Viele Haus- und Wohnungseigentümer zögern bei energetischen Sanierungen nicht wegen der Kosten, sondern aus Unsicherheit. Eine aktuelle Marktstudie zeigt jedoch: Nach der Umsetzung ist die Zufriedenheit enorm hoch. Entscheidend für den Schritt zur Investition ist eine verständliche und strukturierte Energieberatung.
- Investitionsabbrüche meist aus Unsicherheit, nicht aus Kostengründen
- Geringes Vertrauen in Kosten, Ausführung und Fördermittel
- 94 Prozent Zufriedenheit nach energetischer Sanierung
- Empfehlungen lösen neue Investitionen aus
- Gute Energieberatung als Schlüssel zur Entscheidung
Die energetische Sanierung von Wohngebäuden gilt als zentraler Hebel der Energiewende. Dennoch zögern viele Haus- und Wohnungseigentümer, konkrete Investitionsentscheidungen zu treffen. Eine aktuelle Marktuntersuchung des Forschungs- und Beratungsinstituts Sirius Campus zeigt deutlich: Nicht fehlende Wirtschaftlichkeit, sondern vor allem Unsicherheit ist der entscheidende Bremsklotz.
Laut dem „Monitor zur Energiewende“ haben sich rund neun Prozent der Eigentümer in den vergangenen fünf Jahren intensiv mit einer energetischen Sanierung beschäftigt, den Entscheidungsprozess jedoch wieder abgebrochen. Bemerkenswert ist dabei, dass finanzielle Gründe nur bei etwa einem Drittel ausschlaggebend waren. Bei fast jedem vierten Abbruch lagen überhaupt keine finanziellen Hinderungsgründe vor. Stattdessen dominieren Zweifel an der Umsetzbarkeit: Nur ein Viertel der Befragten fühlt sich vor einer Investition sicher in Bezug auf die Qualität handwerklicher Leistungen. Noch geringer ist das Vertrauen in belastbare Kostenaufstellungen, fundierte Beratung oder die korrekte Nutzung staatlicher Förderprogramme.
Diese Unsicherheiten wiegen schwer. Zwar erwartet etwa die Hälfte der Eigentümer sinkende Energiekosten nach einer Sanierung, doch Aspekte wie Wertsteigerung der Immobilie oder Klimaschutz spielen im Vorfeld für deutlich weniger Menschen eine überzeugende Rolle. Fehlende Vergleichsbeispiele und mangelnde Orientierung verstärken das Zögern – ein klassisches Informationsdefizit in einem komplexen Entscheidungsumfeld.

Die Grafik zeigt die deutliche Diskrepanz zwischen Unsicherheiten vor einer energetischen Sanierung und der hohen Zufriedenheit nach der Umsetzung – insbesondere bei handwerklicher Qualität, Kostenzuverlässigkeit und Materialeinbau (Bild © Sirius Campus, Monitor zur Energiewende).
Hohe Zufriedenheit nach der Sanierung – Beratung macht den Unterschied
Umso größer ist der Kontrast zu den tatsächlichen Erfahrungen nach einer energetischen Sanierung. Die Studienergebnisse zeigen: 94 Prozent der Eigentümer sind im Nachhinein zufrieden, zwei Drittel sogar begeistert. Besonders positiv bewertet werden die Qualität der handwerklichen Ausführung, die Zuverlässigkeit der Kosten sowie der Einbau der gewünschten Technik. Auch bei den laufenden Energiekosten werden viele Sanierer positiv überrascht.
Diese Zufriedenheit wirkt über den eigenen Haushalt hinaus. Mehr als die Hälfte der Sanierungserfahrenen hat ihre Investition bereits weiterempfohlen. In rund 42 Prozent der Fälle äußerten die angesprochenen Personen daraufhin selbst eine Investitionsabsicht, ein Drittel setzte sogar eine vergleichbare Maßnahme um. Die in den begleitenden Grafiken dargestellte Empfehlungskette verdeutlicht: Begeisterung ist ein starker Multiplikator.
Ein zentraler Erfolgsfaktor ist dabei die Qualität der Beratung. Etwa ein Viertel aller Immobilienbesitzer hat sich zuletzt beraten lassen. Die Untersuchung zeigt, dass eine gute Energieberatung vor allem dann wirkt, wenn sie komplexe technische Sachverhalte verständlich, transparent und praxisnah vermittelt. Zu detaillierte technische Tiefenanalysen können hingegen abschreckend wirken. Gefragt sind klare Entscheidungsgrundlagen, realistische Kostenbilder und eine strukturierte Einordnung von Fördermöglichkeiten – genau hier entsteht Vertrauen.

Die Grafik verdeutlicht die hohe Zufriedenheit nach energetischen Sanierungen und deren starke Weiterempfehlungseffekte, die bei anderen Eigentümern neue Investitionsentscheidungen auslösen (Bild © Sirius Campus, Monitor zur Energiewende).
Fazit für Eigentümer und Unternehmen
Die Diskrepanz zwischen skeptischen Erwartungen vor einer Sanierung und den sehr positiven Erfahrungen danach macht deutlich: Das eigentliche Problem ist nicht die Maßnahme selbst, sondern der Weg dorthin. Professionelle Energieberater können diese Lücke schließen, indem sie Orientierung geben, Risiken einordnen und Projekte ganzheitlich begleiten. So wird aus Unsicherheit eine fundierte Investitionsentscheidung.
Die Cornelius Ober GmbH unterstützt Unternehmen, Kommunen und Eigentümer mit ganzheitlicher Energieberatung, technischer Planung und Fördermittelberatung. Wir helfen, Komplexität zu reduzieren und Investitionen sicher umzusetzen. Vereinbaren Sie jetzt ein kostenfreies Auftaktgespräch und lassen Sie sich individuell beraten.








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