Solarwärme in Fernwärmenetzen wird immer häufiger

In die Fernwärmenetze gelangt immer mehr Solarwärme. Solarthermische Anlagen entwickeln sich in allen Marktsegmenten äußerst positiv. Das zeigen Zahlen vom Forschungsinstitut Solites. Derzeit sind in Deutschland 34 solarthermische Großanlagen in Fernwärmenetze eingebunden, die gemeinsam eine Leistung von 44 Megawatt (MW) erzeugen können. In den nächsten Jahren wird in dieser Branche ein beschleunigtes Wachstum erwartet.

Dieses Jahr sollen weitere Solarheizwerke an den Start gehen, mit zusätzlicher Nennleistung von 19 Megawatt. Die größte deutsche Solarthermieanlage wird in den Stadtwerken Ludwigsburg-Kornwestheim gebaut – mit satten 10 MW Nennleistung. Der bisherige Rekordhalter in Deutschland waren die Stadtwerke Senftenberg, die für ihr Fernwärmenetz allein im vergangenen Jahr 4.720 Megawattstunden mit ihrer 8.300 m2 großen Anlage geerntet haben. Die gesamte Auswertung kann als PDF hier nachgelesen werden.

Anzahl netzgebundener solarthermischer Anlagen in Fernwärmenetzen
Solartis verzeichnet für netzgebundene solarthermische Anlagen in allen Marktsegmenten eine äußerst positive Entwicklung (Bild © Solartis).

Hoch gesetzte Ausbauziele der Bundesregierung

Für die Dekarbonisierung der Fernwärme und die Wärmewende gilt die Solarthermie als ein wesentlicher Baustein. Für die kommenden fünf Jahre wird eine Verdopplung der Anlagenzahl und eine Verdreifachung der Leistung erwartet. So sollen bis 2023 etwa 70 große Solarsysteme eine Nennleistung von 140 MW erzeugen können. Diese Zahl errechnet sich aus konkreten Machbarkeitsstudien und aktuell laufenden Projekten, wobei auch die jeweilige Realisierungswahrscheinlichkeit als Faktor einkalkuliert wurde.

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Die derzeitige positive Marktentwicklung kann dabei nur als ein Anfang betrachtet werden, gemessen an den Ausbauzielen der Bundesregierung, wie sie in der Energieeffizienzstrategie Gebäude offiziell dargelegt sind. Die Bundesregierung möchte den Beitrag der Solarthermie zur Fernwärmeversorgung bis zum Jahr 2050 massiv steigern. Mit einem jährlichen Zubau von 1 Million Quadratmetern soll bis dahin auf einer Kollektorfläche von rund 30 Millionen Quadratmetern eine Leistung von 21 Gigawatt erzeugt werden können.

Technisch machbar und ökonomisch interessant

Beim 3. Forum Solare Wärmenetze wurde davon berichtet, dass dies nicht nur für die Wärmenetzbetreiber ökonomisch interessant, sondern auch technisch machbar ist. Im Rahmen der Veranstaltung führten Exkursionen zu mehreren Solarenergiedörfern und Fernwärmenetzen – darunter den städtischen Fernwärmenetzen Ludwigsburg (10 MW im Bau) und Crailsheim (5 MW Solarthermie) sowie den Solarenergiedörfern Randegg und Radolfzell-Liggeringen. Mit einer Kollektorfläche von jeweils 0,7 MW bis 2,4 MW gingen allein im vergangenen Jahr fünf solcher ländlichen Dorf-Wärmeversorgungen in Betrieb, die Solarkollektorfeldern mit Holzfeuerung kombinieren.

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