Deutsche Forscher zeigen mit Projekt „Dynamis“ neue Bewertungsmethodik zur optimalen CO2-Einsparung

Ein Forscherteam, bestehend aus Wissenschaftlern der Technischen Universität München (TUM) und der Forschungsstelle für Energiewirtschaft (FfE) haben im Rahmen des Projekts „Dynamis“ ein neue Bewertungsmethodik entwickelt, die den besten Weg zur CO2-Einsparung aufzeigt. Sie soll zeigen wie mit erneuerbaren Energien, Energiemanagement und Energieeffizienz die Energiewende gelingen und die Klimaziele bis 2050 erreicht werden kann.

Logo Projekt DynamisDie Begrenzung des Klimawandels ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Sowohl in Privathaushalten als auch in der Industrie ist der Energieverbrauch sehr hoch. Die Geräte werden zwar immer effizienter, doch dem steht eine steigende Anzahl an Nutzern gegenüber. Wie sich eine kostenoptimale Energiewende erreichen lässt, hatten anfangs November Wissenschaftler des Forschungszentrums Jülich berechnet.

Dynamische Entwicklungen und Wechselwirkungen berücksichtigen

Auch wenn die Maßnahmen zur Verringerung des CO2-Ausstoßes grob bekannt sind, gibt es immer noch unklare Faktoren. Die Energiewende kann daher nur funktionieren, wenn gleichzeitig an verschiedenen Stellschrauben gedreht wird. Dazu hat ein Forscherteam, bestehend aus Wissenschaftlern der Technischen Universität München (TUM) und der Forschungsstelle für Energiewirtschaft (FfE), im Projekt „Dynamis“ die Kosten und Wechselwirkungen genauer unter die Lupe genommen. Das daraus entstandene Szenario „fuEL“ soll branchenübergreifend aufzeigen, wie im Idealfall eine Umwandlung der Energieversorgung gelingen könnte. Das Projekt wurde durch 14 Unternehmenspartner sowie das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) gefördert.

Bewertungsmethodik für CO2 Einsparung
Motivation, Zielsetzung, Methodik: Die von deutschen Wissenschaftlern entwickelte Bewertungsmethodik soll den besten Weg zu CO2-Einsparung zeigen (Bild © FFE; Forschungsstelle für Energiewirtschaft e.V.).

Im Rahmen des Projektes Dynamis haben die Forscher eine Modelllandschaft sowie eine mehrstufige Bewertungsmethodik erarbeitet. Dabei wurde über den klassischen Ansatz hinausgegangen, der statisch ist und in erster Linie die erwartete CO₂-Einsparung berücksichtigt. Es stellt sich also die Frage, ob und wie stark die Umsetzung einer Maßnahme das Potenzial einer anderen beeinflusst. Dieser Einfluss kann sowohl negativ als auch positiv ausfallen. Während beispielsweise moderne Anwendungen im Smart-Home-Bereich eine höhere Energieeffizienz versprechen und etwa die Heizkosten senken können, sorgen sie gleichzeitig für eine zunehmende Elektrifizierung.

Energiewende von beiden Seiten anpacken

Während beim Thema Energiew ende in den letzten Jahren vor allem die Energieproduktion im Vordergrund stand – also der Ausbau der erneuerbaren Energien wie Wind- und Solarkraft, sollte jedoch klar sein, dass sich allein auf diese Weise die hochgesteckten Ziele nicht erreichen lassen. Zusätzlich müsste auch der Energieverbrauch erheblich reduziert werden, jedoch nicht nur in den Endenergiesektoren Industrie und Verkehr, sondern auch in den Bereichen Dienstleistungen, private Haushalten, Handel und Gewerbe.

Was die jeweiligen Handlungsschwerpunkte betrifft, stehen hier grundsätzlich verschiedene Maßnahmen zur Verfügung – unter anderem der Einsatz von Green Fuels, mehr Energieeffizienz, CO₂-Abscheidung und Elektrifizierung.

Für eine schnelle Umsetzung der Maßnahmen fehlen noch die Anreize

Die Forscher prognostizieren, dass die heutige Leistung der erneuerbaren Energie bis zum Jahr 2050 mindestens vervierfacht werden müsste. Das verdeutlicht umso mehr, wie intensiv und schnell ein Umdenken sowie die Umsetzung von Maßnahmen erfolgen müssten. Dazu müssen die Behörden möglichst umgehend Instrumente zur Förderung, Beratung und Finanzierung zur Verfügung stellen.

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