Der deutsche Mittelstand investiert trotz wirtschaftlicher Unsicherheiten verstärkt in die Energiewende und neue Technologien. Eine aktuelle Studie der NORD/LB zeigt, dass Transformationsprojekte wie erneuerbare Energien, energieeffiziente Gebäudetechnik und digitale Lösungen zunehmend Priorität haben. Gleichzeitig gewinnen nachhaltige Finanzierungsinstrumente und klare ESG-Kriterien an Bedeutung.
- Mittelstand investiert 36 % des Budgets in Transformationsprojekte
- Erneuerbare Energien und Effizienzmaßnahmen stehen im Fokus
- Innovationen und KI-basierte Energiesysteme gewinnen an Bedeutung
- Nachhaltigkeitsdarlehen und Green Bonds werden wichtiger
- ESG-Kriterien verbessern den Zugang zu Kapital
Der deutsche Mittelstand erweist sich einmal mehr als Stabilitätsanker der Wirtschaft – und als Treiber der Energiewende. Das zeigt der aktuelle „Energiewende-Kompass 2025“, eine Studie im Auftrag der NORD/LB Norddeutsche Landesbank. Wie die NORD/LB in einer Pressemeldung berichtet investieren mittelständische Unternehmen trotz eines herausfordernden konjunkturellen Umfelds im Durchschnitt 36 Prozent ihres Budgets in Transformationsprojekte. Im Zentrum stehen dabei Maßnahmen zur Reduzierung von Energieverbräuchen und CO₂-Emissionen.
Besonders hoch im Kurs ist der Ausbau erneuerbarer Energien. Viele Unternehmen installieren eigene Photovoltaikanlagen, um Stromkosten zu senken und unabhängiger von volatilen Energiemärkten zu werden. Ergänzend kommen Blockheizkraftwerke zum Einsatz, die Strom und Wärme effizient gleichzeitig erzeugen. Auch die Modernisierung der Gebäudetechnik spielt eine zentrale Rolle: Effiziente Lüftungs- und Heizsysteme sowie digitale Lösungen zur Steuerung des Energieverbrauchs tragen dazu bei, Betriebskosten nachhaltig zu senken. Hier zeigt sich, wie wichtig eine fundierte Energieberatung ist, um Investitionen technisch und wirtschaftlich sinnvoll zu planen.
Innovation, ESG und neue Finanzierungswege

Die Energiewende bleibt ein Investitionsschwerpunkt. Quelle: NORD/LB, Studie „Energiewende-Kompass 2025“ (Bild © Nord/LB, Studie „Energiewende-Kompass 2025).
Neben der klassischen Energiewende steigt der Druck, in technologische Innovationen zu investieren. Rund 70 Prozent der befragten Unternehmen planen, ihre Ausgaben für Innovation und Technologie in den kommenden zwölf Monaten zu erhöhen. Besonders gefragt sind KI-basierte Lastmanagementsysteme, die Verbrauchsspitzen intelligent steuern, sowie moderne Speichertechnologien. Diese Lösungen helfen, Eigenstrom optimal zu nutzen und Netzentgelte zu reduzieren – ein wichtiger Wettbewerbsfaktor für energieintensive Betriebe.
Bei der Finanzierung nachhaltiger Projekte steht der Mittelstand jedoch an einem Wendepunkt. Viele Unternehmen haben Investitionen bislang aus Eigenmitteln gestemmt, stoßen dabei jedoch zunehmend an finanzielle Grenzen. Etwa die Hälfte der Befragten kann sich künftig die Nutzung von Nachhaltigkeitsdarlehen vorstellen. Bereits heute setzen 46 Prozent – vor allem börsennotierte Mittelständler – auf Green Bonds, also nachhaltige Anleihen zur Finanzierung umweltfreundlicher Projekte. Voraussetzung für diese Finanzierungsinstrumente ist die Einhaltung klar definierter ESG-Kriterien, die ökologische, soziale und unternehmerische Verantwortung abbilden.
Die Studie zeigt zudem, wie wichtig verlässliche regulatorische Rahmenbedingungen sind. 86 Prozent der Unternehmen hoffen auf ausgewogene ESG-Regulierungen, die Nachhaltigkeit und wirtschaftliche Interessen in Einklang bringen. Nahezu alle Befragten sind überzeugt, dass eine transparente ESG-Strategie ihre Chancen auf Kapital verbessert – ein klares Signal an Politik und Finanzwirtschaft.
Abschließend wird deutlich: Der Mittelstand investiert nicht nur aus Pflichtgefühl, sondern aus strategischer Überzeugung. Die Energiewende wird als Chance gesehen, langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben, Kosten zu senken und Risiken zu minimieren.
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