Reform der Energieklassen – neue Datenbank und Kennzeichnung bis 2021

Für viele Verbraucher spielt der Energieverbrauch der Haushaltsgeräte eine entscheidende Rolle. Der durchschnittliche Energieverbrauch hat sowohl auf die Stromrechnung als auch auf die Umwelt einen drastischen Effekt. Die Europäische Kommission hat nun die Bestimmungen zur Energieeffizienzkennzeichnung neu definiert, die laut Schätzungen in 2030 eine Energieersparnis von 38 TWh pro Jahr bewirken könnten. Die Energieeffizienzklassen A+, A++ und A+++ sollen dabei komplett verschwinden.

Die neue Kennzeichnung befindet sich bereits seit 4 Jahren in der Entwicklung. Der bereits existierende Standard wird dabei aktualisiert und ergänzt. Für Endkunden wird zusätzlich eine allgemeine Datenbank zur Verfügung gestellt, um die Vergleichbarkeit der Elektrogeräte zu erhöhen.

» Die komplette Übersicht der Energieeffizienzklassen

Energieeffizienzklassen
Energieeffizienzklassen (Symbolbild).

Die Klassen von E bis G wurden durch die gestiegene Energieeffizienz kaum gebraucht und bereits 2017 wurde ein Beschluss gefasst, um die Energieeffizienzklassen nach heutigen Standards neu zu verteilen. Die Klasse A musste um A+, A++ und sogar A+++ erweitert werden. Nun verschwinden jetzt wieder die Klassen A+, A++ und A+++ und es bleibt die ursprüngliche Skala von A bis G erhalten. Allerdings wurden die Grenzwerte der einzelnen Klassen hierfür jetzt neu gesetzt, sodass z. B. frühere A+ – Produkte jetzt nun in die Klasse B oder sogar C gelangen, während die Klasse A nur für die energieeffizienten Produkten reserviert bleibt.

Dies soll dem Missverständnis entgegenwirken, dass auch die mit A+ gekennzeichneten Produkte vom Verbraucher fälschlicherweise als sehr energiesparend eingestuft werden, obwohl sie es aufgrund von neuen A++- sowie A+++-Produkten inzwischen längst nicht mehr sind. Die neuen Kennzeichnungen sollten EU-weit erst ab 2021 im Handel ankommen.

Alle Produkte werden in einer zentralen Datenbank erfasst

Alle seit dem Beschluss neu erscheinenden Elektrogeräte auf dem EU-Markt, die bestimmten Geräteklassen entsprechen – wie etwa Waschmaschinen und Geschirrspüler – werden nun in einer zentralen Datenbank eingepflegt – der sogenannten EPREL-Datenbank (European product database for energy labeling). Neue Geräte, die zwischen August 2017 und Januar 2019 auf den Markt erschienen sind, müssen bis zum 01.07.2019 in die Datenbank eingetragen, während die Eintragung zum Markstart seit 01.01.2019 Pflicht ist. Ab dem zweiten Halbjahr 2019 sollte die Datenbank auch für Endkunden einsehbar sein.

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Die neuen Produkte bzw. deren Kennzeichnungen werden über einen QR-Code verfügen, mit welchem sich das Produkt in der Datenbank leichter auffinden und mit ähnlichen Produkten vergleichen lässt. Auf den neuen Kennzeichnungen sind auch spezifische Daten zur Produktklasse angegeben, so ist etwa bei einer Waschmaschine der durchschnittliche Stromverbrauch pro Jahr angegeben, aber auch die verbrauchte Wassermenge, die entstehende Lautstärke, die benötigte Zeit für einen Waschgang sowie die Maximalmenge an Wäsche, die geladen werden kann. Bisher waren diese Informationen hauptsächlich nur in den Produktdatenblättern zu finden – nun sollen sie aber auch direkt auf der Kennzeichnung sichtbar sein.

Da auch die meisten nicht-EU-Länder in den vergangenen Jahren Energieeffizienz-Kennzeichnungen eingeführt haben, die den EU-Kennzeichnungen stark ähneln oder sogar teilweise entsprechen, hat sich die intensive Arbeit an kundenfreundlicher Energieverbrauchkennzeichnung ausgezahlt. Die europäische Kennzeichnung gilt nämlich weltweit als wegweisend, sodass selbst die Adaption in Drittweltländern sehr hoch ist, in denen die Energieeffizienz oft eine untergeordnete Rolle spielt. Für weitere Informationen und Entwicklungen zu dem Thema abonnieren Sie unseren kostenlosen Newsletter (hier abonnieren).

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