Energiesparen im Herbst: 15 wertvolle Energiespartipps für Ihr Zuhause

Es wird früher dunkel, die Nächte werden kühler bei tagsüber teils noch sehr milden Temperaturen. Wie kann ich jetzt Energie sparen? In unserem Beitrag zeigen wir Ihnen 15 wertvolle Energiespartipps für den Herbst und was Sie mit teils sehr einfachen Mitteln bei sich zu Hause tun können, um Ihren Geldbeutel und die Umwelt zu schonen.

Wenn es draußen wieder früher dunkel wird, die ersten Stürme aufziehen bald der erste Nachtfrost ansteht, steigt der Energieverbrauch wieder deutlich in die Höhe. Welche Maßnahmen Sie treffen können, um den Energiebedarf in den eigenen vier Wänden im Herbst zu senken, das erfahren Sie in diesem Beitrag.

Haus im Herbst
Energie sparen im Herbst: 15 Energiespartipps für zu Hause die Ihr Portmonaie schonen werden.

1. LED-Lampen bzw. Energiesparlampen nutzen

Sofern noch nicht geschehen, sollten Sie die Zimmer mit LED-Lampen oder Energiesparlampen erhellen. Diese benötigen wesentlich weniger Energie als eine herkömmliche Glühlampe oder Leuchtstoffröhre und halten zudem deutlich länger. Bei LED-Strahlern haben Sie zudem die Möglichkeit, einzelne Bereiche des Zimmers besonders gut auszuleuchten.

Generell lässt sich sagen, dass die Art der Lampe passend zur Funktion des Raumes ausgewählt werden sollte. Nicht überall wird die gleiche Lichtstärke benötigt. Im Gegensatz zu den Glühbirnen, deren Anwendungsbereich durch die Watt-Zahl nahezu festgelegt war, wird die Leistung der LED in Lumen angegeben. Die Stiftung Warentest hat hier einmal die Faustregel „Watt mal zehn entspricht dem Lumenwert“ herausgegeben. So entsprechen

  • 25 Watt einer Glühbirne in etwa 180 bis 200 Lumen,
  • 60 Watt etwa 590 bis 700 Lumen,
  • 75 Watt in etwa 800 bis 900 Lumen und
  • 100 Watt circa 1.140 bis 1.400 Lumen.

Die Farbtemperatur von LED-Leuchtmitteln wird in Kelvin angegeben.  Mit ihnen lassen sich mittlerweile alle Lichtfarben nutzen. Wer auf die LED-Technik umsteigen möchte, sollte allerdings auf die Angaben zur Farbtemperatur achten. So erscheinen beispielsweise LEDs mit 2.700 bis 3.250 Kelvin warmweiß und eignen sich besonders gut für das Wohn- und das Kinderzimmer. LEDs mit 3.250 bis 5.250 Kelvin sind als naturweiß eingestuft und können beispielsweise in der Küche, im Büro und im Flur installiert werden. Leuchten mit einer Lichtstärke von 5.250 bis 8.000 Kelvin wurden als Tageslichtweiß eingestuft und eignen sich beispielsweise für den Einbau im WC bzw. Bad sowie für das Treppenhaus. Und schon kommen wir zu Punkt 2.

2. Dimmbare LED-Leuchtmittel verwenden

Beim Dimmen wird die Helligkeit bzw. der Lichtstrom einer Lampe reguliert. Dadurch lassen sich unterschiedliche Lichtstimmungen erschaffen. Beim Kauf der LEDs sollte darauf geachtet werden, dass diese dimmbar sind. Informationen dazu finden sich auf der Seite des Herstellers. Auf der Umverpackung der Lampe sollte zugleich ein Dimmsymbol aufgebracht sein. Die meisten Glühlampen lassen sich mühelos durch LED-Lampen ersetzen, da auch diese mit den beiden Standardfassungen E14 und E27 angeboten werden.

3. Räume vor Zugluft schützen

Immer wieder kommt es vor, dass Türen und Fenster nicht richtig abschließen. Für deren Austausch ist es jetzt jedoch fast zu spät und oft auch nicht die nötigen finanziellen Mittel vorhanden. Ob durch ein geschlossenes Fenster oder unter einer Tür Luft eindringt, können Sie beispielsweise mit einer entzündeten Kerze testen. Beginnt die Kerze zu flackern, ist sie Zugluft ausgesetzt. Dann sollten Sie vor die betreffenden Türen und Fenster Zugluftstopper legen. Für die Fenster können Sie anstelle der Zugluftstopper auch Schaumstoffstücke verwenden. Optimaler ist es allerdings, bei Fenstern das Eindringen der Zugluft durch das Anbringen von Profildichtungen oder eines Dichtungsbands zu verhindern.

