Übersicht der neuen Forderungen an ISO 50001-zertifizierte Unternehmen im Jahr 2019

Die überarbeitete Norm ISO 5000 der Energiemanagementsysteme ist in zehn Hauptkapitel gegliedert und sieht vor, dass die vorhandenen Systeme umgestellt werden müssen. Dadurch wird die Integration in bereits bestehende Umweltmanagement- und Qualitätssyteme erleichtert. Wir haben eine Übersicht der Änderungen und hilfreiche Tipps, wie Unternehmen bei der Umstellung vorgehen sollten.

ISO 50001Im August 2018 wurde die neue ISO 50001:2018 veröffentlicht und ist im Herbst letzten Jahres erschienen (wir berichteten). Seit November liegt auch die deutsche Fassung vor: „Energiemanagementsysteme – Anforderungen mit Anleitung zur Anwendung“. Ein zertifiziertes Energiemanagementsystem (EnMS) gilt als Voraussetzung für einen Antrag auf Vergünstigung, wodurch vor allem energieintensive Unternehmen und produzierendes Gewerbe profitieren.

Die überarbeitete Norm ist in zehn Hauptkapitel gegliedert und sieht vor, dass die vorhandenen Systeme umgestellt werden müssen. Von Aufbau her ähnelt sie daher den Managementsystem-Normen für Arbeitsschutz, Umwelt und Qualität (ISO 45001:2018, ISO 14001:2015 und ISO 9001:2015). Dadurch wird die Integration in bereits bestehende Umweltmanagement- und Qualitätssyteme erleichtert.

Die wichtigsten Änderungen

Zusammenfassung der wichtigsten Änderungen:

Die Bewertung von Energiedaten

Die Anforderungen an die Erfassung und Dokumentation von Energiedaten wurden präzisiert. Für jeden „wesentlichen Energieeinsatz“ (significant energy use, SEU) wird daher die aktuelle ebL sowie relevante Variablen bestimmt. Zu ermitteln sind auch die Personen, die durch ihre Tätigkeit den SEU beeinflussen. Dabei können SEUs verschiedene Einrichtungen,  Prozesse, Systeme, Standorte oder Anlagen sein. Auch die Definitionen und Begrifflichkeiten wurden harmonisiert und präzisiert, was die Anwendung erleichtern soll. Das bezieht sich auch auf die anderen Normen der 50000er-Reihe.

Inhalte des EnMS ermitteln und definieren

Es muss der Kontext der Organisation definiert und die Inhalte des EnMS ermittelt werden. Dazu gehören interessierte Parteien wie z. B. Berater, Vermieter, Prüfer, Beschäftigte oder auch ein Energieversorger. Der Beschäftigte muss die Inhalte des EnMS ermitteln und definieren. Relevant ist dabei alles, was das EnMS und die energiebezogene Leistung (ebL) beeinflusst.

Chancen und Risiken systematisch betrachten

Aus der Analyse des Kontextes ergeben sich Chancen und Risiken, die nun systematisch betrachtet werden müssen. Dabei sind vor allem relevante und rechtliche Verpflichtungen wie z. B. energierelevante technische Regeln, Richtlinien, Genehmigungsauflagen usw. zu berücksichtigen. Unternehmen müssen ihre Verbesserungschancen nutzen und die energiebezogene Leistung kontinuierlich verbessern. Um die Energieeffizienz auf der Grundlage zuverlässiger Messungen zu erhöhen, müssen zunächst die erforderlichen Strukturen geschaffen werden. Lassen Sie sich dazu in einem kostenlosen Beratungsgespräch von unserem Experte für Prozesswärme und Energieeffizienz in Unternehmen beraten.

Fokus auf Top-Management

Die oberste Leitung bzw. das Top-Management des Unternehmens muss sicherstellen, dass die Befugnisse und Verantwortlichkeiten innerhalb eines Energiemanagement-Teams zugewiesen werden, weshalb es auch stärker als bisher gefordert wird. Für den reibungslosen Ablauf sollte ein Projektleiter ernannt werden, da ein Energiemanagement-Beauftragter nicht mehr explizit gefordert wird. Stattdessen soll der Projektleiter über die erforderlichen Ressourcen wie Geld, EDV und Hilfskräfte verfügen.

Vorgehen bei der Umstellung

So gehen Sie bei der Umstellung vor:

  • Projektplan erstellen und Verantwortlichkeiten festlegen
  • Eine GAP-Analyse durchführen
  • Neue dokumentierte Information erstellen bzw. vorhandene ergänzen
  • Internes Audit durchführen
  • Zeitplan, Verantwortlichkeiten und andere Maßnahmen umsetzen

» Lesen Sie auch: Energieeffizienz-Förderprogramme der KfW werden 2019 erweitert und verbessert

Organisationen werden mit dem neuen Audit-Fragenkatalog zur ISO 50001:2018 sowohl bei der Umstellung als auch bei der Einführung eines Energiemanagementsystems unterstützt. In insgesamt 202 Auditfragen werden alle Forderungen der ISO 50001:2018 mit Zuordnung zum Normkapitel umgesetzt. Die dreijährige Übergangsphase endet am 20.08.2021, wobei Rezertifizierungs-, Überwachungs- und Erstaudits bereits ab 21.02.2020 nach der neuen Norm erfolgen. Deshalb sollten Unternehmen schon jetzt mit der Umstellung beginnen. Die Cornelius Ober GmbH bietet Ihrem Unternehmen die nötige Unterstützung rund um den neuen Audit-Fragenkatalog und bei der Einführung eines Energiemanagementsystems.

Wir begleiten Sie bei allen Fragen und Maßnahmen zur ISO 50001-Zertifzierung

Ob ISO 50001, ISO 14001 oder ISO 9001 – mit unserer großen Erfahrung in 10 Jahren als Auditor, begleiten auch wir Sie bei der Einführung der ISO 50001-Zertifizierung in Ihrem Unternehmen. Vereinbaren Sie noch heute ein kostenloses Erstberatungsgespräch.

+49 3691 8892194
anfrage@c-ober.de

Foto von Cornelius Ober
Herr Cornelius Ober, Ihr Experte auf dem Gebiet der ISO 50001-Zertifizierung.

Den Link zu dieser Seite teilen

Klicken Sie einfach auf das Formularfeld und kopieren Sie sich den Link heraus.

Klicken Sie einfach auf das Formularfeld und kopieren Sie sich den Link heraus.

Klicken Sie einfach auf das Formularfeld und kopieren Sie sich den Link heraus.

News per E-Mail erhalten – Newsletter

Wir versenden unseren Newsletter maximal 1-2 mal pro Monat. Eine Abmeldung ist jederzeit möglich.

Zur Anmeldung und Anmeldeinformationen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.