BAFA-Förderprogramm „Energieeffizienz- und Ressourceneffizienz-Netzwerke von Kommunen“

Der Bund unterstützt die Einrichtung von Energieeffizienz- und Ressourcen-Netzwerken, an denen sich die Kommunen beteiligen. Damit soll dazu beigetragen werden, die energiepolitischen Ziele Deutschlands zu erreichen. Auch die professionell betreute Netzwerkzusammenarbeit über viele Jahre hinweg wird von der BAFA mit diesem Programm unterstützt. Auf dieser Seite informieren wir interessierte Kommunen zum BAFA-Förderprogramm „Energieeffizienz- und Ressourceneffizienz-Netzwerke von Kommunen“. Als BAFA-qualifizierte Energieberater können wir Sie in allen Fragen rund um die Förderung persönlich und professionell beraten. Am Ende der Seite haben Sie die Möglichkeit einen Termin für eine kostenlose Erstberatung zu beantragen und sich weitere Information einzuholen.

Die Kommunen haben die Möglichkeit, sich im Rahmen des Förderprogrammes zusammenzuschließen und durch die Unterstützung durch ein Netzwerkteam Ressourcen- und vor allem Energieeinsparungen zu verifizieren und umzusetzen. Initiiert werden sollen die Energie- und/oder Ressourceneffizienznetzwerke von Netzwerkexperten für Energie- und Ressourceneffizienz, die entsprechende Kenntnisse gegenüber dem BAFA nachgewiesen haben. Sie sollen geeignete Maßnahmen zur Verringerung des Energie- und/oder Ressourcenverbrauchs verifizieren, und die Umsetzung von selbst gesetzten Einsparzielen begleiten.

Der Netzwerkmanager ist sowohl Teamverantwortlicher als auch Empfänger der Fördermittel. Zu jedem Netzwerk gehört ein Energieberater oder ein Ressourceneffizienzberater, der die Kommunen unterstützt. Des weiteren wird ein Moderator eingesetzt, der für einen professionellen und moderierten Erfahrungsaustausch der Teilnehmer gewährleistet.

Mit dem Förderprogramm sollen externe Netzwerkexperten für Energie- und Ressourceneffizienz als Team tätig werden und die Kommunen sowohl beim Aufbau als auch beim Betrieb der Netzwerke unterstützen.

Energieeffizienznetzwerk

Wer ist antragsberechtigt?

Als antragsberechtigt gelten sowohl natürliche als auch juristische Personen, welche als Netzwerkmanager die fachliche Kompetenz, die erforderliche Zuverlässigkeit sowie ausreichende wirtschaftliche und zeitliche Ressourcen verfügen, die zum Aufbau und zum Betrieb des Netzwerkes notwendig sind. Wird der Antrag durch eine juristische Person eingereicht, muss ein Ansprechpartner festgelegt werden.

Was wird gefördert?

Finanziell unterstützt wird die Gewinnung einzelner Kommunen und/oder Verwaltungseinheiten der Landkreise zur Einrichtung eines Netzwerkes  (sogenannte Gewinnungsphase) sowie dessen Aufbau und mehrjähriger Betrieb (Netzwerkphase).

Wie hoch fällt die Förderung im Einzelnen aus?

Es wird eine Projektförderung auf Ausgabenbasis vorgenommen, der Antragsteller erhält hierbei einen nicht rückzahlbaren Zuschuss.

Während der Gewinnungsphase sind sämtliche Sachausgaben, die für die Akquise der Netzwerkteilnehmer anfallen und zugleich angemessen sind, förderfähig. Bezuschusst werden bis zu 100 Prozent der förderfähigen Ausgaben, maximal allerdings 3.000 Euro pro Netzwerk-Projekt, sofern dieses nur einen von beiden Schwerpunkten (Energieeffizienz und Ressourceneffizienz) hat. Hat das Netzwerk beide Schwerpunkte, wird ein Zuschuss von maximal 6.000 Euro an den Netzwerkmanager gezahlt.