Schließen Sie des Weiteren die Türen von Räumen, in denen Sie sich aktuell nicht aufhalten. Dadurch verhindern Sie einen Austausch der Luft. Nicht jedes Zimmer wird tagtäglich genutzt. Deshalb sollten Sie darauf achten, diese Räumlichkeiten relativ kühl zu halten oder gar nicht zu heizen. Als Beispiel seien hier Gästetoiletten und Abstellräume erwähnt.

4. Raumtemperatur nicht zu hoch wählen

Gerade im Herbst, wenn es draußen regnet, kommt es manchem im Haus etwas kühl vor. Schnell wird dann die Heizung nach oben reguliert. Sinnvoller wäre es hingegen, die Räume unterschiedlich zu beheizen, denn jedes eingesparte Grad Heiztemperatur verringert die Heizkosten um bis zu 6 Prozent. Während es im Wohnzimmer, in dem man sich ja viele Stunden lang aufhält, ruhig 20 Grad Celsius sein dürfen, sollten sie im Schlafzimmer und eventuell auch in der Küche für eine niedrigere Temperatur sorgen. Auch das Bad müssen Sie nicht den ganzen Tag auf 21 bis 24 Grad heizen, sondern hauptsächlich morgens. Danach können Sie das Thermostat ruhig erst einmal etwas herunter regeln.

5. Heizkörper freiräumen

Stehen direkt vor dem Heizkörper Schränke, Regale oder auch andere Möbel, so sollten diese Möbelstücke umgestellt werden. Ansonsten heizt die Anlage hauptsächlich die Möbelstücke, aber strahlt wesentlich weniger Wärme in die Umgebung ab. Um die Wärmeabstrahlung an die alte Außenwand etwas zu reduzieren, können hinter dem Heizkörper feuerfeste Dämmmatten, die sowohl mit als auch ohne Aluminiumbeschichtung im Baumarkt vor Ort erhältlich sind, angebracht werden. Das lässt sich auch im Herbst noch recht einfach realisieren.  Die Aluminiumbeschichtung sorgt im Übrigen dafür, dass die Wärme zurück in den Raum gelangt.

6. Heizung entlüften

Zu Beginn jeder Heizsaison, also in der Regel im Herbst, sollte die Heizung erst einmal entlüftet werden. Dafür können Sie entweder einen speziellen Heizungsschlüssel, oft aber auch eine Inbusschlüssel bzw. eine Zange verwenden. Bevor Sie mit dem Entlüften beginnen, halten Sie bitte direkt unter die Stelle eine kleine Schüssel, in der das Wasser aufgefangen wird. Sobald keine Luft mehr aus dem Heizkörper herauskommt, können Sie das Ventil wieder schließen und mit dem nächsten Heizkörper in gleicher Weise verfahren. Schauen Sie am Ende an der Heizungsanlage nach, ob Sie neues Wasser hinzugeben müssen.

7. Keine Elektroheizung nutzen

Elektroheizungen benötigen besonders viel Strom. Deshalb sollte ein Heizlüfter nur im Notfall und auch dann nur für kurze Zeit eingesetzt werden. Gleiches gilt für die früher sehr beliebten Radiatoren, die in jedem Zimmer aufgestellt werden können und dort für wohlige Wärme sorgen, dafür aber auch reichlich Energie verbrauchen und im ungenutzten Zustand zum „Staubfänger“ werden.

8. Umwälzpumpe gegen Hocheffizienzpumpe austauschen lassen

Zugegebenermaßen ist die Installation einer neuen energieeffizienzten Hocheffizienzpumpe mit Kosten im hohen drei- bis geringen vierstelligen Bereich verbunden. Da diese Pumpen zu den größten Energieverbrauchern im Haushalt gehören (sie allein verbrauchen ca. 5 bis 10 Prozent der gesamten Strommenge), können die Einsparungen bei einem Vier-Personen-Haushalt bei durchschnittlich 250 Euro jährlich liegen, da neuere Umwälzpumpen bis zu 85 Prozent weniger Strom benötigen. Somit amortisieren sich die Kosten für die Pumpe in ungefähr drei bis vier Jahren.

