Studie besagt „Grünes Gas“ ist der Energieträger der Zukunft

Die Energiewende mit Gas könnte viel günstiger als mit Strom alleine gelingen – dafür spricht zumindest eine aktuelle Studie von Navigant. Die Energiewende soll deshalb nun mit „Grünem Gas“ vorangetrieben werden. Was dahinter steckt kann hier nachgelesen werden.

Grünes Gas
Ist grünes Gas der Energieträger einer umweltbewussten und nachhaltigen Zukunft (Symbolbild)?

Die Gasinfrastruktur ist die tragende Säule der Energiewende, denn mit den großvolumigen Gasspeichern und einem flächendeckenden Gasnetz, bleibt sie ein Garant der Versorgungssicherheit. Zudem wird die Gasinfrastruktur durch den Einsatz von erneuerbarem Gas in Zukunft auch immer grüner. Im Auftrag des FGW haben die Klima- und Energieexperten eine Studie mit dem Titel „Die Rolle der Gasinfrastruktur
im zukünftigen Energiesystem“ (PDF; 1,73 MB; öffnet in neuem Fenster) erstellt, um die Rolle der Gasinfrastruktur im zukünftigen Energiesystem zu verdeutlichen. Das Ergebnis der Studie ergab: Gas hilft beim Sparen. Dazu wurden zwei Szenarien im Vergleich untersucht.

Strom- und Gasszenario im Vergleich

Carsten Petersdorff, Direktor bei Navigant und sein Team haben in der vorliegenden Studie, ohne Beachtung der vorhandenen Gasinfrastruktur für Endanwendungen, einen 100-prozentigen Dekarbonisierungspfad bis 2050 berechnet. Es waren zwei Szenarien im Vergleich: Ein Stromszenario und ein Gasszenario. Dabei wurde ein „reines“ Stromszenario gar nicht näher betrachtet, da eine Elektrifizierung unter totalem Verzicht auf die Nutzung der Gasinfrastruktur als praktisch unfinanzierbar und technisch unrealistisch eingeschätzt wurde.

Es wurde jedoch ein Stromszenario untersucht, bei dem Gas nur zur Stromerzeugung bei Strom-Spitzenlasten zum Einsatz kommt, während die Endkunden ansonsten ausschließlich Strom nutzen. Ein solches Szenario führt zu extremen Nachfragespitzen und stellt deutlich höhere Anforderungen an das Energiesystem. Zur Deckung der Residualnachfrage muss deshalb eine höhere konventionelle Erzeugungskapazität zur Anwendung kommen, um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten.

» Lesen Sie auch: Solarwärme in Fernwärmenetzen wird immer häufiger

Anderseits wurde von den Energieexperten auch ein Gasszenario berechnet, in welchem die bereits vorhandene Gasinfrastruktur genutzt und mit Strom kombiniert wird. Die Versorgung der Nachfrage-Sektoren ist ohne erneuerbarem Gas insbesondere in Perioden mit geringer erneuerbarer Erzeugung und in den Wintermonaten nicht wirtschaftlich. Batterie- und Pumpspeicher sind nur bei einer kurz- bis mittelfristigen Speicherung wirtschaftlich sinnvoll, weshalb für die saisonale Speicherung das Gas eine zentrale Rolle spielt.

Leistbare Energiewende mit Gas – Ergebnis der Studie

Im Vergleich zum Stromszenario spart das Gasszenario jährlich bis zu 3 Milliarden Euro.

Laut Navigant-Studie verursacht das Stromszenario bis 2050 Mehrkosten in Höhe von rund 56 Milliarden Euro. Kostentreiber für das Stromszenario seien vor allem die benötigte konventionelle Erzeugungs- und Reservekapazität, die Elektrifizierung im Industriesektor sowie die Technologiekosten im Gebäudebereich. Beim Gasszenario ist lediglich mit etwas höheren Kosten für das Gasverteilnetz und Power-to-Gas zu rechnen.

Um dieses Einsparungspotenzial durch die Nutzung von erneuerbarem Gas und der Gasinfrastruktur heben zu können, brauche es entsprechende bundesgesetzliche Rahmenbedingungen sowie entsprechende Anreize der Politik. Um die ganze Situation zu verfolgen und weitere News in den Bereichen Wärmewende und Energiewende zu erhalten, abonnieren Sie unseren kostenlosen Newsletter.

Den Link zu dieser Seite teilen

Klicken Sie einfach auf das Formularfeld und kopieren Sie sich den Link heraus.

Klicken Sie einfach auf das Formularfeld und kopieren Sie sich den Link heraus.

Klicken Sie einfach auf das Formularfeld und kopieren Sie sich den Link heraus.

News per E-Mail erhalten – Newsletter

Wir versenden unseren Newsletter maximal 1-2 mal pro Monat. Eine Abmeldung ist jederzeit möglich.

Zur Anmeldung und Anmeldeinformationen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.