Unabhängig von einer Förderung der Gewinnungsphase kann auch nur eine Förderung in der Netzwerkphase beantragt werden. Im ersten Jahr der Netzwerkphase werden bis zu 70 Prozent der förderfähigen Ausgaben übernommen, wobei der Höchstbetrag auf maximal 20.000 Euro pro Netzwerk gedeckelt ist. In den darauffolgenden Jahren werden bis zu 50 Prozent der förderfähigen Ausgaben bezuschusst, maximal allerdings 10.000 Euro pro Netzwerkteilnehmer, sofern nur ein Schwerpunkt gewählt wurde, bei zwei Schwerpunkten liegt die Fördersumme bei maximal 15.000 Euro pro Teilnehmer. Beteiligen sich alle Kommunen eines Landkreises, liegt die maximale Zuwendung bei 360.000 Euro, sofern sich nur für einen Schwerpunkt entschieden wird, ansonsten bei maximal 540.000 Euro.

Die Zuwendung wird an den Netzwerkmanager als sogenannten Erstempfänger überwiesen. Dieser ist dann für die Weiterleitung der Gelder an die einzelnen Netzwerkpartner zuständig. Das gegründete Netzwerk ist im Übrigen als Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) anzusehen.

So läuft das Antragsverfahren ab

Der Förderantrag muss in schriftlicher Form beim BAFA eingereicht werden. Dafür stellt diese Behörde auf seiner Internetseite die notwendigen Formulare zum Download bereit. Nach sorgfältiger Prüfung der Formulare und eventueller Anforderung weiterer Informationen erlässt das BAFA den Zuwendungsbescheid. Erst wenn dieser Bescheid vorliegt, darf mit dem Projekt begonnen werden.

Spätestens drei Monate nach Ablauf des im Bescheid genannten Bewilligungszeitraums, besser aber noch gleich nach Abschluss der Maßnahme, sind die Verwendungsnachweisunterlagen an das BAFA weiterzuleiten. Für die Gewinnungsphase beträgt der Bewilligungszeitraum neun Monate, für die Netzwerkphase liegt er bei drei Jahren. Zugleich sind bei der Förderung in der Netzwerkphase Zwischenverwendungsnachweise notwendig. Diese müssen spätestens drei Monate nach Abschluss des jeweiligen Förderjahres beim BAFA eingereicht werden.

Häufig gestellte Fragen und Antworten zur Förderung – FAQ

Alleiniger Zweck des Zusammenschlusses zur GbR ist der Aufbau, die Teilnahme und der Betrieb der Energie- und/oder Ressourceneffizienznetzwerke. Nachweislich auszuschließen ist eine weitergehende wirtschaftliche Betätigung des Zusammenschlusses.

Wenn die Förderung der Maßnahmen aufgrund dieser Richtlinie erfolgen soll, ist eine Inanspruchnahme weiterer öffentlicher Mittel aus anderen Fördermitteln des Bundes und auch der Bundesländer ausgeschlossen.

Der Netzwerkmanager darf für die Gewinnungsphase für maximal drei gleichzeitig in Angriff zu nehmende Projekte einen Förderantrag einreichen. Beachtet werden muss auch, dass Folgeanträge zur Gewinnung neuer Netzwerkteilnehmer nur dann genehmigt werden können, sofern höchstens ein bisheriges Netzwerk-Projekt, das bislang gefördert wurde, bei der Antragstellung sich nicht in der Netzwerkphase befindet.

Ja, das ist möglich. Voraussetzung ist allerdings, dass dann sämtliche anderen Kommunen Teilnehmer des neuen Netzwerkes werden.

Zuerst einmal sei erwähnt, dass sämtliche notwendigen Vorlagen auf der Webseite des BAFA zu finden sind und dort direkt heruntergeladen werden können.

Für die Gewinnungsphase werden folgende Unterlagen benötigt:

  • Der Nachweis über die fachliche Kompetenz (Formular 1),
  • Kurzbeschreibung des Netzwerkes und Finanzierungsplan (Formular 2) sowie
  • Die De-minimis-Erklärung.

Für die Netzwerkphase sind folgende Unterlagen einzureichen:

  • Kurzbeschreibung sowie Finanzierungsplan (Formular 3) und
  • Die Interessensbekundung zur Teilnahme am Netzwerk (Formular 4).

Sofern das Netzwerk in er Gewinnungsphase keine Förderung erhielt, muss auch der Nachweis über die fachliche Kompetenz (Formular 1) eingereicht werden.

Bevor die Maßnahme in Angriff genommen wird, muss der Förderantrag gestellt n positiv beschieden worden sein. Der rechtsgültige Abschluss eines entsprechenden Lieferungs- oder Leistungsvertrages gilt als Vorhabenbeginn.