Bei der neuen Umwälzpumpe sollten Sie auf ein richtig dimensioniertes Modell zurückgreifen, über das Sie beispielsweise Ihr Installateur, aber auch die ESA-Energieberatung – beispielsweise im Rahmen eines hydraulischen Abgleichs – umfassend berät.

Des Weiteren sollten Sie bei der neuen Umwälzpumpe, aber selbstverständlich auch bei älteren Modellen, Zeitregelungen einstellen. Dazu gehören unter anderem die Einstellungen „Tag Ein“, „Nacht Aus“ sowie „Sommer“ und „Winter“. Sind Sie mehrere Tage nicht zu Hause, so sollten Sie für diesen Zeitraum entweder die niedrigste Einstellung wählen, die Heizung aber im Herbst und Winter nicht komplett abschalten, da sonst bei Nachtfrösten Schäden an der Heizungsanlage auftreten können.

9. Neue Heizungsthermostate einbauen

In vielen Haushalten werden noch Thermostate genutzt, die eine einfache Skalierung aufweisen. Seit einiger Zeit gibt es programmierbare Thermostate, mit der sich die Temperatur für jeden einzelnen Heizkörper genau einstellen lässt. Manche Thermostate lassen sich vom Smartphone bzw. per App, aber auch vom PC steuern. Der Einbau der programmierbaren Thermostate, die beispielsweise im Baumarkt vor Ort erhältlich sind, ist sehr leicht: Es müssen nur die alten Thermostate abgeschraubt und die neuen montiert werden. Das System reguliert dann den Heizkörper auf die gewünschte Wohlfühltemperatur.

10. Räume regelmäßig lüften

Genau wie zu allen anderen Jahreszeiten sollten Sie auch im Herbst die Wohnung regelmäßig lüften. Dabei sollten die Fenster allerdings nicht „auf Kipp“, sondern ca. 5 bis 10 Minuten vollständig geöffnet sein und natürlich dann die Heizkörperthermostate heruntergedreht werden. So sorgen Sie für einen guten Luftaustausch. Die neue Luft lässt sich dann durch die Heizung wieder besser erwärmen.

11. Wäsche wenn möglich im Freien oder Wäschekeller trocknen

Auch im Herbst gibt es oft noch schöne Tage, an denen die Wäsche an der frischen Luft trocknen kann.  Und auch im Winter trocknet die Wäsche bei Frost in der Natur. Haben Sie keinen eigenen Garten und können auch keinen Wäscheplatz nutzen, so sollten Sie die Wäsche trotzdem nicht in den eigenen Räumen trocknen, sondern in einem Wäschekeller aufhängen. Das Trocknen in der Wohnung kann schnell zu einer Schimmelbildung führen. Besitzen Sie einen Wäschetrockner, so sollten Sie diesen – natürlich entsprechend der Herstellerangaben – immer voll befüllen und nie mit halber Ladung laufen lassen. Überlegen Sie sich gerade die Anschaffung eines Trockners, so sollten Sie bei der Auswahl darauf achten, dass dieser zumindest in der Energieeffizienzklasse B eingestuft wurde.

12. Rollläden herunterlassen

Da es im Herbst wieder zeitiger dunkel wird, sollten Sie auch die Rollläden früher herunterlassen. Rollläden haben nicht nur den Vorteil, dass sie vor neugierigen Blicken der Passanten und Nachbarn schützen, sie sorgen auch für eine bessere Wärmedämmung der Fenster. Sind Sie tagsüber unterwegs oder längere Zeit verreist, so sollten Sie zumindest in den Bereichen, die nicht von der Straße aus einsehbar sind, die Rollläden ebenfalls herunterlassen.

Bei Fenstern, die zur Straße hin zeigen, sollten Sie bei Ihrer Abwesenheit die Rollläden hingegen oben lassen, da heruntergelassene Rollläden von Einbrechern als Zeichen gedeutet werden können, dass niemand zuhause ist. Letzteres gilt natürlich nicht, wenn Sie elektrische Rollläden nutzen. Hier sollten Sie Zeiten einstellen, zu denen die Rollläden hochgezogen und wieder heruntergelassen werden. Wer keine elektrischen Rollläden besitzt, kann vor der Reise in den Urlaub natürlich auch einen Nachbarn um Hilfe bitten.

