Umweltbewusstseinsstudie 2018 – Bevölkerung erwartet mehr Engagement von Politikern beim Klima- und Umweltschutz

Das Umweltbundesamt und das Bundesumweltministerium haben die Umweltbewusstseinsstudie 2018 veröffentlicht. Die Studie fand zu dem Ergebnis, dass immer mehr Menschen in Deutschland Wert auf Klima- und Umweltschutz legen. Das wiederspiegelt sich auch beim wachsenden Interesse am energetischen Bauen und dem Sanieren durch Energieeffizienzoptimierung von Bestandsimmobilien.

Logo Umweltbundesamt und Bundesminsterium für Umwelt, Naturschutz und nukleare SicherheitSeit 1996 lassen das Umweltbundesamt und das Bundesminsterium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) alle zwei Jahre Bürgerinnen und Bürger zu aktuellen Themen der Umweltpolitik und ihrem eigenen umweltrelevanten Verhalten befragen. In der neuesten repräsentativen Umfrage, in der zweiten Jahreshälfte 2018 wurden, rund 4000 Personen befragt. Die Umweltbewusstseinsstudie 2018 zeigt, dass das Problembewusstsein für Fragen des Klima- und Umweltschutzes in der deutschen Bevölkerung weiter zugenommen hat.

Die Ergebnisse der Umweltbewusstseinsstudie 2018 wurden von der Präsidentin des Umweltbundesamtes (UBA) Maria Krautzberger und der Bundesumweltministerin Svenja Schulze vorgestellt. Die Mehrheit der Bevölkerung ist der Ansicht, dass relevante Akteure wie Kommunen, Bund und die Industrie noch nicht genug für den Klima- und Umweltschutz tun. Der Umweltschutz wird als Aufgabe aller Politikbereiche angesehen.

Dringlichkeit des Umwelt- und Klimaschutzes eingesehen

Welt in Kinderhänden
Die Deutschen fordern von der Politik mehr Anstrengungen in die Energiewende (Symbolbild)

Die Studie zeigt, dass die Bürgerinnen und Bürger die Dringlichkeit des Umwelt- und Klimaschutzes eingesehen haben. Die meisten der Befragten sind mit den Zielen der Energiewende weitgehend einverstanden, finden aber, dass die Energiewende zügiger gestaltet werden muss. Der Staat muss beim Klimaschutz für bessere Rahmenbedingungen sorgen, doch beim Handeln sieht die Mehrheit der Befragten Defizite. Für eine schnellere Energiewende gilt es beim Ausbau von Sonnen- und Windenergie endlich die Bremse zu lockern.

Rund zwei Drittel der deutschen Bevölkerung schätzen den Klima- und Umweltschutz als eine wichtige Herausforderung ein und wünschen sich, dass Umweltbelange vor allem in der Bereichen Energie, Bau, Verkehr und Landwirtschaft eine übergeordnete Bedeutung einnehmen. Doch der Zustand der Umwelt in Deutschland wird im Vergleich zu früheren Umfragen noch schlechter bewertet, denn nur noch 60 Prozent der Befragten bewerten ihn als gut, während es vor zwei Jahren noch 75 Prozent waren.

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Die Erwartungshaltung der Bevölkerung ist insgesamt gestiegen, da das Handeln der relevanten Akteure für Klima- und Umweltschutz wie z. B. Umweltverbände, Industrie oder Bundesregierung schlechter bewertet wurde im Gegensatz zu früheren Befragungen. Sogar ihr eigenes Engagement beurteilen die Bürgerinnen und Bürger kritisch, denn nur 19 Prozent der Befragten finden, dass die Bürger*innen genug für den Klimaschutz tun. Mit 34 Prozent waren es vor zwei Jahren deutlich mehr.

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