Gebäudeenergiegesetz sorgt mit neuer Messnorm beim Blower-Door-Test für mehr Einheitlichkeit und Klarheit

Auch der Blower-Door-Test erfährt mit dem neuen Gebäudeenergiegesetz (GEG) einige Änderungen. So zum Beispiel ändert sich das nach DIN EN ISO 9972:2018 geregelte Messverfahren. Allerdings ist zu beachten, dass die alte Messnorm noch nicht ausgedient hat. Alles was jetzt dazu wichtig ist hier im Beitrag.

Logo News zum Fachverband Luftdichtheit im Bauwesen e.V.Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) bringt viele Änderungen mit sich. So ändert sich auch das Messverfahren bei Blower-Door-Tests, die nach der DIN EN ISO 9972:2018 geregelt sind. Der Fachverband Luftdichtheit im Bauwesen (FLiB) weist jedoch darauf hin, dass die alte Messnorm noch nicht ganz ausgedient hat.

Vereinfachte Vorbereitung der Messobjekte für den Blower-Door-Test

Die neue Messnorm soll die Vorbereitung der Gebäude für das genannte Messverfahren vereinfachen. So müssen künftig Öffnungen für die freie Lüftung vor der Messung nicht abgedichtet werden. Durch die neue Messnorm würden auch aufwändige Abdichtungsmaßnahmen bei Wärme- und Rauchabzügen und bei Fahrschachtbelüftungen von Aufzügen wegfallen.

Im nationalen Anhang NA sorgen drei Checklisten für mehr Klarheit bei der Vorbereitung von Gebäuden. In den Checklisten lässt sich ablesen, wie absichtlich vorhandene Gebäudeöffnungen laut Norm bei der Messung präpariert werden müssen. Mit den Checklisten soll mehr Einheitlichkeit bei den Messungen sowie gründlichere Vergleichbarkeit der Ergebnisse erreicht werden.

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Auch Lüftungswärmeverluste werden berücksichtigt

Analyse von einem Gebäude
Das Bestehen von dem Blower-Door-Test sowie viele andere energetische Maßnahmen gehören zum energieeffizienten Bauen und Sanieren dazu (Symbolbild).

Beim neuen Messverfahren ist im Nutzungszustand auch die Luftdurchlässigkeit von Objekten erfasst. Lüftungswärmeverluste, die an absichtlich vorhandenen Öffnungen entstehen, werden von nun an in den Dichtheitskennwert mit einfließen, anstatt dass sie beim Messverfahren wie üblich durch Abdichtungen ausgeblendet werden. So kann die Primärenergiebedarfsberechnung nach DIN V 18599 die Energieeffizienz des Gebäudes exakter abbilden.

Zwei Messreihen verbindlich vorgeschrieben

Auf die neue Messnorm und weitere Änderungen durch das Gebäudeenergiegesetz muss sich die Branche erst noch einstellen. So sind künftig jeweils zwei Messreihen vorgeschrieben – eine bei Unter- und eine bei Überdruck – und für das Messergebnis müssen beide berücksichtigt werden. Jede Testreihe muss laut GEG die Anforderungen an die Luftdichtheit für sich erfüllen. Messungen, die einen Gebäudedruck von mindestens 50 Pascal nicht erreichen können, entsprechen nicht der Norm.

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Für Neubauten gilt eventuell noch die alte Messnorm

Für jene Neubauten, bei denen Bauantrag bereits vor dem Stichtag eingereicht wurde, gelten weiterhin Schlussmessungen nach DIN EN 13829, auch nach Inkrafttreten des Gebäudeenergiegesetztes. Da bei größeren Bauvorhaben viel Zeit zwischen Bauantrag und Baufertigstellung vergehen kann, rät der Fachverband Luftdichtheit im Bauwesen dazu, sich frühzeitig nach der Rechtslage zu erkunden, die für das jeweilige Objekt gilt. Alle aktuellen Neuheiten aus dem Bereich der Messtechnik und TGA-Fachplanung erhalten Sie auch in Zukunft regelmäßig neu und kostenlos im Cornelius Ober GmbH-Newsletter (jetzt abonnieren).

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