Fraunhofer IKTS in Thüringen: Keramische Stromspeicher stehen vor Markteinführung

Das Fraunhofer IKTS in Thüringen hat die erfolgreiche Entwicklung keramischer Natrium-Batterien verkündet, welche die umweltschädlichen Lithium-Batterien ablösen sollen. Die Forscher des Fraunhofer-Instituts aus Thüringen rechnen damit, dass die keramischen Stromspeicher in bereits zwei Jahren auf dem Markt verfügbar sein werden.

Logo Fraunhofer IKTSDas Fraunhofer IKTS in Thüringen hat erfolgreich keramische Natrium-Batterie entwickelt, welche die umweltschädigende Lithium-Batterie ablösen soll. Die Grundrohstoffe von Lithium Batterien sind Lithium und Cobalt, die als äußerst umweltschädigend zu bewerten sind. Währenddessen liegt der Vorteil der keramischen Stromspeicher bei vergleichsweise günstigeren und heimisch vorkommenden Rohstoffen.

Deutschland ist bereits auf einem guten Weg zur Energiewende, denn erneuerbare Energien decken aktuell mehr als die Hälfte des deutschen Stromverbrauchs.

Markteinführung könnte in zwei Jahren erfolgen

Keramischer Stromspeicher "cerenergy" vom Fraunhofer IKTS
Keramischer Stromspeicher „cerenergy“ vom Fraunhofer IKTS aus Thüringen (Bild © Fraunhofer IKTS).

Wissenschaftler des Fraunhofer IKTS im thüringischen Hermsdorf beschäftigen sich schon eine Zeit lang intensiv mit Keramikelektrolyten und sind nun zu einem Ergebnis gekommen. Demnächst sollen sie aus dem Forschungsstadium heraustreten und die heutige Lithiumionen-Technologie ablösen. Am Fachkongress EAST in Erfurt wurde vom stellvertretenden Institutsleiter Michael Stelter angekündigt, dass die auf Natrium, Nickel und Chlor (Natrium und Nickelchlorid: Na und NiCl2) basierenden Batterien bereits in zwei Jahren auf dem Markt verfügbar sein könnten. Die Wissenschaftler haben für ihre Entwicklung dieses Jahr auch schon den Thüringer Forschungspreis bekommen.

Die Forscher des Fraunhofer IKTS haben mit ihrer Entwicklung zwar einen großen Beitrag geleistet, dennoch ist diese Art der Batterien nichts Neues. Sie wurden zwar schon in den 80er Jahren entwickelt, jedoch bereits in den 90er Jahren zugunsten der Lithium-Ionen-Technologie wieder verlassen. Nun wurde die alte Technologie überarbeitet und besteht aus einem keramischen Festkörper-Ionenleiter aus Natrium-Beta-Aluminat. Dieser entsteht durch kaltplastische Extrusion, während das Verfahren bei alten Leitern auf isostatischem Pressen basiert war.

Energiewende durch moderne Technologien

Diese Technologie bietet mehrere Vorteile. Zum einen haben es die Wissenschaftler geschafft, die Kapazität auf 100 Amperestunden zu steigern, was dreimal soviel ist wie bei den üblichen Batterien. Ein weiterer Vorteil sind die niedrigeren Kosten im Vergleich zu Haushaltsspeichern auf Lithium-Ionen-Basis. Der Grund dafür ist, dass alle benötigten Rohstoffe auch in Deutschland ausreichend zur Verfügung stehen.

Außerdem sind die neuen Batterien robuster gebaut und haben eine wesentlich längere Lebensdauer. Sie sind zudem recycelbar, was ein weiterer Vorteil für den Umweltschutz ist. Die Batterien sind außerdem praktisch kaum brennbar und damit sicher für den Gebrauch. Diese Technologie könnte für das Gelingen der Energiewende einen nennenswerten Beitrag leisten. Über weitere Entwicklungen im Bereich der erneuerbaren Energien berichtet die Cornelius Ober Gmbh auch zukünftig hier im Blog und kostenlos im Newsletter (hier abonnieren).

Förderberatung zu Stromspeichersystemen

Mit der KfW-Förderung Erneuerbare Energien – Speicher (275) stehen staatliche Fördermittel zur Anschaffung und Einbau von Stromspeicher für Photovoltaikanlagen zur Verfügung. Gerne beraten wir Sie zu dieser und weiteren möglichen Förderungen persönlich. Nutzen Sie dafür gerne unser kostenloses Auftaktgespräch.

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Herr Cornelius Ober ist KfW- und BAFA-qualifizierter Experte für Fördermittel zu den Themen erneuerbare Energien und Energieeffizienz.

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