Die Förderung von Transformationsplänen für Wärmenetze endet früher als erwartet. Das BAFA zieht zum 1. April die Reißleine und verweist auf gesetzliche Pflichten aus dem Wärmeplanungsgesetz. Für Kommunen und Unternehmen bleibt dennoch eine wichtige Chance: Machbarkeitsstudien sind weiterhin förderfähig – jetzt ist schnelles Handeln gefragt.
- BAFA beendet Förderung von Transformationsplänen zum 1. April
- Gesetzliche Pflicht macht Förderung laut Behörde unmöglich
- Machbarkeitsstudien weiterhin förderfähig
- Antragszahlen zuletzt stark gestiegen
- Jetzt letzte Förderchancen sichern
Die Ankündigung der BAFA kam für viele Akteure überraschend: Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) stellt die Förderung von sogenannten Transformationsplänen im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Wärmenetze (BEW) deutlich früher als erwartet ein. Bereits zum 1. April 2026 dieses Jahres soll Schluss sein. Damit entfällt nicht nur die Förderung neuer Transformationspläne, sondern auch die Möglichkeit, bestehende Anträge nachträglich um zusätzliche Planungsleistungen aufzustocken.
Ausgenommen sind lediglich industrielle Prozesswärmenetze. Für viele kommunale und gewerbliche Wärmenetzbetreiber bedeutet diese Entscheidung einen erheblichen Einschnitt – insbesondere vor dem Hintergrund, dass die Nachfrage nach Fördermitteln zuletzt stark gestiegen war.
Förderstopp rückt näher – Warum jetzt handeln?
Die Förderung von Transformationsplänen für Wärmenetze endet zum 1. April 2026. Machbarkeitsstudien im Rahmen der BEW sind weiterhin förderfähig und können jetzt noch ein wichtiger Hebel für Ihre Wärmeplanung sein.
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Gesetzliche Pflicht ersetzt Förderung
Als Begründung verweist das BAFA auf das Wärmeplanungsgesetz. Dieses verpflichtet Wärmenetzbetreiber, bis zum 31. Dezember Netzausbau- und Dekarbonisierungsfahrpläne vorzulegen. Da es sich hierbei um eine gesetzliche Pflicht handelt, sind entsprechende Planungen nach Auffassung der Behörde nicht mehr förderfähig.
Bislang konnten Transformationspläne für bestehende Wärmenetze im Modul 1 der BEW gefördert werden. Ziel dieser Pläne war es, konkrete Schritte für den Umbau hin zu klimafreundlichen, effizienten Wärmenetzen aufzuzeigen – ein zentrales Instrument für Kommunen, Stadtwerke und Energieversorger. Der nun vorgezogene Förderstopp trifft daher viele Akteure unvorbereitet.
Gleichzeitig zeigt ein Blick auf die Zahlen, wie relevant das Förderinstrument zuletzt war: Allein im Dezember des vergangenen Jahres gingen laut BAFA über 400 Anträge für Modul 1 ein – mehr als dreimal so viele wie im Vormonat. Insgesamt wurden im Jahr rund 1.100 Anträge gestellt, ein Plus von fast 17 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Machbarkeitsstudien bleiben förderfähig – Chance nutzen
Eine wichtige Ausnahme gibt es jedoch: Machbarkeitsstudien im Modul 1 der BEW sind vom Förderstopp nicht betroffen. Genau hier liegt aktuell eine entscheidende Chance für Kommunen, Unternehmen und Netzbetreiber.
Machbarkeitsstudien bilden häufig die Grundlage für spätere Investitionsentscheidungen und zeigen auf, wie Wärmenetze technisch, wirtschaftlich und ökologisch optimiert oder neu aufgebaut werden können. Wer jetzt schnell handelt, kann sich diese Förderung noch sichern und wichtige Weichen für die zukünftige Wärmeversorgung stellen.
Gerade in der aktuellen Übergangsphase ist eine fundierte Energieberatung entscheidend. Ein erfahrener Energieberater hilft dabei, die verbleibenden Fördermöglichkeiten korrekt einzuordnen, Anträge zügig vorzubereiten und strategisch zu entscheiden, welche Maßnahmen kurz- und mittelfristig sinnvoll sind. Für viele Akteure bedeutet das: Jetzt aktiv werden, statt abzuwarten – denn mit jedem Monat schrumpft der Spielraum.
Die Cornelius Ober GmbH unterstützt Kommunen, Unternehmen und Netzbetreiber dabei, verbliebene Förderchancen optimal zu nutzen und schnell ins Handeln zu kommen. Vereinbaren Sie jetzt ein kostenfreies Auftaktgespräch – wir prüfen gemeinsam, welche Maßnahmen und Fördermittel für Sie kurzfristig noch realisierbar sind und begleiten Sie professionell von der Planung bis zur Umsetzung.








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