Erneuerbare Energien decken dieses Jahr knapp die Hälfte des Bruttostromverbrauchs in Deutschland

In den ersten drei Quartalen des Jahres konnten erneuerbare Energien fast die Hälfte des Bruttostromverbrauchs in Deutschland decken. Mit knapp 48 Prozent ist der Anteil an erneuerbaren Energien im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um fünf Prozentpunkte gestiegen – und soll zukünftig weiter steigen.

Zur Erinnerung: Deutschland schaffte es im ersten Quartal 2020 neuen Ökostrom-Rekord aufzustellen (wir berichteten), als mehr als die Hälfte des deutschen Stromverbrauchs durch erneuerbare Energien gedeckt war.

Stromerzeugung aus Solarenergie um 13 Prozent gestiegen

Laut Berechnungen des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) und des Zentrums für Sonnenenergie und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW), lieferte die Photovoltaik in den ersten drei Quartalen 37 Milliarden Kilowattstunden Strom. Damit ist die Stromerzeugung aus Solarenergie im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 13 Prozent gestiegen.

Windräder gefolgt von Photovoltaik: Laut Angaben der Verbände wurden in den ersten drei Quartalen 2020 alleine aus regenerativen Quellen ca. 192 Milliarden Kilowattstunden (kWh) Strom erzeugt. Zum Vergleich: Letztes Jahr waren es im gleichen Zeitraum knapp 182 Milliarden. Davon lieferten Windräder an Land mit 76 Milliarden kWh den größten Anteil, gefolgt von knapp 46 Milliarden kWh, die aus Photovoltaik gewonnen wurden.

Der Anstieg der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien sei vor allem günstigen Wetterverhältnissen der vergangenen Monate zu verdanken. Während im ersten Quartal deutlich mehr Strom aus Wind als im Vorjahr erzeugt werden konnte, gab es im Q2 und Q3 auch ungewöhnlich viele Sonnenstunden.

Corona-Pandemie sorgt für geringeren Stromverbrauch

Blaue Solarzellen im Sonnenlicht
Photovoltaik gehört neben Windrädern zu den größten Gewinnern erneuerbarer Energien in Deutschland (Symbolbild).

Die prozentuale Zunahme des Ökostroms am Stromverbrauch ist allerdings nicht allein auf eine stärkere Ökostromerzeugung zurückführen, denn laut ZSW ist die Stromerzeugung nur für die Hälfte des Anstiegs der Erneuerbaren-Quote verantwortlich. Da diese Quote als Anteil am Stromverbrauch gemessen wird, führt schon ein geringerer Verbrauch zu einem Anstieg der Erneuerbaren-Quote. Daher ist die andere Hälfte des Anstiegs auf den gesunkenen Stromverbrauch zurückzuführen, der in den ersten drei Quartalen 2020 coronabedingt um knapp fünf Prozent zurückgegangen ist.

Ökostrom-Anteil bis 2030 bei 65 Prozent

Laut Schätzungen von BDEW-Experten soll der Ökostrom-Anteil bis zum Jahr 2030 bei 65 Prozent liegen, doch dafür müsse das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) an einigen Stellen nachgeschärft werden. Während das Bundeswirtschaftsministerium mit kaum erhöhtem Stromverbrauch in den nächsten 10 Jahren rechnet, warnt die BDEW vor einem steigenden Strombedarf in Industrie und Wärmemarkt sowie schätzungsweise 10 Millionen Elektrofahrzeugen. Über die weitere Entwicklung berichten wir kostenlos im Cornelius Ober GmbH-Newsletter (hier anmelden).

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Herr Cornelius Ober ist staatlich qualifizierter KfW- und BAFA-Energieberater und Experte auf dem Gebiet erneuerbare Energien für Unternehmen und Städte/Kommunen.

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