Als Vorhabenbeginn bei der Gewinnungsphase gelten sämtliche Maßnahmen, die auf die Gewinnung der Kommunen als spätere Netzwerkteilnehmer ausgerichtet sind. Das können beispielsweise der Abschluss von Beförderungsverträgen sein, die für Fahrten zu den Gewinnungsgesprächen notwendig sind, der Erwerb von Werbematerialien, der Abschluss von Verträgen, die der Organisation und Durchführung von Infoveranstaltungen dienen, aber auch der Abschluss von Verträgen zur Rechtsberatung sein.

Im Rahmen der Netzwerkphase wird als Vorhabenbeginn ein verbindlicher Vertragsabschluss angesehen. Als Beispiel kann hier der Vertrag zwischen dem Netzwerkmanager und den Kommunen über deren Teilnahme am Netzwerk angesehen werden.

Ist im Rahmen der Gewinnungsphase eine Förderung erfolgt, kann der Antrag für die daran anschließende Netzwerkphase zeitigstens nach dem Einreichen des vollständigen Verwendungsnachweises der Gewinnungsphase, spätestens jedoch sechs Monate nach Abschluss dieses Förderverfahrens eingereicht werden. Für die Einhaltung der Fristen ist das Eingangsdatum des vollständig ausgefüllten Antrages ausschlaggebend.

Der Netzwerkmanager muss seine Qualifikation der Bewilligungsbehörde, in diesem Fall also dem BAFA, nachweisen. Dafür steht das bereits weiter oben erwähnte Formular 1 zum Download bereit. Hierzu muss der Berater auch sämtliche relevante Abschlusszeugnisse, Fort- und Weiterbildungszertifikate bzw. -zeugnisse übersenden.

Sowohl der Energieberater, der Ressourceneffizienzberater als auch der Moderator müssen ihre Qualifikation gegenüber dem Netzwerkmanager, aber auch gegenüber dem Zusammenschluss sämtlicher Netzwerkteilnehmer nachweisen. Die Anforderungen der Förderrichtlinie müssen dabei zwingend erfüllt werden. Der Netzwerkmanager und der Zusammenschluss der Netzwerkteilnehmer haben die Qualifikationsanforderungen zu überprüfen. Werden die Anforderungen nicht erfüllt, kann dies die Ablehnung oder auch den späteren Widerruf der Förderung zur Folge haben.

Es ist beispielsweise zulässig, dass der Energieberater, der Ressourceneffizienzberater und auch der Moderator Angestellte des Netzwerkmanagers sind. Sowohl der Energie- als auch der Ressourcenberater haben eine unabhängige Beratung vorzunehmen. Für die Auswahl der Berater, aber auch des Moderators sind die Kommunen zuständig. Zu beachten ist, dass sowohl der Netzwerkmanager, der Energieberater, der Ressourceneffizienzberater als auch der Moderator ihre Vergütung im Rahmen eines privatrechtlichen Vertrages, der mit dem Zusammenschluss der Netzwerkteilnehmer abgeschlossen wird, erhalten.

Zuerst einmal werden diese an den Netzwerkmanager als Erstempfänger überwiesen. Dieser ist dann für die Weiterleitung der Gelder zuständig. Diese können entweder auf ein gemeinsames Konto des Zusammenschlusses überwiesen werden, aber auch eine Auszahlung der Zuschüsse an die einzelnen Netzwerkteilnehmer ist möglich. Regelungen zur Aufteilung der Mittel haben die Netzwerkteilnehmer zu treffen. Die entstehenden Rechte und Pflichten sind hierbei im Innenverhältnis zu regeln.

Sowohl für die Gewinnungsphase als auch für die Netzwerkphase muss der Antragsteller (Netzwerkmanager) die Endverwendungsnachweise spätestens drei Monate nach Ablauf des im Zuwendungsbescheid aufgeführten Bewilligungszeitraums beim BAFA eingereicht haben. Da die Netzwerkphase bis zu drei Jahre laufen kann, sind hier Zwischenverwendungsnachweise spätestens drei Monate nach Ablauf des jeweiligen Förderjahrs einzureichen.

Dies hängt von der Phase der Förderung ab. Die entsprechenden Formulare stellt das BAFA auf seiner Internetpräsenz zum Download bereit. Sämtliche zusätzlichen Unterlagen muss der Antragsteller selbst anfertigen.

