Neue Studie zeigt Fachkräftebedarf für die Energiewende in Gebäudetechnik und der SHK-Branche

Eine neue Studie zeigt die Auswirkungen der Energiewende auf die Gebäudetechnik und damit einhergehend den Fachkräftebedarf für Branchen wie die Sanitär- und Heizungs-Branche (SHK). Wie stellen dir Ergebnisse der Studie einmal genauer vor.

Modernes Heizsystem in einem Privathaus
Moderne Heizsysteme in Privatgebäuden benötigen mehr Fachwissen als noch Heizungsanlagen vor mehren Jahrzehnten (Symbolbild).

Rund zwei Drittel des deutschen Energiebedarfs werden durch den Import von Energieträgern abgedeckt. Diese Importabhängigkeit soll laut Zielen der Energiewende langfristig reduziert werden. Erneuerbare Energien sollen zusammen mit der Steigerung der Energieeffizienz die Abhängigkeit von internationalen Energierohstoffmärkten reduzieren. Doch die energiepolitischen Ziele der Bundesregierung sind hoch gesteckt. Es bedarf zwingend auch Entwicklungen bei der Gebäudetechnik.

Eine neue Studie von Prognos untersucht, wie sich das auf die Anforderungen der Arbeitswelt innerhalb der Gebäudetechnik auswirkt. Die Studie wurde vom Spitzenverband der Gebäudetechnik VdZ (ursprünglich Vereinigung der deutschen Zentralheizungswirtschaft) in Auftrag gegeben. Der Verband zählt über 50.000 Unternehmen, setzt sich für eine energieeffiziente und nachhaltige Gebäudetechnik ein und leistet somit einen wichtigen Beitrag zur Erreichung der Energie- und Klimaziele.

Die Studie wurde auf dem Branchenforum „Wer macht die Wärmewende?“ am 24. April 2018 in Berlin vorgestellt. Darin wurde auch das in der Branche Sanitär Heizung Klima (SHK) ohnehin knapp werdende Fachkräfteangebot analysiert. Schon heute sind in der SHK-Branche nur etwa 500.000 Beschäftigte tätig – davon arbeiten ca. 350.000 im Handwerk, ca. 50.000 im Großhandel und rund 100.000 in der Industrie, heißt es in einer Pressemitteilung vom Forum für Energieeffizienz in der Gebäudetechnik e.V.

„Unsere Analyse zeigt, dass sich die Fachkräftelücke bis 2035 verschärft: Der SHK-Branche fehlen dann rund 30.000 Arbeitskräfte. Hinzu kommt hier die Energiewende als potentieller weiterer Treiber für den Fachkräftemangel.“, erklärt Friedrich Seefeldt von Prognos laut der Pressemitteilung.

Bis zum Jahr 2050 wird ein klimaneutraler Gebäudebestand angestrebt. Dementsprechend sollen die Treibhausgasemissionen um mindestens 80% gesenkt werden, im Vergleich zu 1990. Eine Studie im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums aus dem Jahr 2006 ermittelte, das zur Erreichung dieses Ziels zukünftig jedes Jahr bis zu 13 Milliarden Euro investiert werden müssen. Die neue Studie zeigt nun, dass zur Umsetzung dieser Ziele bis zu 130.000 zusätzliche Arbeitskräfte benötigt werden.

„Mehrinvestitionen von etwa 13 Mrd. Euro garantieren langfristige Planungssicherheit. Man kann heute nur jedem jungen Menschen raten, eine Herausforderung in der SHK-Branche anzunehmen.“, sagt VdZ-Geschäftsführer Dr. Michael Herma.

Die SHK-Branche konkurriert mit anderen Wachstumsbranchen um die Fachkräfte der Zukunft, doch durch das enorme Investitionspotential durch die Energiewende könnte sich diese Branche als attraktiver Arbeitgeber abheben. Über die weitere Entwicklung in diesem Bereich berichten wir in unserem kostenlosen Newsletter zur Energiewende (hier anmelden).

Den Link zu dieser Seite teilen

Klicken Sie einfach auf das Formularfeld und kopieren Sie sich den Link heraus.

Klicken Sie einfach auf das Formularfeld und kopieren Sie sich den Link heraus.

Klicken Sie einfach auf das Formularfeld und kopieren Sie sich den Link heraus.

News per E-Mail erhalten – Newsletter

Wir versenden unseren Newsletter maximal 1-2 mal pro Monat. Eine Abmeldung ist jederzeit möglich.

Zur Anmeldung und Anmeldeinformationen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.