsweise das Energiespar-Contracting., über deren Einführung in Österreich wir hier berichtet haben.

Keine weiteren Anforderungen an Neubauten

Installation Sonnenkollektor auf Dach
Photovoltaik oder Solar als energetischer Standard? Die energetischen Maßnahmen müssen für Baufamilien finanziell machbar bleiben, fordert das deutsche Baugewerbe (Symbolbild).

Mit den derzeitigen Anforderungen an die Energieeffizienz zeichnen sich bereits jetzt schon um die Hälfte der Neubauten durch einen besseren energetischen Standard aus, als dies gesetzliche Pflicht wäre. Jedoch stehen gerade junge Baufamilien mit den jetzigen Anforderungen an Gebäude finanziell an der Grenze des Bauens und Wohnens. Für viele junge Familien wird nur durch die KfW-Förderung „153 – Energieeffizient Bauen“ und in einigen Fällen in Ergänzung mit dem Baukindergeld das Bauen von Wohnungen möglich. Aus diesem Grund wäre eine weitere Verschärfung der Anforderungen zurzeit unzumutbar, heißt es in einer Pressemitteilung vom Zentralverband Deutsches Baugewerbe.

Bei einer gesetzlichen Anhebung des Energieeffizienzstandards würde es zu einer Baukostensteigerung kommen, die aber nicht mehr im angemessenen Verhältnis zum energetischen Einsparpotenzial stünde. Ein KfW-Effizienzhaus 55 würde für ein Einfamilienhaus mit 120 Quadratmeter Wohnfläche Mehrkosten in Höhe von 18.000 € ergeben und ein Energie-Einsparpotenzial von 14 kWh/m² jährlich sichern. Gleichzeitig würde es zu einer Erhöhung auf ein KfW-Effizienzhaus 40 führen, da die KfW nur beim Übertreffen des gesetzlichen Standards fördert.

Positive Entwicklung im Gebäudebereich

Aus den Untersuchungen des Umweltbundesamtes im März 2020 ging hervor, dass im Gebäudebereich bereits 40% Einsparungen an Treibhausgasemissionen erzielt wurden. Damit ist das Ziel für das Jahr 2020 schon erreicht. Dies beweist, dass verstärkte Förderungen und die nötigen Informationen besser als höhere Anforderungen sind.

Laut Entwurf zum Gebäudeenergiegesetz (GEG) könnte ab dem Jahr 2023 eine Anpassung des Neubaustandard durchgeführt werden. In diesem Sinne wird das vorgesehene Monitoring der Bundesregierung begrüßt. Es wird nämlich erwartet, dass energetische Einsparziele erreicht werden.

Beratung der Bauherren und Investoren

Die Zahlen der Anträge zu den KfW-Förderprogrammen sind seit Januar deutlich gestiegen – vor allem aber im Bereich energetischer Sanierung des Gebäudebestandes. Da das Einsparpotenzial im Gebäudebestand größer als im Neubau ist, spielt neben den Förderungen auch die Beratung der Hausbesitzer und Investoren eine wichtige Rolle. Diese müssen nämlich ausführlich über die positiven Effekte steigender Energieeffizienz aufgeklärt werden. In diesem Fall wenden sich Interessierte an einen von der KfW-qualifizierten Energieberater.

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