Dem Endverwendungsnachweis für die Gewinnungsphase müssen folgende Unterlagen beigefügt werden:

  • Das Verwendungsnachweisformular für die Gewinnungsphase,
  • Eine tabellarische Belegübersicht und die dazugehörigen Belege in Kopie sowie
  • Die schriftliche Bestätigung der Kommunen (Formular 6).

Dem Zwischenverwendungsnachweis für die Netzwerkphase sind folgende Unterlagen beizufügen:

  • Das Zwischenverwendungsnachweisformular,
  • Der Vordruck Mittelanforderung und die dazugehörigen Belege, sofern eine zwischenzeitliche Auszahlung gewünscht wird,
  • Die „Gemeinsame Erklärung von Netzwerkmanager und Netzwerkteilnehmer in der Netzwerkphase“ (Formular 7) im ersten Jahr oder aber bei erstmaliger zwischenzeitlicher Anforderung des Zuschusses für jeden einzelnen Teilnehmer,
  • Die Liste der Netzwerkbeauftragen der Kommunen (Formular 8) im ersten Jahr und bei Veränderungen,
  • Der Nachweis durchgeführter energietechnischer Beratungen pro Netzwerkteilnehmer (Formular 9) nur im ersten Jahr,
  • Die Teilnehmerliste und die Tagesordnung jedes Netzwerktreffens,
  • Dokumentationen über Vereinbarungen mit jedem einzelnen Netzwerkteilnehmer über (unverbindliche) Energieeinsparziele im Zeitraum der Förderung für das gesamte Netzwerk sowie für jeden einzelnen Teilnehmer im ersten Jahr oder bei Veränderungen und
  • Der Jahresbericht mit Informationen zur bisherigen Zielerreichung inklusive Feedbackaussagen aller Teilnehmer (Formular 10).

Dem Endverwendungsnachweis für die Netzwerkphase müssen diese Unterlagen beigefügt werden:

  • Der Vordruck Mittelanforderung sowie die dazu gehörenden Belege in Kopie,
  • Eine tabellarische Belegübersicht,
  • Sofern ein neuer Energieberater oder Moderator tätig wurde ein erneuter Nachweis zum Netzwerkteam,
  • Bei einer Änderung eines Netzwerkbeauftragten die Liste sämtlicher Netzwerkbeauftragten der Kommunen (Formular 8),
  • Teilnehmerlisten und Tagesordnungen sämtlicher Netzwerktreffen,
  • Bei Veränderungen der Energieeinsparziele: Erneute Dokumentation der Vereinbarung mit jedem Netzwerkteilnehmer über deren unverbindliche Energieeinsparziele während des Förderzeitraums sowohl für jeden Teilnehmer als auch für das gesamte Netzwerk,
  • Der Abschlussbericht inklusive der Feedbackaussagen sämtlicher teilnehmenden Kommunen.

Nach Prüfung der Verwendungsnachweisunterlagen und der Zusendung des Formulars „Mittelanforderung“ werden die Fördermittel ausschließlich an den Antragsteller ausgezahlt. Ab einer Summe von 20.000 Euro ist auch eine zwischenzeitliche Auszahlung möglich. Für deren Beantragung muss ebenfalls das Formular „Mittelanforderung“ genutzt und dieses vollständig ausgeführt beim BAFA eingereicht werden. Bei der erstmaligen Anforderung muss zudem die „Gemeinsame Erklärung von Netzwerkmanager/in und Netzwerkteilnehmern“ (Formular 7) eingereicht werden.

Ihr Berater für diese Förderung

Die Cornelius Ober GmbH unterstützt Ihre Kommune gern bei der Gründung eines Energieeffizienz- und/oder Ressourcennetzwerkes und erfüllt selbstverständlich die in der Richtlinie gemachten Vorgaben. Planen Sie die Einrichtung eines solchen Netzwerkes oder möchten sich erst einmal genauer über deren Vorteile informieren, so ist die ESA-Energieberatung ebenfalls Ihr kompetenter Ansprechpartner.

Cornelius Ober - Foto
Cornelius Ober ist Ihr persönlicher Ansprechpartner für eine staatliche geförderte Energieberatung.

+49 3691 8892194
anfrage@c-ober.de

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