Energieverbrauch in Deutschland auf dem niedrigsten Stand seit den 1970er-Jahren

Im Jahr 2018 ist der Energieverbrauch in Deutschland um weitere 3,5 % gesunken. Für diese Entwicklung sind vor allem die deutlich gestiegenen Energiepreise sowie ein starker Anstieg der Energieproduktivität verantwortlich. Verbrauchssteigernde Faktoren wie Bevölkerungszuwachs und Wirtschaftsentwicklung traten dagegen in den Hintergrund.

Konventionelle Energieträger im Minus

Strukturelle Veränderungen beim Energiemix sowie die Verbrauchsentwicklung hatten zur Folge, dass sich im Jahr 2018 die energiebedingten CO2-Emissionen um rund 34 Mio. Tonnen verminderten. Gegenüber dem Vorjahr entspricht das einem Rückgang um 4,8 %. Alle Mineralölprodukte verzeichneten einen Rückgang, wodurch sich der Verbrauch von Mineralöl deutschlandweit um 5,0 % verminderte. So sank der Dieselkraftstoff-Verbrauch um 3,1 % bzw. um 1,4 % bei den Ottokraftstoffen. Auch der Erdgasverbrauch lag um 1,6 % unter dem Wert aus dem Vorjahr, da das Jahr milder als im langjährigen Durchschnitt war und der Erdgas für Wärmezwecke weniger zum Einsatz kam.

Durch einen kräftigen Rückgang wurde insbesondere der Verbrauch an Steinkohle geprägt. Gegenüber 2017 sank der Verbrauch um satte 11,2 % und erreichte damit das niedrigste Niveau in der deutschen Nachkriegsgeschichte. Hierbei spiegelt der Abwärtstrend vor allem den Ausbau der erneuerbaren Energien in der Stromerzeugung wider, wodurch es zur Stilllegung mehrerer Kraftwerksblöcke kam. Zukünftig soll Deutschland den Bedarf an Steinkohle vollständig durch Importe decken.

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Zuwachs bei den erneuerbaren Energien

Entiwcklung Primärenergiebedarf 1995-2018
Entiwcklung des Primärenergiebedarfs in Deutschland von 1995 bis 2018 (Bild © AG Energiebilanzen).

Bei der Photovoltaik erreichte die Zahl der Sonnenstunden ein Rekordniveau und die gesamte Sonnenenergienutzung konnte einen Zuwachs von 16,5 % verbuchen. Die Windenergie konnte ebenfalls ein Rekordjahr verzeichnen – mit 5,6 % steigerte sie ihren Beitrag zur Energiebilanz. Die Biomasse verzeichnete ein Minus von 2 % aufgrund der milderen Witterung, während die Geothermie auf dem Niveau des Vorjahres verharrte.

Im Energiemix für das Jahr 2018 gab es kleine Verschiebungen. So konnte die erneuerbare Energie ihre Anteile ausweiten. Die Inlandsgewinnung ist weiter gesunken und die Energiegewinnung aus heimischen Ressourcen konnte insgesamt 30 % des Gesamtverbrauchs abdecken, während 70 % des Energiebedarfs durch Importe gedeckt werden. Die erneuerbaren Energiequellen sind mit einem Anteil von 46,3 die wichtigste heimische Energiequelle, gefolgt von Braunkohle mit 38,4. Über aktuelle energiepolitische Themen informieren wir Sie in unserem kostenlosen Newsletter (hier abonnieren).

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