Es sind zum einen die umfangreichen Fördermöglichkeiten, die Unternehmen zu einer energetischen Modernisierung ihrer Gebäude oder gar ihres gesamten Unternehmens bewegen, und damit die jährlichen Energiekosten senken. Zum anderen sind es Gründe wie eine bessere Unternehmenswahrnehmung oder der Beitrag zum Schutz und Erhalt unserer Umwelt. Für Unternehmen denen die finanziellen Mittel für eine energieeffiziente Sanierung fehlen, stehen interessante Finanzierungsmodelle zur Verfügung, die von immer mehr Unternehmen genutzt werden.
Die optimale Gestaltung der Finanzierung ist ein Bestandteil der Full-Service-Energieberatung.
Um den Energieverbrauch einer Immobilie deutlich zu reduzieren bedarf es in fast allen Fällen neben den Energiespartipps auch – oder vor allem – einer energieeffizienten Modernisierung der Gebäude, jedoch scheuen sich viele Privatpersonen und auch Unternehmen davor. Als Hauptgrund werden hohe Kosten aufgeführt. Jetzt sollen drei Finanzierungsmodelle dazu beitragen, dass Unternehmen entschlossener Gebäude energetisch modernisieren und den Endkunden einen gewissen Mehrwert bieten.
Das Angebot energieeffizienter Lösungen steigt, insbesondere für Unternehmen, die die Gebäudetechnik modernisieren möchten. Hier gibt es immer mehr Segmente, die sich energietechnisch optimieren lassen. Durch den Tausch alter Pumpen lassen sich z. B. große Einsparpotenziale einholen, jedoch wagen diesen Schritt aus Kostengründen viele nicht. Jetzt aber können Unternehmen dank Finanzierungsmodellen wie Leasing, Miete und Contracting die Energiekosten reduzieren, ohne ihre eigene Liquidität zu belasten.
In zahlreichen Firmen bleiben bislang Energieeinsparpotenziale ungenutzt, da besonders kleine und mittlere Unternehmen die Energieeffizienz für eine Umrüstung nicht als ausschlagenden Faktor sehen, obwohl es hier möglich ist bis zu 80 % an Energieeinsparungen einzuholen, wenn beispielsweise das Pumpensystem modernisiert wird.
Leasing sichert die Liquidität
Eine ähnliche Struktur wie Leasingverträge haben auch Mietverträge. Der Leasinggeber beschafft und finanziert das Leasingobjekt. Im Gegenzug erhält der Leasingnehmer das Nutzungsrecht gegen Zahlung der Leasingrate. Hier liegt im Eigentumsübergang der wesentliche Unterschied zwischen Leasing und Miete. Das Objekt wird nach Leasingvertragsende, falls nicht anders vereinbart wurde, zum Eigentum des Leasingnehmers. Zudem muss der Leasingnehmer für eventuelle Schäden während der Vertragslaufzeit aufkommen. Somit sind am Ende der Laufzeit die Kunden Eigentümer des Objektes, ohne dass das Unternehmen Investitionen getätigt hat. Darüber hinaus können die Unternehmen ihre Liquidität bewahren und profitieren von der hohen Leasingflexibilität.
Das Mietmodell bietet höchste Flexibilität
Diejenigen Unternehmen, die sich keine größeren Investitionen leisten können oder möchten und sich dennoch die Energieeinsparpotenziale einholen wollen, sollten das Mietmodell nutzen. Hier wird für die neue energieeffiziente Technik eine monatliche Mietrate gezahlt, wobei neben der Objektqualität auch die Vertragskonditionen wichtig sind. Außerdem sollten Unternehmen hierbei auf Anpassungsmöglichkeiten der Vertragskonditionen achten, denn sowohl Miete als auch die Laufzeiten können flexibel und individuell gestaltet werden. Beim Mietmodell genießt der Mieter stets den neuesten Stand der Technik und der Vermieter bleibt Eigentümer des Objekts.
Contracting als Premium-Modell
Eine eigenständige Sonderform des Contractings (Energieeinspar-Contracting – ESC) hat das Ziel, Kosteneinsparungen und Energieeffizienz zu schaffen, wobei der Dienstleister eine garantierte Senkung des Energieverbrauchs durch Modernisierungs- und Effizienzmaßnahmen bietet. Dabei richten sich die Kosten nach der nachweisbaren Verbrauchsenkung, sodass beim Kunden keine zusätzlichen Investitionen anfallen. Hierbei profitiert der Kunde sowohl vom Fachwissen des Dienstleisters als auch von der Liquiditätssicherung. Contracting eignet sich vor allem bei einem gesteigertem Energieverbrauch. Dabei gilt: Je höher der Verbrauch, umso größere Einsparungen sind möglich. Der Vertrag finanziert sich aus 90 % der Energieeinsparungen und nur 10 % bleiben beim Betreiber. Kontaktieren Sie uns hierzu gerne, im Bereich Contracting verfügen wir über eine breite Palette an Referenzen.
Fazit
Die unterschiedlichen Finanzierungsmodelle unterstützen den Übergang auf energieeffiziente Technik und haben zur Folge nicht zwangsläufig rote Zahlen. Unternehmen jeder Größe können mit Modellen wie Leasing, Miete und Contracting ein für sich passendes Finanzierungsmodell auswählen, wobei die größten Vorteile in der modernsten Technik ohne Investition und hoher Flexibilität liegen. Das hält für das Kerngeschäft wichtige Finanzspielräume offen und schont die Liquidität. Der reduzierte Energieverbrauch hat nicht nur für Unternehmen einen Mehrwert, sondern schont auch die Umwelt. Hier handelt es sich um eine richtige Win-Win-Situation für alle Beteiligten – Unternehmen, Endkunden und die Umwelt. Die Vorteile der Finanzierungsmodelle können also von allen beteiligten Seiten genutzt werden, ohne dabei große Investitionen zu verschleudern. Bleiben Sie auch zukünftig informiert, indem Sie unseren kostenlosen Newsletter abonnieren.
Geschäftsführender Gesellschafter der Cornelius Ober GmbH, Dipl.-Wirtschaftsingenieur (FH) und zertifizierter Fachingenieur TGA (VDI). Seit 2009 plant und begleitet er mit seinem Ingenieurteam Heizung, Klima, Lüftung, Gebäudeautomation und Förderung für Unternehmen, Kommunen und große Gebäude.
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