49 deutsche Unternehmen appellieren an die nächste Bundesregierung, den Klimaschutz konsequent voranzutreiben. Sie fordern stabile Rahmenbedingungen, steuerliche Anreize für klimafreundliche Investitionen und eine effizientere Energiewende. Wirtschaft und Klimaschutz dürften nicht gegeneinander ausgespielt werden – im Gegenteil: Nachhaltigkeit sei ein entscheidender Wettbewerbsfaktor.
- 49 Unternehmen fordern verlässliche Klimapolitik von der neuen Regierung.
- Stabilität bei CO₂-Bepreisung und Emissionshandel ist für Investitionen entscheidend.
- Erneuerbare Energien müssen für wettbewerbsfähige Energiepreise ausgebaut werden.
- Steuerliche Anreize sollen klimafreundliche Innovationen fördern.
- Klimaschutz und wirtschaftlicher Erfolg sind vereinbar und bieten Chancen.
Der Ausbau der Erneuerbaren Energien in Deutschland hat 2025 weiter an Fahrt aufgenommen. Nach aktuellen Zahlen der Bundesnetzagentur gingen im vergangenen Jahr neue Anlagen mit einer Leistung von knapp 21 Gigawatt (GW) in Betrieb. Damit wuchs die installierte Gesamtleistung Erneuerbarer Energien auf rund 210 GW – ein Plus von etwa elf Prozent gegenüber dem Vorjahr. Besonders die Photovoltaik trug erneut maßgeblich zum Zubau bei, doch auch die Windenergie an Land verzeichnete spürbare Fortschritte.
Solarenergie bleibt Wachstumstreiber – mit neuen Schwerpunkten
Mit einem Zubau von 16,4 GW blieb die neu installierte Solarleistung zwar leicht unter dem Rekordwert von 2024, erreichte aber weiterhin ein hohes Niveau. Auffällig ist die veränderte Struktur: Während im Vorjahr vor allem Gebäudesolaranlagen dominierten, verteilte sich der Zubau 2025 nahezu hälftig auf Dachanlagen und große Freiflächenprojekte (ausführliche Zahlen in unserem Blog-Beitrag hier). Bayern führte das Länderranking mit 4,5 GW neu installierter Leistung an.
» Sie planen PV-, Wind- oder Sanierungsprojekte? Unsere Energieberater begleiten Sie von der Analyse bis zur Förderung – starten Sie mit einem kostenfreien Auftaktgespräch.
Ein anhaltender Trend sind sogenannte steckerfertige Solaranlagen, häufig als Balkonkraftwerke bezeichnet. Rund 430.000 dieser Anlagen wurden 2025 im Marktstammdatenregister registriert. Ihr Anteil am gesamten Solarzubau stieg damit auf 3,2 Prozent. Trotz dieser positiven Entwicklung bleibt der Handlungsdruck hoch: Um das politisch gesetzte Ziel von 215 GW installierter Solarleistung bis 2030 zu erreichen, wären künftig im Schnitt fast 20 GW Zubau pro Jahr notwendig. Hier sind langfristige Investitionssicherheit und professionelle Energieberatung für Unternehmen und Kommunen entscheidende Faktoren.
Windenergie an Land und Netzausbau gewinnen an Dynamik
Auch bei der Windenergie an Land zeigte sich 2025 eine klare Aufwärtsbewegung. Mit 4,6 GW neu installierter Leistung wurde der Zubau gegenüber dem Vorjahr nahezu verdoppelt. Nordrhein-Westfalen lag mit 1,3 GW an der Spitze. Gleichzeitig wurden rund 0,6 GW ältere Anlagen stillgelegt, häufig im Rahmen von Repowering-Projekten, bei denen leistungsstärkere Anlagen ältere ersetzen. Insgesamt lag die installierte Leistung Ende 2025 bei 68,1 GW. Um das Ziel von 115 GW bis 2030 zu erreichen, müsste sich der jährliche Zubau allerdings nochmals deutlich erhöhen.
Ein positives Signal kommt aus dem Genehmigungsbereich: Für knapp 20,8 GW Windleistung an Land wurden 2025 Genehmigungen erteilt. Auch die Ausschreibungen zeigen Rückenwind. Die letzte Runde zum 1. November 2025 war erneut stark überzeichnet. Insgesamt konnten Projekte mit 3.456 MW einen Zuschlag erhalten. Nach Einschätzung des Bundesverband Windenergie ist dies ein wichtiger Schritt hin zu einem stabilen Ausbaupfad, auch wenn Kritik an langen Verfahrensdauern bleibt.
Ergänzt wird der Ausbau durch Fortschritte beim Stromnetzausbau. Die Bundesnetzagentur genehmigte 2025 rund 2.000 Kilometer neue Leitungen – deutlich mehr als im Vorjahr. Erstmals wurden zudem Genehmigungen für große Nord-Süd-Gleichstromtrassen wie SuedLink oder SuedOstLink erteilt, die für die Integration von Wind- und Solarstrom essenziell sind.
Abgerundet wurde das Jahr durch einzelne Offshore-Projekte: Im Windpark EnBW He Dreiht gingen besonders leistungsstarke Anlagen mit jeweils 15 MW in Betrieb. Insgesamt blieb der Zubau auf See mit 0,3 GW jedoch moderat.
Die Cornelius Ober GmbH unterstützt Unternehmen, Kommunen und öffentliche Einrichtungen mit ganzheitlicher Energieberatung, Fördermittelberatung und technischer Fachplanung auf dem Weg zu einer nachhaltigen Energiebilanz. Nutzen Sie unsere Expertise, um Ausbaupotenziale wirtschaftlich und regulatorisch sicher umzusetzen. Vereinbaren Sie jetzt ein kostenfreies Auftaktgespräch und lassen Sie sich individuell beraten.








Hinterlasse einen Kommentar
An der Diskussion beteiligen?Hinterlasse uns deinen Kommentar!