Neue IWU-Studie beleuchtet, ob der Gebäudesektor bis 2050 klimaneutral sein kann oder nicht

Das Institut Wohnen und Umwelt (IWU) hat in einer Studie den Gebäudesektor analysiert und eine Bewertung vorgenommen ob und wie die Klimaziele der Bundesregierung bis 2050 erreicht werden kann. Die Studie kommt dabei zu dem Ergebnis, dass ein klimaneutraler Gebäudesektor noch möglich ist, nennt dafür aber strikte Anforderungen an die Energieeffizienz, erneuerbare Energien und technische Anlagen in den Gebäuden.

Logo Institut für Wohnen und Umwelt_logoEine jüngst erschienene Studie zeigt, das neben der Wärmedämmung auch regenerative Energien unverzichtbar sind, wenn der Gebäudesektor bis 2050 klimaneutral sein soll. Das vom Institut Wohnen und Umwelt (IWU) koordinierte Forschungsvorhaben unter dem Namen „Energieeffizienz und zukünftige Energieversorgung im Wohngebäudesektor: Analyse des zeitlichen Ausgleichs von Energieangebot und -nachfrage (EE-GebaeudeZukunft)“ wurde vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert. Am Projekt waren auch das Büro für Energiewirtschaft und technische Planung (Aachen) sowie die Hochschule Darmstadt beteiligt.

Gefordert sind Besitzer von Einfamilienhäusern

Neubau mit Solaranlage
Neubau mit Solaranlage, Wärmpepumpe und einem cleveren Energiemanagement zur optimalen Abstimmung aller energietechnischen Gebäudeteile (Symbolbild).

Die Autoren der Studie untersuchten in zwei Teilen zukunftsfähige Neubauten sowie die Struktur der Energieversorgung und geben dabei einen strategischen Ausblick. Hinsichtlich der Treibhausgasemissionen orientieren sie sich am Mittelwert des Klimaschutzziels: Bis zum Jahr 2050 sollen die Emissionen um 87,5 Prozent gesenkt werden, im Vergleich zu 1990, heißt es in einer Zusammenfassung der Studie auf enbausa.de.

Die Autoren kommen im ersten Teil der Studie zum Schluss, dass es bei einem weitgehenden Umbau der Wärmeversorgung sowie ehrgeizigen Maßnahmen im Hinblick auf den Wärmeschutz immer noch möglich ist die Klimaziele zu erreichen. Dazu ist allerdings ein Zusammenspiel von technischen Anlagen wie Wärmepumpen, regenerativen Energien und Wärmeschutz notwendig. Da diese Maßnahmen für den Eigentümer aber ganz schön teuer werden können, muss der Staat hinsichtlich der Fördergelder bei Sanierungsmaßnahmen Rahmenbedingungen setzen.

Effizienter Einsatz von Windenergie durch Wärmepumpen

Je mehr der Wärmebedarf abgesenkt wird, umso weniger Energie wird fürs Heizen benötigt und umso realistischer kann der Energiebedarf mit Wind- und Solarenergie gedeckt werden. Davon ausgehend sehen die Autoren der Studie eine Schlüsselrolle in den elektrischen Wärmepumpen, denn sie schaffen die Grundvoraussetzung dafür, dass zur Wärmeversorgung auch die Windenergie effizient eingesetzt werden kann.

Die Solarenergie kann dabei auch über das Stromnetz weitergegeben werden, während Brennstoffe in Verbindung mit Kraft-Wärme-Kopplung und Kraftwerken effizienter genutzt werden können. Da aber Solar- und Windkraftanlagen an räumliche Grenzen stoßen, ist es wichtig für Solarenergie, die dafür geeigneten Dachflächen zu nutzen sowie Wärme- und Stromspeicher einzusetzen. Durch Langzeitwärmespeicher und die Wärmeerzeugung aus Tiefengeothermie wären die Ziele noch leichter zu erreichen.

Konzepte für zukunftsfähigen Neubau

Im zweiten Teil der Studie gingen die Autoren der Frage nach, welche Anlagetechnik, welcher Wärmeschutz und welcher Gebäudestandard im Neubau nötig sind, um einen klimaneutralen Wohngebäudebestand zu erreichen. Laut Autoren liegt das Rezept für einen zukunftsfähigen Neubau in der Kombination von bester Systemtechnik und einem guten Wärmeschutzstandard. Das heißt auf regenerative Energien umsteigen und den Wärmeschutz möglichst gut umsetzen. Der Wärmeschutzstandard sollte sich dabei auf dem Niveau des Passivhauses bewegen.

Eine wichtige Komponente ist hierbei auch der Wärmespeicher, der im Vergleich zum Stromspeicher noch höhere Speicherkapazität aufweisen und die Wärme auch unabhängig von der Verfügbarkeit zur Verfügung stellen kann. Um die Klimaziele bis 2050 zu erreichen, müssen auch neue Techniken wie Power-to-Gas eingesetzt und die Windenergie verstärkt ausgebaut werden.

Lassen Sie sich jetzt zur technischen Optimierung Ihrer Gebäudeausrüstung und den Möglichkeiten einer energetischen Sanierung in unserem kostenlosen Auftaktgespräch von einem unserer Thüringer Energieberater beraten (jetzt Termin vereinbaren)!

Den Link zu dieser Seite teilen

Klicken Sie einfach auf das Formularfeld und kopieren Sie sich den Link heraus.

Klicken Sie einfach auf das Formularfeld und kopieren Sie sich den Link heraus.

Klicken Sie einfach auf das Formularfeld und kopieren Sie sich den Link heraus.

News per E-Mail erhalten – Newsletter

Wir versenden unseren Newsletter maximal 1-2 mal pro Monat. Eine Abmeldung ist jederzeit möglich.

Zur Anmeldung und Anmeldeinformationen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.