Bundesregierung entwickelt „langfristige Renovierungsstrategie“ mit neuen Anreizen zum energieeffizienten Sanieren

Teilweise saniertes Mehrfamilienhaus
Die Reduzierung von CO2 im Gebäudesektor stellt eine wesentliche Säule zum Erreichen der Klimaziele der Bundesregierung für Deutschland dar. Jetzt hat die Bundesregierung mit der "Long Term Renovation Strategy (LTRS)" eine langfristige Renovierungsstrategie vorgestellt, die neue Anreize für Wohnungseigentümer zur energetischen Sanierung vorsieht. Wir haben die Inhalte in diesem Artikel einmal zusammengefasst.

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Teilweise saniertes Mehrfamilienhaus
Staatliche Fördermittel in Milliardenhöhe für Immobilieneigentümer: Energetische Sanierung von einem Mehrfamilienhaus

Da der CO2-Ausstoß im Gebäudesektor besonders hoch ist, lässt sich in diesem Bereich jede Menge Energie einsparen und damit auch der CO2-Ausstoß wesentlich reduzieren. Die Bundesregierung hat nun einen Fahrplan entwickelt, der Wohnungseigentümer zum energetischen Sanieren motivieren soll.

Die „Long Term Renovation Strategy – LTRS“ (PDF, 1.7 MB; öffnet in neuem Fenster) der Bundesregierung beinhaltet neue Anreize für Wohnungseigentümer. Alle Mitglieder der Europäischen Union sollen im Rahmen der LTRS mit Maßnahmen und messbaren Fortschrittsindikatoren ihren Beitrag zum Erreichen der Klimaziele leisten. Dabei spielt energetische Sanierung des Gebäudebestandes eine wesentliche Rolle. Im Jahr 2030 will Deutschland die Treibhausgasemissionen im Gebäudesektor auf 70 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente gesetzlich festlegen.

Investitionen im Gebäudebereich – welche Förderungen gibt es?

Privates Kapital für Investitionen in Energieeffizienz und Erneuerbare Energien im Gebäudebereich wird über das CO2-Gebäudesanierungsprogramm und das Marktanreizprogramm (MAP) mobilisiert. Künftig sollen die Programme in die neue „Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG)“ überführt werden und somit private Investoren zusätzlich animieren.

  • Von der staatlichen Förderbank KfW gab es 2019 im Rahmen des CO2-Gebäudesanierungsprogramm für den Teilbereich „Energieeffizient Bauen“ nachhaltige Anleihen (Green Bonds).
  • Die Initiative Energieeffizienz-Netzwerke (IEEN), die Unternehmen bei der eigenverantwortlichen Zielsetzung und der effizienten Nutzung von Energie unterstützt, soll über 2020 hinaus erweitert werden.
  • Die Kampagne „Deutschland macht’s effizient“ gibt Auskunft über mögliche Förderprogramme und motiviert zum Mitmachen.
  • Im Rahmen des Beratungsprogramms „Energieberatung für Nichtwohngebäude von Kommunen und gemeinnützigen Organisationen“ wird die Umsetzung der vorgeschlagenen Maßnahmen durch ein geeignetes Contracting-Modell geprüft. Die Contracting-Förderung soll demnächst weiterentwickelt werden.
  • Nicht-KMU sind zu einem Energieaudit nach DIN 16247-1 oder einem Umwelt- oder Energiemanagementsystem Seit November 2019 sind auch eine Online-Meldung sowie eine Fortbildung für Energieauditoren und weitere Maßnahmen zur Verbesserung der Energieauditsqualität Pflicht.
  • Der Sanierungskonfigurator erleichtert jetzt nach Eingabe der Gebäudedaten den Zugang zu ausführlichen Informationen wie Sanierungsmaßnahmen, deren Kosten- und Einsparpotenziale sowie staatlichen Förderprogrammen.
  • Mit dem Projekt „Serielle Sanierung von Mehrfamilienhäusern“ soll der Fokus jetzt auf den Bestand von Wohnungsunternehmen rücken, um Wohnungsunternehmen mit Bauunternehmen zu verbinden und weitere Gebäudetypen einzubeziehen.
  • Das Online-Tool „Förderwegweiser Energieeffizienz“ soll jetzt durch ein kompromittiertes Frage-Antwort-Schema Fördernehmer leichter zu den Förderangeboten führen.
  • Auf Finanzierer zugeschnittene Lösungsansätze befinden sich in den Standardisierungs- und Bündelungsansätzen für Energieeffizienzmaßnahmen, die von KEA, EEP und DENEFF erarbeitet wurden.

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