Wie Coca-Cola in Genshagen mehrere Tausend Kilowattstunden Energie pro Tag einspart

Coca Cola in Genshagen (Brandenburg) hat zahlreiche Energieeinsparpotenziale identifiziert. Unter anderem konnte der Energiebedarf für den Druckluftkompressor zum Aufblasen der PET-Flaschen um 50% um mehrere Tausend Kilowattstunden pro Tag reduziert werden.

Logo Coca ColaFür die Herstellung von PET-Einwegflaschen werden am Coca-Cola Standort in Genshagen (Brandenburg) riesige Kompressoren für die Erzeugung von Druckluft genutzt. Der Stromverbrauch des Standorts wird zwar aus erneuerbaren Energien gedeckt, doch die Druckluftversorgung macht hier einen Anteil von bis zu 50 Prozent aus. Deshalb sind die Kompressoren gleichzeitig ein zentraler Ansatzpunkt, um die Energiebilanz des Produktionsbetriebs zu verbessern.

Energiebedarf für die Drucklufterzeugung bereits halbiert

Druckluftkompressor bei Coca Cola
Durch gezielte Maßnahmen konnte der Energiebedarf für den Druckluftkompressor bei Coca-Cola um 50% reduziert werden (Bild © Coca Cola Deutschland).

Die Druckluft wird benötigt, um aus kleinen PET-Rohlingen, die wie Reagenzglas aus Plastik aussehen, eine befüllbare Flasche zu fertigen. Die PET-Rohlinge laufen an einem Heizstrahler vorbei und erhitzen sich dabei auf 110°C. Danach landen sie in einer Hülle, wo sie in die Länge gezogen und anschließend mit Druckluft zur vollen Größe aufgeblasen werden. Nach Abkühlung werden sie direkt zur Abfüllung transportiert. Allein in Genshagen werden so jeden Tag 1,2 Millionen Flaschen hergestellt und befüllt.

Der Energiebedarf für die Drucklufterzeugung wurde bereits von 15.000 Kilowattstunden (kWh) am Tag auf etwa 7.500 kWh reduziert. Diese Ersparnisse gelangen u. a. durch eine Veränderung der Bodenform, die den Boden einer Flasche beim Aufblasen modelliert. Diese Bodenform wurde anders gestaltet, damit die Flasche mit weniger Druck aufgeblasen werden kann.  Während früher dafür 36 bar gebraucht wurden, ist es jetzt mit nur noch 24 bar möglich. Das sorgt auch für einen geringeren Netzdruck von nur noch 30 statt 40 bar. Durch diese Maßnahme allein konnten drei Kompressoren dauerhaft abgeschaltet werden.

Weitere Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz

Bei der Druckentlastung im Kompressorenraum ist es trotzdem noch ohrenbetäubend laut, denn ein Kompressor verbraucht so viel Energie wie 300 Föhne gleichzeitig. Da die beiden noch laufenden Kompressoren inzwischen 20 Jahre alt sind, kennen sie auch nur zwei Betriebsarten: Vollgas und Leerlauf. Durch den Einbau einer Regelung wären sie noch effizienter, doch dafür müssten noch große Investitionen getätigt werden. Durch die Umrüstung könnten jährlich bis zu 850.000 kWh eingespart werden und der Umbau könnte Schritt für Schritt bis 2020 umgesetzt werden.

Auf das Auffinden und die Berechnung von Energieeinsparpotenzialen ist die Cornelius Ober GmbH aus Eisenach spezialisiert, die seit 2009 große, mittlere und kleine Unternehmen berät Energie zu sparen und ihre Energieeffizienz zu verbessern. Erfahren Sie mehr über die Möglichkeiten und Förderungen für bessere Energieeffizienz in Ihrem Unternehmen oder Kommune.

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