Das smarte Solar-Hochhaus – In Freiburg wird ein Smart Green Tower geplant

Von Tag zu Tag erhöht sich die Zahl der Einwohner auf unserem Planeten – so auch in Deutschland, wo knapp 80 % der Menschen in mittelstark und dicht besiedelten Wohngebieten leben. Im Zuge dessen stellt man sich die Frage über ein Konzept, dass das Leben der Bewohner bequemer, sicherer und vor allem energieeffizienter macht. In Freiburg soll aus diesen Gründen jetzt mit dem „Smart Green Tower“ ein erstes smartes Solar-Hochhaus entstehen.

Smart Green Tower in Freiburg
Smart Green Tower in Freiburg (Visualisierung) (Bild © Frey Architekten).

Jetzt will ein Projektkonsortium in Freiburg Maßstäbe für smarte und nachhaltige Wohngebäude mit einem innovativen Baukonzept setzen. Laut einem Bericht des Online-Magazins energate-messenger.de und der Projektbeschreibung des Architektenbüros Frey, soll das smarte Solar-Hochhaus (Smart Green Tower) im kommenden Jahr auf einem ehemaligen Güterbahnhof fertiggestellt werden. Außerdem soll das Gebäude über ein smartes Energiekonzept verfügen und insgesamt 15.000 m² an Wohn- und Gewerbefläche bereitstellen.

Die gesamte Außenfassade wollen Architekten mit lichtdurchlässigen Solarmodulen ausstatten, die jährlich etwa 250.000 kWh Solarstrom erzeugen sollen, bei einer Leistung von insgesamt 400 kW. Zudem wird die Solarfassade durch eine große Batterie der MW-Klasse ergänzt. Diese dient nicht nur der Optimierung der Eigenversorgung, sondern auch zum Peak-Shaving und zur Netzstabilisierung des gesamten Stadtteils. Der Projektpartner ADS-Tec stellt den Speicher bereit.

Energiemanagementsystem von Siemens

Der Kooperationspartner Siemens will zur Koordination von Verbrauch und Erzeugung ein Energiemanagementsystem installieren. Diese Koordination soll diverse Betriebsstrategien wie etwa Lastverschiebung, Peak-Shaving oder Eigenverbrauchsoptimierung erproben. Darüber hinaus soll die Zentralsteuerung auch Bereiche wie Zugangskontrolle, Brandschutz, Videoüberwachung und Gebäudeautomation und Gebäudesicherheit umfassen. Die verantwortlichen Projektanten heben hervor, dass zur konventionellen Stromversorgung das Solar-Hochhaus die Solaranlage und Batterie über einen Gleichstrom-Zwischenkreis koppelt.

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Auf Stadtteilebene geplantes Folgeprojekt

Das gesamte Projekt geht über die Grundstücksgrenzen hinaus, da in Form eines Smart Green Distrikts auch umliegende Gebäude eingebunden werden sollen. Somit will das Projektteam auf Stadtteilebene die lokale Energieversorgung designieren, die dann in nachfolgenden Projekten umgesetzt werden soll. Hierbei soll der Batteriespeicher Einspeisespitzen auf Stadtteilebene glätten. Die Begleitforschung koordiniert das Fraunhofer-Institut für solare Energiesysteme, während der beteiligte Energieversorger Badenova federführend ist.

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Der Tower soll auch über eine Anlage zur Kultivierung von Nutzpflanzen und eine Aquakultur-Anlage zur Fischzucht verfügen. Zudem soll die Abwärme der Speicherbatterie Gewächshäuser und Wasserbecken beheizen, wobei die Pumpen Solarstrom auf Eigenproduktion betreiben. Darüber hinaus sollen Menschen mit Handicap die Arbeit in der Aquaponik-Anlage übernehmen, da zum Kreise der Projektpartner eine gemeinnützige Stiftung gehört.

Dank moderner Technologie wie dem Smart Green Tower, können die Menschen sicherer und energieeffizienter leben und zugleich auch für die Umwelt was Gutes tun. Bei solchen Großprojekten muss eine Zusammenarbeit auf mehreren verschiedenen Ebenen stattfinden, um zum gewünschten Ziel zu gelangen – energieeffizient zu leben. Abonnieren Sie jetzt unseren kostenlosen Energiewende-Newsletter, um auch weiterhin interessante Berichte aus dem Bereich der Energieeffizienz zu lesen.

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