Projekt EVERSOL zeigt Regenerative Energiekonzepte für die Energiewende in der Wohnungsbranche

Mit der neu eingeführten CO2-Steuer und dem Gebäudeenergiegesetz (GEG) soll in Deutschland bis 2050 ein nahezu klimaneutraler Hausbestand entstehen. Solarversorgte Häuser mit Pauschalmiete für Strom und Wärme könnten dafür ein guter Ansatz sein, zeigen die Ergebnisse des Projekts EVERSOL, welche wir in folgendem Beitrag zusammengefasst vorstellen.

Logo der TU Bergakademie FreibergDas Forschungsprojekt EVERSOL wird im Förderzeitraum von April 2018 bis Mai 2021 vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie BMWi finanziert. WissenschaftlerInnen der sächsischen TU Bergakademie Freiberg haben im Rahmen des genannten Projektes zwei teilautarke Häuser in Cottbus über einen Zeitraum von 18 Monaten umfassend energetisch analysiert – und die Ergebnisse sind erfolgversprechend, wie es in einer Pressemitteilung der Hochschule heißt.

Das Konzept geht im Wesentlichen auf

Im Pilotprojekt konnten die Sonnenhäuser den größten Teil ihres jährlichen Stromverbrauchs durch Photovoltaik selbst abdecken – insgesamt 74% von 17.320 kWh. In den Sommermonaten wurde sogar ein Überschuss von insgesamt 12.240 kWh erzeugt. Wie sich das auf die Einsparungen im Bereich des Heizwärmeverbrauchs auswirkt, wird sich nach der Heizperiode noch zeigen. Es wird davon ausgegangen, dass der solare Deckungsgrad auch bei der Wärmeversorgung steigen wird.

Die WissenschaftlerInnen erfassten in ausgewählten Räumen auch die Luftqualität, um Rückschlüsse auf das Lüftungsverhalten als wesentlichen Faktor für den Heizwärmeverbrauch zu ziehen. Sie kamen zum Schluss, dass die Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung die CO2-Belastung in den Räumen sehr geringhält – auch ohne Fensterlüftung.

Pauschalmietmodell in der Analyse

Teilautarke Häuser
Teilautarke Mehrfamilienhäuser in Cottbus im Rahmen des Projekts EVERSOL der TU Bergakademie Freiberg (Bild © TU Bergakademie Freiberg)

Durch die hohe Energie-Eigenversorgung in modernen Gebäuden werden neue Mietmodelle ermöglicht. So ist etwa der Stromverbrauch trotz Pauschale mit ca. 2.000 kWh unter dem Landesdurchschnitt geblieben, der bei gleichen Haushaltsgrößen ca. 2.300 kWh beträgt. Der Verbrauch von Warmwasser war jedoch sehr unterschiedlich bei den einzelnen Mietparteien, was sich aber mit der Pauschale gut ausgeglichen hat. Ihre Energiedaten können die Mieter auf der eingangs verlinkten EVERSOL-Webseite individuell einsehen.

Durch die gewonnenen Monitoring-Ergebnisse der Freiberger WissenschaftlerInnen erhalten Entscheider und Planer aus der Wohnungswirtschaft, der Energieversorgung und dem Baugewerbe wichtige technische Informationen im Bereich der Anlagendimensionierung und des Gebäude-Energiemanagements.

Energie- und Wärmekonzept der Sonnenhäuser

Das Wärmekonzept basiert auf einer Solarthermieanlage, die auf dem Dach angebracht ist und auch in den Wintermonaten eine effiziente Nutzung der Sonne ermöglicht, während eine Gasbrennwerttherme an sonnenwärmeren Tagen das Gebäude mit Wärme versorgt. Die Wärme wird in einem Solarspeicher gespeichert, während Wärmeüberschüsse aus dem Speicher in eine angeschlossene Nahwärmeleitung zur Quartiersversorgung genutzt werden können.

Mit einer Photovoltaikanlage auf dem Dach wird die Stromversorgung sichergestellt. Während die produzierte elektrische Energie hauptsächlich direkt im Gebäude verbraucht wird, können Überschüsse in das Quartier abgegeben oder in einem Akku lokal zwischengespeichert werden.

Mit der neu eingeführten CO2-Steuer und dem Gebäudeenergiegesetz (GEG) soll in Deutschland bis 2050 ein nahezu klimaneutraler Hausbestand entstehen. Über die weiteren Entwicklungen in diesen Bereichen berichten wir auch zukünftig im Newsletter der Cornelius Ober GmbH (hier abonnieren).

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Cornelius Ober ist BAFA und KfW-Energieberater und Experte für energetische Gebäudeplanung (TGA) und energetische Fachplanung.

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