„Windbürgergeld“ soll mit finanziellen Anreizen die Akzeptanz für Windparks in Deutschland steigern

Wegen Bürgerprotesten und Gerichtsprozessen kommt der Ausbau von Windkraftanlagen sehr langsam voran. Viele Bürger sind gegen den Bau von Windparks in der Nähe ihrer Siedlung, doch wegen des Ausstiegs aus Atom- und Kohlestrom könnte dies ein Problem darstellen. Wäre „Windbürgergeld“ eine mögliche Lösung? Das fragen sich Politiker. Und die Bürger diskutieren.

Windräder zwischen Schafen
Windparks haben in Deutschland keinen guten Stand. Bürger wehren sich gegen die Verfremdung ihres Landschaftsbildes. Für die Energiewende ist die Windkraft aber unumgänglich. Das „Windbürgergeld“ soll jetzt finanzielle Anreize für die Bürger schaffen (Symbolbild).

Die Idee, Bürger können von den Windparks direkt profitieren: Der Anteil der erneuerbaren Energien in Deutschland lag im Jahr 2019 bei über 40 Prozent. Erstmals wurde auch eine ganze Gemeinde erfolgreich von erneuerbaren Energien versorgt (wir berichteten). Damit der Anteil regenerativer Energiequellen in Deutschland bis zum Jahr 2030 auf 65 Prozent steigen kann, müssen Wind- und Solaranlagen so schnell wie möglich ausgebaut werden.

Doch ohne die Akzeptanz betroffener Bürger wird es schwierig. Die SPD setzt sich dafür ein, dass Bürger und Gemeinden, in deren Umgebung Windräder installiert werden, dafür auch eine finanzielle Belohnung erhalten. In den Medien macht sich der Begriff „Windbürgergeld“ breit. Diese Maßnahmen sollen dafür sorgen, dass die Einwohner den Ausbau von Windkraftanlagen akzeptieren.

Arbeitsgruppe erarbeitet Konzept für „Windbürgergeld“

Eine Arbeitsgruppe von Bund und Ländern soll bis Ende März das Konzept prüfen und erarbeiten, wie die Beteiligung aussehen soll, berichtet inSüdThüringen.de. Die Arbeitsgruppe soll einen genauen Plan erarbeiten und darüber entscheiden, ob die betroffenen Bürger direkt am Umsatz von Windparks beteiligt werden, dafür Windbürgergeld erhalten sollen oder vielleicht sonstigen finanziellen Anreiz. Die Ideen reichen von Sonderabgaben an die Kommune, über Bürgerbeteiligung über Genossenschaften bis hin zur Entlastung bei Netzentgelten. Andreas Jung von der CDU meint, dass man sich jetzt bei den unterschiedlichen Varianten des Beitrags und auch der Normierung der Mindestabstände einigen müsse.

Die Beteiligung von Bürgern „ein essentieller Baustein“

Doch die Idee von der Bürgerbeteiligung ist nichts Neues: Im Jahr 2016 wurde in Mecklenburg-Vorpommern ein Gesetz verabschiedet, das Investoren und Projektträger dazu verpflichtet, betroffenen Bürgern im Fünf-Kilometer-Umkreis von Windparks Gesellschaftsanteile zum Kauf anzubieten. Alternativ werden Ausgleichsabgaben an die Kommunen angeboten.

Ob eine vom Umsatz abhängige Beteiligung oder ein Festbetrag – die Beteiligung von Bürgern und Kommunen sei für die Energiewirtschaft ein essentieller Baustein, so Verbandspräsident Hermann Albers. Aus diesem Grund forderte der Bundesverband Windenergie von der Koalition, das Problem zügig anzupacken. Über die weitere Entwicklung zum „Windbürgergeld“ berichten wir umgehend kostenlos im Newsletter der Cornelius Ober GmbH (hier abonnieren).

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