Studie von Wohnungswirtschaft und Mieterbund sehen Förderungen in Milliardenhöhe als erforderlich, zum Erreichen der Klimaziele im Gebäudebereich

Eine aktuelle Studie von Wohnungswirtschaft und Mieterbund ist zu dem Ergebnis gekommen, dass es in Deutschland Förderungen in Milliardenhöhe bedarf, um die Klimaziele im Gebäudebereich bis zum Jahr 2050 in der Bundesrepublik zu erreichen. Wir fassen die Ergebnisse der Studie einmal zusammen.

Logo GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen e.V.Eine neue Studie im Auftrag des Spitzenverbandes der Wohnungswirtschaft GdW, des Deutschen Mieterbundes (DMB) und des Deutschen Verbandes für Wohnungswesen, Städtebau und Raumordnung (DV) mit dem Titel „Wissenschaftliche Plausibilitätsprüfing – bzgl. der errechneten öffentlichen Förderungslücke zur Erreichung der Klimaziele durch energetische Gebäudesanierungen im Mietwohnungsbau“ (Studie hier lesen) (PDF, 3,76 MB; öffnet in neuem Fenster) spricht von einer „riesigen staatlichen Förderlücke im Gebäudebereich“. Der Staat müsste jährlich Zuschüsse zwischen 6,1 Mrd. bis zu 14 Mrd. Euro für die energetische Gebäudesanierung zur Verfügung stellen. Nur so besteht noch eine Chance für Mieter und Vermieter, sich finanziell aus der Klimafalle zu befreien und die Klimaschutzziele zu erreichen.

Wie die Cornelius Ober GmbH kürzlich berichtete, wurde das von der Bundesregierung angekündigte Corona-Konjunkturpaket um Förderprogramme zur CO2-Gebäudesanierung erweitert. Mit 130 Milliarden Euro sollen Unternehmen und die von der Corona-Krise angeschlagene Wirtschaft wieder angekurbelt, aber auch der Klimaschutz weiter gefördert werden.

Mieter und Vermieter müssen richtige Unterstützung erfahren

Laut Berechnungen von Prof. Dr. Sven Bienert vom IRE|BS Instituts für Immobilienwirtschaft an der Universität Regensburg, liegt der derzeitige Fehlbetrag mit der aktuell verfügbaren KfW-Förderung zwischen 5,3 Mrd. und 13,2 Mrd. Euro. Durch diese Lücke werden Mieter und Vermieter finanziell überlastet, wenn sie den CO2-Ausstoß bis 2050 um 95 Prozent gegenüber 1990 senken wollen. Dies führt wiederum dazu, dass die Mieten steigen und höher als die Einsparungen auf Mieterseite ausfallen.

Schematische Darstellung Berechnungssatz für die Förderlücke
Förderlücke kalkulieren: Schematische Darstellung des Berechnungsansatzes (Grafik © Aus der „Stellungnahme Prof. Bienert zum Papier des DMB, DV, GdW“, auf der Website von Deutscher Mieterbund e.V., unter mieterbund.de)

Energetische Gebäudestandards vs. Mietpreissteigerungen: Steigende Mit dem Balancieren zwischen dem Erreichen des Klimaschutzziels und leistbaren Mieten dürften Mieter und Vermieter nicht alleingelassen werden und würden zielgerichtete Förderung und enorme Zuschüsse benötigen. Sie müssten durch energiesparende Modelle und mit der Befreiung des Mieterstroms von der steuerlichen Hürde unterstützt werden, so der Präsident des Spitzenverbandes der Wohnungswirtschaft GdW.

Der Präsident des Deutschen Mieterbundes (DMB) hob die Bedeutung des Prinzips der Warmmietenneutralität hervor. Das Erreichen der Klimaschutzziele dürfe nicht zu hohen Wohnkostenbelastung führen. Eingespeiste Heizkosten und Mietsteigerung müssten im Einklang sein.

Mehr grüne Versorgungslösungen statt hohe Wärmeschutzstandards

Mit Investitionen in lokale Solarenergienutzung, CO2-freie Wärmenetze oder Wärmepumpen, könnten Klimaschutzziele günstiger erreicht werden. Differenzierte und verstärkte Förderungen von Sanierungen an der Gebäudehülle sind laut Studie sinnvoller als pauschale Fördersätze. Das würde zur Steigerung der durchschnittlichen Sanierungsrate und zur Sanierung von nicht so oft modernisierten Gebäudeteilen führen.

Förderprogramme sollen auch die Wirtschaft stimulieren, was besonders während der Corona-Krise wichtig ist. Die Verbände GdW, DV und DMB und der Studienautor haben aber betont, dass die ordnungsrechtlichen Maßnahmen unter den aktuell geltenden Voraussetzungen nicht sinnvoll wären. Über die weitere Entwicklung zur Klimapolitik in Deutschland, energetische Förderungen und zur Energiewende berichten wir auch zukünftig kostenlos und aktuell im Blog der Cornelius Ober GmbH (kostenlosen Newsletter abonnieren).

Fördermittelberatung zur energetischen Sanierung

Seit 2009 berät die Cornelius Ober GmbH kleine und mittelständische Unternehmen, Privatpersonen und Städte/Kommunen zu den Möglichkeiten der geförderten Energieberatung, energetischen Sanierung und erneuerbarer Energien. Erfahren Sie hier mehr zur Fördermittelberatung, rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns eine Nachricht für ein kostenloses Auftakt- und Kennenlerngespräch.

+49 3691 8892194
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Foto von Cornelius Ober
Herr Cornelius Ober ist ein auf Fördermittel spezialisierter KfW- und BAFA-qualifizierter Energieberater.

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