Neuer Leitfaden – Wärmebrücken bei Neubauten und sanierten Effizienzhäusern einschätzen und optimieren

FEBS Cover zur Wärmebrückenbewertung
Um den Heizwärmebedarf eines Gebäudes zu reduzieren und folglich die Energieeffizienz zu verbessern sind Wärmedämmmaßnahmen an der thermischen Gebäudehülle ausschlaggebend. Deshalb sollte bereits bei der Maßnahmeplanung und -Durchführung Wärmebrücken möglichst vermieden werden. Das Fachportal Energetisches Bauen und Sanieren (FEBS) des BAFA hat dazu jetzt ein neuen Leitfaden veröffentlicht, wie Wärmebrücken bei Neubauten und sanierten Effizienzhäusern besser eingeschätzt und optimiert werden können.

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Die Energiebilanz der Gebäudehülle und die Anlagetechnik für Warmwasser und Heizwärme beeinflussen den jährlichen Primärenergiebedarf eines Gebäudes. Neben dem baulichen Wärmeschutz der Bauteile spielen auch Wärmeverluste über Wärmebrücken eine wichtige Rolle bei der energetischen Bewertung von Gebäudehüllen. Die Bewertung von Wärmebrücken sowie die wärmebrückenminimierte Ausführung der Gebäudehülle sind ein entscheidender Bestandteil des Effizienzhausnachweises, der auch in Form eines Energieausweises bescheinigt wird.

Leitfaden zum Umgang mit Wärmebrücken

Um die Bildung von Schimmelpilz oder Bauschäden zu umgehen, müssen Wärmebrücken soweit es geht bei energetischen Sanierungen mit Dämmmaßnahmen an der Gebäudehülle vermieden werden.

FEBS Cover zur Wärmebrückenbewertung
Leitfaden: Die Wärmebrückenbewertung bei der energetischen Bilanzierung von Gebäuden des FEBS/BAFA (Bild © FEBS).

Das Fachportal Energetisches Bauen und Sanieren (FEBS) vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) hat dazu einen neuen Leitfaden zum Download (PDF, 18 Mb; öffnet in neuem Fenster) veröffentlicht. Der Leitfaden soll dabei behilflich sein, die Relevanz von Wärmebrücken richtig einzuschätzen und sich mit der Wärmebrückenproblematik näher auseinanderzusetzen. Gleichzeitig hilft er Fachplanern und Architekten dabei, bei Bestandsanierungen mit Wärmebrücken richtig umzugehen sowie Wärmebrückennachweise bei Sanierungsvorhaben zu erstellen.

Mit dem Leitfaden „Die Wärmebrückenbewertung bei der energetischen Bilanzierung von Gebäuden – Anwendung und Nachweismethoden des Beiblatts 2 der DIN 4108:2019-6“ soll das Einschätzen der Relevanz von Wärmebrücken leichter fallen. Das gilt vor allem für Neubauten und sanierte Effizienzhäuser. Die energetische Nachweisführung wird ausführlich nach neuem Beiblatt 2 der DIN 4108 erläutert.

Ein Wärmebrückenkonzept für ein fiktives Mehrfamilienhaus im Standard KfW-Effizienzhaus 40 soll darüber hinaus als Beispiel für die nötige Dokumentation dienen. Ergänzt wird das Ganze durch einen Überblick über die verschiedenen Konstruktionsprinzipien sowie mit wichtigen Hinweisen zur Minimierung der Wärmebrücken für Neubauten und Sanierungsvorhaben.

Betreuung durch Energieeffizienz-Experten wichtig

Um den Heizwärmebedarf eines Gebäudes zu reduzieren, sind Wärmedämmmaßnahmen an der thermischen Gebäudehülle ausschlaggebend. Bei der Planung und Durchführung dieser Maßnahmen ist es besonders wichtig, dass Wärmebrücken möglichst vermieden werden. Durch eine hohe Anzahl an Wärmebrücken geht nicht nur viel Wärme verloren, sondern es werden auch Bauschäden und Schimmelpilzbildung begünstigt.

Bei hocheffizienten Neubau- und Sanierungsvorhaben ist es ausschlaggebend, dass Wärmebrückeneffekte fachgerecht beurteilt werden. Das Betreuen durch einen Energieberater oder Energieeffizienz-Experten ist nicht nur empfehlenswert, sondern bei Effizienzhausprojekten, die vom Bund gefördert werden, sogar auch notwendig. Für weitere Neuigkeiten zu Energieeffizienz und Gebäudetechnik abonnieren Sie unseren kostenlosen Newsletter.

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