- Neuer BiB-Leitfaden schafft steuerliche Planungssicherheit bei Sanierung und Umbau
- Steuerrecht entscheidet oft über Wirtschaftlichkeit von Bestandsprojekten
- Praxisnahe Hilfestellung für Eigentümer, Kommunen und Planer
- Klare Abgrenzung von Erhaltungsaufwand, Herstellungskosten und AfA
- Frühzeitige Steuerbetrachtung reduziert Risiken und Folgekosten
Mit einem neuen Leitfaden zur steuerlichen Behandlung von Bestandsgebäuden setzt der Verband für Bauen im Bestand (BiB) ein wichtiges Signal für die Bau- und Immobilienbranche. Ziel der Veröffentlichung ist es, eines der zentralen Hemmnisse der Bauwende anzugehen: die fehlende steuerliche Planungssicherheit bei Sanierung, Umbau und Umnutzung bestehender Gebäude. Gerade für Eigentümer, Projektentwickler, Kommunen und Planer ist das Steuerrecht ein entscheidender Faktor für die Wirtschaftlichkeit von Maßnahmen im Gebäudebestand.
Der Leitfaden richtet sich bewusst an eine breite Zielgruppe – von privaten und gewerblichen Eigentümern über kommunale Entscheidungsträger bis hin zu Planern und Steuerberatern. Er versteht sich als praxisnahes Arbeitsinstrument, das frühzeitig Orientierung bietet und hilft, steuerliche Risiken bereits in der Projektentwicklung zu erkennen.
Eine erfolgreiche Sanierung beginnt nicht erst bei der Technik, sondern bei der richtigen Planung. Wer TGA-Planung, Energieberatung und Fördermittelberatung frühzeitig zusammendenkt, sichert Wirtschaftlichkeit, Förderquoten und langfristige Betriebskosten.
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Steuerrecht als oft unterschätzter Kostenfaktor
Nach Einschätzung von Sarah Dungs, Vorstandsvorsitzende des BiB, wird das Steuerrecht in vielen Projekten noch immer zu spät berücksichtigt. Häufig werde die steuerliche Bewertung erst im Nachgang an Steuerberater ausgelagert, statt sie als integralen Bestandteil der Planung zu begreifen. Dadurch entstehen blinde Flecken, die im späteren Projektverlauf zu unerwarteten Mehrkosten führen können.
Der neue Leitfaden soll genau hier ansetzen: Er schafft Vergleichsbeispiele, Entscheidungshilfen und eine klare Systematik, um steuerliche Fragestellungen frühzeitig transparent zu machen. Für Energieberater und Planer ist dies besonders relevant, da energetische Sanierungsmaßnahmen oft eng mit steuerlichen Fragestellungen wie Abschreibung oder Förderfähigkeit verknüpft sind.
Praxisnahe Unterstützung für Planung und Umsetzung
Entstanden ist der Leitfaden in einem zweistufigen Prozess unter Einbindung von Experten aus Planung, Steuerberatung und Projektentwicklung. Inhaltlich führt er strukturiert von der Bestandsaufnahme über die Analyse von Maßnahmen und Nutzungsänderungen bis hin zur steuerlichen Abwicklung und Kontrolle.
Behandelt werden unter anderem:
- die Abgrenzung zwischen Erhaltungsaufwand und Herstellungskosten,
- die sogenannte 15-%-Grenze,
- die Vermeidung der sogenannten „Neubau-Falle“,
- Fragen zur Abschreibung (AfA) und Umsatzsteuer,
- sowie Sonderregelungen wie Sanierungs- und Denkmal-AfA.
Ergänzt wird der Leitfaden durch Quick-Checks, Vergleichstabellen und Fallbeispiele aus realen Projekten. Diese sollen Investitionsentscheidungen absichern und die Kommunikation mit Finanzverwaltung, Förderstellen und weiteren Beteiligten erleichtern.
Wirtschaftlichkeit frühzeitig absichern
Auch Franziska Bouchard, Fachbeirätin Recht und Steuern beim BiB, betont die hohe praktische Relevanz der steuerlichen Einordnung. Oft entscheide nicht die technische Machbarkeit, sondern die steuerliche Bewertung über die Wirtschaftlichkeit eines Projekts. Der Leitfaden übersetzt komplexe steuerliche Vorgaben in eine verständliche Struktur und unterstützt dabei, Risiken sauber zu dokumentieren und rechtssicher mit Spielräumen umzugehen.
Gerade im Kontext energetischer Sanierungen zeigt sich: Eine frühzeitige Verzahnung von technischer Planung, Energieberatung und steuerlicher Bewertung kann entscheidend dazu beitragen, Projekte wirtschaftlich und rechtssicher umzusetzen.
Fazit
Der neue BiB-Leitfaden leistet einen wichtigen Beitrag zur Professionalisierung von Sanierungs- und Umbauprojekten im Bestand. Er schafft Transparenz, erhöht die Planungssicherheit und stärkt damit die Bauwende im Bestand – ein zentrales Handlungsfeld für Klimaschutz und nachhaltige Stadtentwicklung.
⬇️ Download: Der Leitfaden steht kostenfrei zur Verfügung und ersetzt keine individuelle steuerliche oder rechtliche Beratung.
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