Neubauten werden durch Energieeinsparverordnung und Energieeffizienz nicht teurer

FDP und CDU wollen die Vorgaben zur Energieeffizienz bei Neubauten in Nordrhein-Westfalen lockern. Nach den Angaben der Regierungsparteien wurden die Baukosten durch diese Vorgaben in die Höhe getrieben. In Bezug auf dies zeigt ein Gutachten, dass die gestiegenen Kosten andere Gründe haben und nicht auf die Energieeffizienz zurückzuführen sind.

In den vergangenen Jahren sind die Baukosten erheblich gestiegen und haben sich zwischen 2000 und 2014 um 36 % erhöht, so besagen es die Zahlen der Arbeitsgemeinschaft für zeitgemäßes Bauen. Für die schwarz-gelben Koalitionspolitiker liegt der Grund auf der Hand, da sie die Energieeinsparverordnung (EnEV) als Kostentreiber für den Wohnungsbau ausgemacht haben. Die Koalition behauptet, das die EnEV die Baukosten seit dem Jahr 2000 um 14 % hochgetrieben hat. Dazu findet im nordrhein-westfälischen Landtag in der kommenden Woche eine Anhörung statt.

Nun belegt ein Gutachten des Dresdner Instituts für Technische Gebäudeausrüstung (630 KB; öffnet in neuem Fenster), dass die Energieeffizienzstandards nur einen Bruchteil der Kosten ausmachen. Zufolge dieses Gutachtens sei die EnEV für nur 3 % der Kostenerhöhung verantwortlich. Dem Gebäudeenergierecht lassen sich weitere 6 % zurechnen, weshalb diese Erhöhung niemanden abhalten würde zu bauen. Anderseits sind die Neubauten 30 % sparsamer, da sie durchschnittlich dem Effizienzhaus-Standard 55 entsprechen.

Die stark gestiegenen Baukosten sind mit allgemeinen Preissteigerungen zu erklären, insbesondere treibt die Baukosten der Mangel an geeigneten Flächen in die Höhe.

Investitionskosten für ein Mehrfamilienhaus
Mittlere Investitionskosten für ein Mehrfamilienhaus bei unterschiedlichen energetischen Standards (Bild © EGS Freiburg).

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