Ostdeutschland ist Vorreiter bei Ökostrom – Tendenz stark wachsend

Bereits seit Jahrzehnten verweisen Energiewende-Kritiker auf Gefahren für die Versorgungssicherheit. Doch der erneute Gegenbeweis kommt aus Ostdeutschland, das im letzten Jahr 56 Prozent Ökostrom bezog und damit zu den Vorreitern Deutschlands beim Ökostrom zählt. In den nächsten zwei Jahren wird mit einem weiteren Zunahme gerechnet.

Ökostrom aus Wind- und Sonnenenergie
Ostdeutschland ist in Sachen Ökostrom Vorreiter (Symbolbild).

Nordosten bleibt mit 56 Prozent Ökostrom der Vorreiter: Bei der Integration Erneuerbarer Energien in die Stromversorgung bleibt der Nordosten Deutschlands weiterhin der Vorreiter, berichtete der Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz in einer Pressemitteilung. Der Netzbetreiber ist für Hamburg und Ostdeutschland zuständig und eigenen Angaben zufolge wesentlich an diesem Spitzenanteil an Erneuerbaren Energien, die einen wichtigen Beitrag zur erfolgreichen Energiewende leisten, beteiligt.

Der Stromnetzmanager gilt damit auch als eine Art Vorbild in der Branche und zeigt Kritikern der Energiewende, dass die Lichter auch bei steigendem Ökostrom-Anteil im Netz nicht ausgehen. Selbst bei 56,5 Prozent Ökostrom im Netz sei die Versorgungssicherheit in keinster Weise gefährdet, heißt es in der Mitteilung des Übertragungsnetzbetreibers weiter. In ganz Deutschland lag der Ökostrom-Verbrauch im vergangenen Jahr immerhin bei 38 Prozent.

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Kosten für Netzeingriffe sinken

Mehr als die Hälfte des verbrauchten Stroms in Ostdeutschland kommt aus Ökostromanlagen – bereits das zweite Jahr in Folge. In weiteren zwei Jahren könnten dort bereits die 65 Prozent erreicht sein, die von der Bundesregierung fürs Jahr 2030 anvisiert wurden. Für den Stromnetzbetreiber 50Hertz gibt es keinen Grund besorgt zu sein, da er selbst mit der schwankenden Einspeisung aus Solar- und Windanlagen bestens zurechtkommt.

Zudem senken die Kosten für Eingriffe in das Stromnetz, durch neue Stromleitungen wie z. B. die Thüringer Strombrücke zwischen Bayern und Thüringen. Die Zahlungen für das sogenannte Engpassmanagement nahmen trotz 1,6 Gigawatt neuer Ökostromleistung im Netz um rund 100 Millionen ab bzw. sanken auf insgesamt 105 Millionen Euro.

Ein Jahr zuvor lagen die Kosten für das Einsenken von Erneuerbaren-Energien-Anlagen sowie das Herauf- und Herunterfahren von fossilen Kraftwerken bei 207 Millionen Euro. Laut einer Marktstudie des Unternehmens Roland Berger soll der europaweite Markt für Energieeffizienz-Dienstleistungen bis 2025 auf 50 Milliarden Euro wachsen. Die weitere Entwicklung der Erneuerbaren Energien in Deutschland erfahren Sie auch zukünftig im kostenlosen Newsletter des Energieeffizienz-Dienstleisters Cornelius Ober GmbH (hier anmelden).

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