13. Gefriergeräte abtauen

Da Gefriertruhen oder -schränke Tag und Nacht laufen, sollten sie regelmäßig abgetaut werden. So verhindern Sie eine größere Vereisung, die wiederum den Strombedarf des Gerätes noch mehr erhöht. Da die Temperatur im Herbst merklich abkühlt und auch schon unter den Gefrierpunkt rutschen kann, ist jetzt eine gute Gelegenheit, die Gefriergeräte abzutauen. Ihr Gefriergut können Sie währenddessen vielleicht in einer mobilen Kühlbox, die mit entsprechenden Kühlakkus ausgestattet ist, sicher einlagern. Sind auch tagsüber die Temperaturen schon nahe dem Gefrierpunkt ist während des Abtauvorganges, der meist nur wenige Stunden dauert, auch eine kurze Lagerung in einer Klappbox oder in einem anderen Behältnis möglich.

Haben Sie jetzt noch nicht die Zeit, das Gefriergerät abtauen zu lassen, so sollten Sie dies spätestens im Winter nachholen.

14. Stand-by Betrieb von elektrischen Geräten verhindern

Während man im Sommer viel draußen unternommen hat, sorgen die kälteren Tage des Herbstes dafür, dass man sich wieder länger zuhause aufhält. Dabei wird aber nicht nur mehr Strom in Form von Licht verbraucht, sondern auch für elektrische Geräte wie beispielsweise Laptops, PCs, Spielekonsolen, Fernsehgeräte und dergleichen mehr. Da diese auch dann Strom verbrauchen, wenn sie nicht in Betrieb sind, ist es sinnvoll, Steckdosenleisten mit Ein- und Ausschalter zu verwenden, um so die dauernde Stromzufuhr zu unterbinden. Solche Steckdosenleisten sind im Übrigen auch für den Betrieb von Waschmaschinen und Trocknern sinnvoll, denn auch diese ziehen wenn sie nicht in Betrieb sind, Strom. Solche Stromfresser lassen sich übrigens leicht durch ein Strommessgerät herausfinden, welches auch den aktuellen Stromverbrauch bei Nichtnutzung ermittelt.

15. Hausfassade bepflanzen

Zum Energiesparen trägt auch eine bepflanzte Hausfassade bei, da die Pflanzen die Dämmung verstärken. Im Oktober und auch in den ersten Novembertagen können Sie diese Pflanzen – sofern es frostfrei ist – noch setzen. So bleibt die Wärme im Winter im Haus, während im Sommer die Wohnräume vor der Hitze geschützt sind. Die Bepflanzung der Hausfassade kann entweder im Herbst oder im Frühjahr in Angriff genommen werden. Für die Bepflanzung bestens geeignet sind die Süd- und die Westseite eines Hauses, da die Pflanzen hier das meiste Licht abbekommen. Die Blätter der Pflanzen dämmen Schallwellen und sind zugleich auch Staubfilter.

Allerdings muss schon bei der Auswahl der Pflanzen darauf geachtet werden, dass diese der Bausubstanz nicht schaden können. Sogenannte Selbstklimmer wie beispielsweise Efeu, Kletterhortensien sowie Wilder Wein besitzen Haftwurzeln, die sich stark mit der Fassade verbinden. Möchte man diese Pflanzen später wieder entfernen, kann das Mauerwerk Schaden nehmen. Die Wurzeln mancher Pflanzen wachsen in Fugen sowie in Risse des Putzes hinein.

Für die Bepflanzung der Hauswände sind Kletterpflanzen, die für ihr Wachstum Gitter, Stäbe oder vorgehängte Seile benötigen, besser geeignet. Zu diesen Pflanzen gehören unter anderem Blauregen, Kletterrosen sowie Echter Wein. Sie sollten bei der Auswahl es Gerüstes darauf achten, dass dieses zur Fassade passt und auch die bereits vorhandene Dämmung Ihres Hauses nicht beschädigt.

Manche Kletterpflanzen müssen regelmäßig zurückgeschnitten werden, um beispielsweise Dächer, Blitzableiter, Fenster, Fallrohre, Markisen und die Öffnungen für im Haus installierte Lüftungsanlagen freizuhalten.

Wir unterstützen Sie beim Energie sparen!

Wir hoffen, dass für Sie einige interessante Tipps dabei waren, damit auch Sie Ihren Stromverbrauch jetzt im Herbst schon deutlich reduzieren können. Gerne bieten wir Ihnen unsere Dienstleistungen als Energieberater und besprechen mit Ihnen gemeinsam in einer kostenlosen Erstberatung Ihrer individuellen Energieeinsparmöglichkeiten. Rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns eine Mail. Wir sind gerne für Sie da!

+49 3691 8892194
anfrage@c-ober.de

Cornelius Ober
KfW- und BAFA-qualifizierter Energieberater, Herr Cornelius Ober.

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