Energieeffizienz in Nichtwohngebäude bedarf branchenspezifischer Lösungen

Eine Analyse der Deutschen Energie-Agentur (dena) in Sachen #Energieeffizienz von Nichtwohngebäuden, wie kommunale Gebäude oder Wirtschaftsimmobilien, hat ergeben, dass bisher zu wenig differenziert betrachtet wird und so die Potenziale der Energieeffizienz für Nichtwohngebäude nicht vollständig ausgeschöpft werden können. Und dabei spielen die Nichtwohngebäude für die #Energiewende unseres Landes eine wichtige Rolle.

Logo denaIn Sachen Energieeffizienz wurden Nichtwohngebäude wie kommunale Gebäude und Wirtschaftsimmobilien bisher zu wenig differenziert betrachtet, so die Aussage der Deutschen Energie-Agentur (dena) auf Grundlage einer Analyse der dena. Die dena empfiehlt daher auf Basis von Analysen zu kommunalen Gebäude, Hotel-, Handels- und Büroimmobilien, dass sich diese Unterschiedlichkeit der Branchen vor allem in der Politik, Förderung und Beratung stärker niederschlagen muss. Schließlich sind in Deutschland für ein Drittel des Gebäudeenergieverbrauchs Nichtwohngebäude verantwortlich.

Die Analysen der dena zeigen deutlich, dass es das typische Nichtwohngebäude nicht gibt. Die verschiedenen Ausgangssituationen der untersuchten Branchen sind genauso unterschiedlich wie ihre Art und Weise, wie sie in Sachen Klimaschutz und Nachhaltigkeit agieren. Während im Handelssektor schon recht viel passiert, sehen auch immer mehr Kommunen und Hotels die Notwendigkeit, in Energieeffizienz zu investieren. Büroimmobilien hinken hier noch etwas nach.

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Investitionen in unterschiedliche Technikmaßnahmen

Wolkenkratzer mit Solarkollekoren
Futuristisch und trotzdem nahe an der Gegenwart: Ein Wolkenkratzer vollständig von Solarkollektoren ummandelt (Symbolbild).

Zurzeit wird in den verschiedenen Branchen hauptsächlich in Technikmaßnahmen investiert, wie z. B. in Kältetechnik oder Beleuchtung, vor allem weil sich diese Investitionen schnell lohnen. Um den Energiebedarf von Nichtwohngebäuden zu reduzieren, finden weitere Ansätze nur vereinzelt statt, weshalb für den Ziel eines klimaneutralen Gebäudebestands hier noch deutlicher Nachholbedarf besteht.

Hoher Konkurrenzdruck herrscht vor allem im Einzelhandel, da hier die Mehrheit der Händler ihre Räume nur gemietet haben und der weitaus größere Teil aus kleinen und mittelständischen Unternehmen besteht. Dementsprechend bestehen unterschiedliche Voraussetzungen und unterschiedliche Bedürfnisse, doch die Probleme sind ähnlich.

Die größten Hemmnisse für die Energieeffizienz

Das Nutzer-Investor-Dilemma (Eigentümer investiert, Nutzer profitiert) sowie die mangelnden Ressourcen bei den KMU-Händlern gelten als die größten Hemmnisse für die Energieeffizienz. Hinzu kommt fehlende Zeit und fehlendes Know-how in Kombination mit schwierigen Finanzierungsbedingungen, die gemeinsam in dieser Branche die Rahmenbedingungen für Energieeffizienz prägen.

Auch im Bürosegment wird der Markt von der Lage bestimmt, so sind Büroimmobilien in begehrten Lagen in der Regel sehr knapp. Hier ist die Energieeffizienz weder bei der Vermietung noch beim Verkauf von großer Bedeutung. Des Weiteren fehlt es generell an Bewertungskriterien in dieser Branche, um die Energieeffizienz einschätzen zu können. Das bereits erwähnte Nutzer-Investor-Dilemma ist ein weiterer Grund, wieso die Energieeffizienz einen relativ geringen Stellenwert einnimmt. Vor allem die Kommunen stehen vor großer Herausforderung, ihrer Vorbildrolle für Klimaschutz und Energieeffizienz gerecht zu werden, doch dafür fehlen die notwendigen Finanzmitteln und vor allem personelle Ressourcen.

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Enger Dialog der Politik und Branchenvertreter als Lösung

Trotz unterschiedlicher Ausgangssituationen für die Energieeffizienz, sind die daraus resultierende Hemmnisse sehr ähnlich, denn auch KMU fehlt es grundsätzlich an Ressourcen, um sich mit diesem Thema zu befassen. Fördermittel werden hauptsächlich im Neubau genutzt, denn für die Einzelmaßnahmen im Bestand scheint der Förderaufwand zu aufwendig zu sein. Nach Einschätzung der dena müssen Branchenvertreter und Politik in einen engeren Dialog treten, um marktfähige Lösungen zu entwickeln und die Hemmnisse abzubauen. Solche Lösungen richten sich dann gezielt an die einzelnen Branchensegmente wie Vermieter, Mieter, KMU etc.

Rund drei Millionen sogenannte Nichtwohngebäude machen ein Drittel am Endenergieverbrauch aller Gebäude in Deutschland aus. Dementsprechend steckt großes Potenzial in der energetischen Modernisierung dieser Gebäude, wodurch sich CO2-Emissionen und Energie einsparen lassen. Obwohl Nichtwohngebäude nicht so stark im Fokus der politischen und öffentlichen Wahrnehmung stehen, sind sie für das Erreichen der Klimaschutzziele unverzichtbar. Die Energiewende im Gebäudebereich ist auch Thema auf dem dena Energiewende-Kongress, der am 26. und 27. November in Berlin stattfinden wird.

Energieeffizienzberatung und -Optimierung für Ihr Nichtwohngenäude

Sind sind im Besitz eines Bürogebäudes? Eines Kinos oder eines anderen Nichtwohngebäudes? Sind sind eine Stadt oder Kommune und interessieren sich zu den Möglichkeiten einer Energieeffizienz- und Fördermittelberatung? Dann sind Sie bei uns genau richtig. Rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns eine Nachricht. Gerne stehen wir Ihnen für ein erstes, kostenloses Beratungsgespräch zur Verfügung.

+49 3691 8892194
anfrage@c-ober.de

Foto von Cornelius Ober
Herr Cornelius Ober ist ein auf Energiemanagementsysteme und Umweltmamagement spezialisierter Berater bei der Cornelius Ober GmbH.

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