Ghana testet Biotreibstoff aus Kakaopflanze für Elektrizität aus erneuerbaren Quellen

Der für die Schokoladenherstellung verwendete Kakao kommt hauptsächlich aus Afrika. Rester der Kakaoherstellung verwest als Pflanzendünger auf den Plantagen. Ein neues Projekt der britischen University of Nottingham verarbeitet diese Schalen jetzt zu Pellets, die in Biogeneratoren verbrannt werden und so Energie aus erneuerbaren Quellen gewonnen wird. Diese nachhaltige Energieerzeugung aus Kakaoschalen bietet noch einen weiteren, großen Vorteil – und zwar für ganz Afrika.

Treibstoffe aus erneuerbaren Quellen sind eine umweltfreundliche Alternative zu fossilen Brennstoffen. Dabei machen die Biotreibstoffe einen wesentlichen Anteil der erneuerbaren Energiequellen aus. Derzeit wird in Ghana ein System getestet, das die Abfälle der Kakaopflanze, die bei der Ernte anfallen, in Biotreibstoff umwandeln soll, schreibt „climate news network“. Ghana gehört zu den weltweit größten Kakao-Produzenten und das Projekt wird von der Großbritannischen University of Nottingham finanziert.

Der für die Schokoladenherstellung verwendete Kakao kommt hauptsächlich aus Afrika. Allerdings fallen bei der Ernte und Produktion eine Menge Abfälle an: Für jede Tonne geernteter Kakaobohnen entstehen bis zu 10 Tonnen Kakaoschalen. Sie verbleiben normalerweise auf der Plantage, wo sie verwesen und als Pflanzendünger zum Einsatz kommen. Doch nun zeigt sich die Möglichkeit, die Schalen der Bohnen weiterzuverwenden und daraus Biotreibstoff herzustellen. Dazu werden die Schalen zunächst zu Pellets verarbeitet und danach in Biogeneratoren verbrannt. Auf diese Weise kann grüne Energie aus Biotreibstoff hergestellt werden.

Eine Implementierung würde zahlreiche Vorteile bringen

Kakopflanze
Die Kakaopflanze als Quelle für erneuerbare Energien? Ein Projekt der University of Nottingham macht genau das möglich (Symbolbild).

Das System bietet viele Vorteile, denn die innovative grüne Technologie hat auch sekundäre positive Effekte. Sie ermöglicht einen besseren Zugang zu Elektrizität – in einem Land, in dem laut Versprechen der Regierung erst im Jahr 2030 jeder Einwohner Zugang zu elektrischer Energie haben würde. Dabei sind auch positive Effekte auf die Gesundheit und das Klima nennenswert, denn etwa 80 Prozent aller Haushalte nutzen da Holz als primären Brennstoff zum Kochen. Das führt nicht nur zur Luftverschmutzung, sondern auch zur Abholzung großer Gebiete. Nicht zuletzt schafft das Projekt auch Jobs, denn bei umfassender Implementierung würde das Biotreibstoff-System viele Arbeiter für die Verarbeitung der Kakaoschalen benötigen. Dadurch würden auch in den ländlichen Gebieten viele zusätzliche Jobs geschaffen.

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Die ersten Tests sollen bereits im Juli 2019 beginnen und ein Prototyp des Systems soll dann an der Kwame Nkrumah University of Science and Technology getestet werden. Eine nachhaltige Energieerzeugung aus Kakaoschalen könnte langfristig die Lebensqualität der dort lebenden Menschen erhöhen und auch den Klimawandel verlangsamen. Für den Anfang möchte das Team einen kleinen Biogenerator bauen, der die Kakaoschalen-Pellets verbrennen und daraus Elektrizität generieren soll. Wenn der Prototyp Erfolge macht, könnten solche Systeme auch in anderen Ländern zum Einsatz kommen. In unserem kostenlosen Newsletter berichten wir auch zukünftig über alle innovativen Projekt zu erneuerbaren Energien, Energieeffizienz und zur Energiewende. Unseren Newsletter können Sie hier kostenlosen abonnieren.

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