Zahlreiche Änderungen bei den KfW-Förderungen zum energetischen Bauen und Sanieren zum 01.01.2020

Beim KfW-Förderprogramm „Energieeffizient Bauen und Sanieren“ (Kredit 276 – 277 – 278) treten aufgrund der im September 2019 festgelegten Klimaziele zum 01. Januar 2020 einige Produktänderungen in Kraft. Wir stellen alle Änderungen bei den KfW-Förderprogrammen zum Bauen und Sanieren für Wohngebäude und Nichtwohngebäude vor und zeigen auf, was Interessierte jetzt zum Start ins neue Jahr 2020 wissen müssen.

Beim KfW-Förderprogramm „Energieeffizient Bauen und Sanieren“ (Kredit 276 – 277 – 278) treten aufgrund der im September 2019 festgelegten Klimaziele zum 01. Januar 2020 einige Produktänderungen in Kraft. Sie beziehen sich sowohl auf den Neubau als auch die Sanierung zum KfW-Effizienzhaus bei Wohn- und Nichtwohngebäuden, aber auch auf Einzelmaßnahmen, die mit der Modernisierung oder dem Austausch von Heizungs- und Lüftungssystemen einhergehen. Anträge zur bisherigen Heizungsförderung konnten nur bis einschließlich 31. Dezember 2019 bei der KfW eingereicht werden. Maßgeblich ist dabei das Posteingangsdatum. Für Fragen rufen Sie uns an ( 03691-889 21 94) oder schreiben uns eine Nachricht.

Wohngebäude

Förderung lesen
Das sind die Änderungen der KfW-Förderungen zum 01.01.2020 (Symbolbild).

Im Wohngebäudesektor betreffen die Änderungen die Programme:

Die Heizungsförderung als Einzelmaßnahme wird fast vollständig vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) übernommen. Die KfW hingegen fördert weiterhin die Nutzung von Nah- und Fernwärme sowie die Optimierung von Heizungsanlagen.

Nicht mehr durch die KfW förderfähig sind Einzelmaßnahmen wie der Einbau von

  • Öl- und Gas-Brennwert-Heizungen,
  • ergänzender Anlagen zum Einsatz erneuerbarer Energien.

Auch das bisherige Heizungs- und Lüftungspaket ist nicht mehr durch die KfW förderfähig.

Bei der Sanierung zum KfW-Effizienzhaus werden auch Wärmeerzeuger, die auf der Basis von Öl arbeiten, nicht mehr gefördert. Dazu gehören unter anderem Öl-Brennwert-Kessel und ölbetriebene Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen (KWK). Dafür entstehende Kosten sind nicht mehr förderfähig. Bei der Berechnung zum KfW-Effizienzhaus ist es aber weiterhin möglich, nichtförderfähige Wärmeerzeuger mit zu berücksichtigen.

Wer ein neues Haus errichten möchte und dazu den Einbau einer Ölheizung plant, erhält ab dem 01. Januar 2020 für die Heizungsanlage ebenfalls keine KfW-Förderung mehr. Gleiches gilt für kombinierte Heizungsanlagen, die mit erneuerbaren Energien und Öl arbeiten.

Nichtwohngebäude

Ist eine Sanierung eines Nichtwohngebäudes oder hier die Durchführung von Einzelmaßnahmen angedacht, ist der Einbau einer Ölheizung ebenfalls nicht mehr förderfähig. Im Detail betreffen die Änderungen die Programme

betroffen.

Dabei kann es sich sowohl um Komplettsanierungen als auch um Einzelmaßnahmen handeln, bei denen die Ölheizungsanlage ausgetauscht oder modernisiert werden soll.

Bei Niedertemperatur-Kesseln, die mit Öl oder Gas arbeiten, sowie bei Wärmeerzeugern, die Öl als Energieträger nutzen, ist ab dem 01. Januar 2020 keine Förderung mehr möglich. Für die energetische Berechnung hingegen kann dieser Wärmeerzeuger auch in Zukunft berücksichtigt werden.

Bei neu errichteten Nichtwohngebäuden gelten die Änderungen für die Programme

Hier ist grundsätzlich kein Wärmeerzeuger mehr förderfähig, der Öl als Energieträger nutzt. Dies gilt auch für Kombisysteme mit anderen Energieträgern, beispielsweise Öl-Brennwert-Kessel, die als Hybridsysteme auch erneuerbare Energien nutzen, oder als Spitzenlastkessel.

Das fördert die KfW weiterhin

In Ergänzung zum BAFA-Zuschuss fördert die KfW auch in Zukunft im Rahmen des Programmes „Energieeffizient Sanieren – Ergänzungskredit (167)“ den Einbau oder die Optimierung folgende Heizungsarten:

  • Solarthermie-Anlagen,
  • Biomasse-Anlagen (Pellet und Holzvergaser),
  • Wärmepumpen,
  • Gas-Brennwert-Heizungen, sofern es sich um eine Anlage handelt, die zusätzlich mit erneuerbaren Energien arbeitet.

Fragen Sie den KfW-Energieberater

Für Fragen zu den KfW-Förderungen fragen Sie bitte unseren KfW-Energieberater. Nutzen Sie dafür unser kostenloses Auftaktgespräch. Schreiben Sie uns zur Terminvereinbarung eine Nachricht oder rufen Sie uns an.

+49 3691 8892194
anfrage@c-ober.de

Foto von Cornelius Ober
Herr Cornelius Ober ist ein von der KfW-qualifizierter Energieberater.

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2 Antworten auf „Zahlreiche Änderungen bei den KfW-Förderungen zum energetischen Bauen und Sanieren zum 01.01.2020“

  1. Wir möchten in unserem eigenheim unser bad altersgerecht umbauen,also Badewanne raus und ebenerdige Dusche. Können wir dafür eine förderung beantragen,wenn ja,welche und wo.

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