Thüga-Verbund sieht Anteil erneuerbarer Gase von 25 Prozent bis 2030 als realistisch an

Für erneuerbare Gase fordert die Thüga AG aus Thüringen die Einführung einer verpflichtenden Quote, die in allen Sektoren gelten und nicht dem Emissionshandel unterliegen soll. Dadurch wären Lieferanten verpflichtet, die Kunden mit einem Mindestanteil von Wasserstoff, Biomethan oder synthetischem Gas aus erneuerbaren Energien zu beliefern.

Logo Thüga AGDie Thüga AG wurde 1867 als Thüringer Gasgesellschaft gegründet. Mit rund 100 Stadtwerken gilt der Verbund heute als das größte Netzwerk kommunaler Wasser- und Energiedienstleister in Deutschland. Die Unternehmen haben jetzt das gemeinsame Positionspapier „Erneuerbares Gas für die Wärme- und Verkehrswende“ (PDF; 2 MB; öffnet in neuem Fenster) veröffentlicht, in dem sie mit Unterstützung der Politik bis zum Jahr 2030 den Anteil erneuerbarer Gase von 25 Prozent als realistisch betrachten. Auch mehr als 60 kommunale Unternehmen fordern die schnelle Markteinführung erneuerbarer Gase und setzen sich für eine Quote für erneuerbare Gase ein.

Kostengünstige Dekarbonisierung von Verkehr und Gebäude

Thüga fordert mit dem Vorschlag ein Klimaschutzgesetz, das für alle Sektoren außerhalb des EU-Emissionshandels verbindliche CO2-Reduktionsziele vorsieht. Damit soll die Bundesregierung sicherstellen, dass die eigenen Klimaziele für das Jahr 2030 erreicht werden. Dafür müssten die größten Klimaschutzanstrengungen vor allem in den Sektoren Verkehr und Gebäude unternommen werden, doch dazu möchte die Thüga einen kostengünstigen und schnellen Ausweg aufzeigen. So lässt sich mit grünen Gasen die Dekarbonisierung des Verkehrs und des Gebäudebestands beschleunigen.

Zudem ließen sich die volkswirtschaftlichen Kosten der Energiewende durch die physikalische Kopplung von Gas- und Stromnetz in allen Sektoren reduzieren, z. B. über Power-to-Gas-Anlagen. Dazu betonte Vorstandsvorsitzender der Thüga, Michael Riechel, dass sich mit den vorgeschlagenen Maßnahmen insbesondere im Verkehrs- und Gebäudebereich die Treibhausgasemissionen effizient und effektiv senken lassen. Als wesentliche Voraussetzung für wirksamen Klimaschutz gilt somit ein einheitlicher CO2-Preis für die einzelnen Träger und für die unterschiedlichen Sektoren. Damit vermeidet Deutschland das Verfehlen der CO2-Minderungsziele und dadurch auch die drohenden Ausgleichszahlungen.

Erneuerbare Gase bis 2030
Der Anteil erneuerbarer Gase bis 2030 soll mit diesem 5-Punkte-Plan 25 % betragen (Grafik © Arbeitskreis Energiepolitik, Thüga AG).

Power-to-X: Machbarkeit der Technologie nachgewiesen

Die Sektorkopplung ließe sich zusätzlich durch Power-to-X unterstützen, aber zugleich auch das Stromnetz entlasten und die CO2-Emissionen senken. In zahlreichen Projekten sei die Machbarkeit der Technologie schon nachgewiesen. Nun geht es jetzt darum, die entsprechende Technologie auch in die Infrastruktur zu integrieren. Die Initiative der Thüga-Unternehmen wurde auch vom Kommunalwirtschaftsverband VKU begrüßt, denn laut der Hauptgeschäftsführerin Katherina Reiche liefern die Vorschläge einen wichtigen Impuls für die aktuelle Debatte um Grünes Gas und Sektorkopplung.

Lesen Sie auch: Strompreisgeführte, flexible Kraftwärmekopplungsanlagen können bei Energiewende helfen

Der Dialogprozess des Bundeswirtschaftsministeriums „Gas 2030“ sei ein guter Rahmen für die weitere Diskussion. Abonnieren Sie unseren kostenlosen Newsletter und bleiben Sie auch zukünftig zu den Themen Energiewende und erneuerbare Energien auf dem Laufenden.

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