Die Heizungsförderung in Deutschland hat Ende 2025 ein neues Hoch erreicht. Besonders Wärmepumpen standen im Fokus der Förderzusagen und dominierten sowohl den Monats- als auch den Jahresvergleich. Die aktuellen Zahlen zeigen deutlich, wie stark politische Rahmenbedingungen und Förderinstrumente das Marktgeschehen beeinflussen.
- Dezember 2025 mit Rekordwert bei Förderzusagen
- Wärmepumpen klar dominierende Heiztechnologie
- Jahresbilanz 2025 deutlich über Vorjahr
- Biomasse stabil, Solarthermie rückläufig
- Förderzusagen spiegeln Marktgeschehen nahezu in Echtzeit wider
Die Nachfrage nach staatlicher Heizungsförderung hat zum Jahresende 2025 einen neuen Höhepunkt erreicht. Im Dezember wurden im Rahmen der KfW-Heizungsförderung als Einzelmaßnahme (BEG EM) insgesamt 46.028 Zusagen ohne Zusatzanträge erteilt. Damit lag der Wert leicht über dem bereits sehr hohen Niveau aus dem Dezember 2024. Besonders auffällig: Mit 41.331 Zusagen entfiel der Großteil der Förderentscheidungen auf Projekte mit Wärmepumpen. Das entspricht einem Plus von rund 7,8 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat.
Die Zahlen zeigen eindrucksvoll, dass Wärmepumpen weiterhin als Schlüsseltechnologie der Wärmewende gelten. Neben der guten Förderkulisse dürfte auch die politische Diskussion rund um das Gebäudeenergiegesetz und die künftige Ausgestaltung der Heizungsförderung einen gewissen Vorzieheffekt ausgelöst haben. Erfahrungsgemäß reagieren viele Eigentümer sensibel auf angekündigte Änderungen – was sich gerade zum Jahresende deutlich im Antragsverhalten widerspiegelt.
Auch Biomasse-Heizungen konnten im Dezember 2025 einen Jahreshöchstwert erreichen: 3.734 Projektzusagen bedeuten zwar ein solides Ergebnis, bleiben jedoch deutlich unter dem Peak aus dem Dezember 2024. Solarthermie, Wärmenetz- und Gebäudenetzanschlüsse spielen im Monatsvergleich weiterhin eine eher untergeordnete Rolle.
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Entwicklung der monatlichen Förderzusagen für Heizsysteme im Rahmen der BEG-EM von Dezember 2024 bis Dezember 2025. Wärmepumpen dominieren deutlich das Fördergeschehen.
Jahresbilanz 2025: Deutliche Verschiebung der Wärmeerzeugerstruktur
Betrachtet man das Gesamtjahr 2025, wird der Trend noch klarer. Zwischen dem 1. Januar und dem 31. Dezember wurden insgesamt 330.021 Zusagen ohne Zusatzanträge erteilt – ein massiver Anstieg gegenüber 2024. Davon entfielen 288.223 Zusagen auf Wärmepumpen, was einem Anteil von 85,8 Prozent entspricht. Im Vorjahresvergleich bedeutet das ein Plus von fast 88 Prozent bei den Wärmepumpen-Zusagen.
Biomasse-Heizungen kamen auf 28.751 Zusagen und legten moderat zu, während Solarthermie mit nur 4.611 Zusagen einen deutlichen Rückgang verzeichnete. Wärmenetzanschlüsse spielten mit rund 3,9 Prozent Anteil ebenfalls eine wichtige, wenn auch klar nachgeordnete Rolle.
Wichtig für Antragsteller: Seit dem 1. September 2024 muss der Förderantrag zwingend vor Beginn der Arbeiten gestellt werden. Erst mit der Zusage durch die KfW gelten die Fördermittel als verbindlich reserviert. Danach bleiben 36 Monate Zeit für die Umsetzung – vorausgesetzt, die Vorgaben der BEG-EM-Förderrichtlinie werden eingehalten. Für Unternehmen, Kommunen und Wohnungswirtschaft ist eine strukturierte Planung mit Unterstützung durch eine professionelle Energieberatung daher entscheidend. Gerne beraten wir Sie!
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