Studie der Ista und TU Dortmund sieht hohen Bedarf an energetischen Sanierungen bei Mietshäusern in Deutschland

Über 50% der Deutschen wohnen zur Miete. Einer aktuellen Studie der Ista und TU Dortmund zufolge, bei der 74.000 Gebäude analysiert wurden, wird das durchschnittliche Mietshaus in Deutschland mit Gas beheizt und kann mit Hilde von energetische Sanierung noch umweltfreundlicher und energieeffizienter werden. Wir stellen die Ergebnisse der Studie einmal genauer vor.

Im Vergleich zu anderen europäischen Ländern ist Deutschland eher eine Mieter-Nation: Mehr als die Hälfte der Haushalte lebt nicht in der eigenen Immobilie. Das durchschnittliche Mietshaus wird mit Gas beheizt und ist nur teilweise energetisch saniert. Eine Analyse von dem Energiedienstleister Ista und der TU Dortmund von 74.000 Gebäuden zeigt, dass sich in Mietshäusern noch umweltfreundlicher wohnen lässt.

Coronavirus-Pandemie macht Studie noch interessanter

Durchschnittliches Mehrfamilienhaus in Deutschland
So sieht das typische, durchschnittliche Mehrfamilienhaus in Deutschland aus (Bild ©ista International GmbH).

Knapp die Hälfte der 40 Millionen Wohnungen in Deutschland befindet sich in Mehrfamilienhäusern. Dieser Tatsache kommt während der Coronavirus-Pandemie besondere Bedeutung zu, da das eigene Zuhause intensiver genutzt wird. Für das stark vermehrte Arbeiten im Homeoffice richten sich die Menschen die eigenen vier Wände zunehmend arbeitstauglich und wohnlich ein. Doch wie sieht es hinsichtlich der Energieeffizienz aus und werden die technischen Möglichkeiten auch wirklich voll ausgenutzt?

Die Ergebnisse: Der Energiedienstleister Ista, der sich auf die Erfassung und Abrechnung von solchen Energieverbrauchsdaten spezialisiert hat, hat dazu eine Studie durchgeführt. Die Auswertung der Studie zeigt, dass das typisch deutsche Mehrfamilienwohnhaus ein Alter von 42 Jahren hat, über sieben Wohneinheiten verfügt, eine Wohnfläche von insgesamt mehr als 500 Quadratmetern beheizt und dazu überwiegend Erdgas als Heizenergie genutzt wird. So das Ergebnis der Studie „So sieht das typische Mehrfamilienhaus aus – Eine Bestandsaufnahme auf Bundes- und Landesebene“ (PDF, 1,5 Mb; öffnet in einem neuen Fenster).

Die verwendeten Heizungsanlagen sind im Durchschnitt 23 Jahre alt und damit kaum auf dem Stand energieeffizienter Heiztechnik, wobei knappt zwei Drittel der Haushalte mit Gas heizen, etwa 21 % mit Öl und gerade mal 13 % mit Fernwärme.

Energetische Sanierung bedeutet erhebliches Einsparpotenzial

Wissenschaft und Politik beklagen jedoch seit Jahren die zu geringen Sanierungsquoten und den hohen Heizenergiebedarf in Wohngebäuden. Etwa 30 Prozent der Treibhausgasemissionen und bis zu 40 Prozent des gesamten Energieverbrauchs entfallen auf den Gebäudesektor, sagen die Daten von 2014. Dabei entfällt der größte Teil des Energiebedarfs auf die Raumheizung, der zum Großteil aus fossilen Energieträgern gedeckt wird.

Laut dem jüngsten „Gebäudereport“ der Dena aus dem Jahr 2019 ist der Endenergieverbrauch für Warmwasser und Heizung seit 2015 kontinuierlich gestiegen und liegt heute höher als vor fünf Jahren. Die Sanierungsquote liegt mit einem Prozent des Gebäudebestandes pro Jahr deutlich zu niedrig, da für das Erreichen der Klimaziele mindestens 1,5 Prozent erforderlich seien.

Energetische Sanierung würde für CO2-Emissionen und Energieverbrauch erhebliches Einsparpotenzial bedeuten: Eine höhere Sanierungsquote bei den Bestandsgebäuden würde dazu beitragen, den CO2-Ausstoß zu reduzieren und die gesteckten Klimaziele der Regierung zu erreichen.

Staatliche Förderung für Energieberatung zur energetischen Sanierung jetzt in Anspruch nehmen

Die Energieberatung zur energetischen Sanierung wird vom Bund staatlich gefördert, wie auch zahlreiche Maßnahmen zur Durchführung der energetischen Sanierung. Sind Sie im Besitz einer Immobilie und benötigen Unterstützung bei den Themen energetische Sanierung, Energieeffizienz oder erneuerbare Energien? Dann rufen Sie uns gerne an oder schreiben Sie uns eine Nachricht für ein kostenloses Auftaktgespräch. Gerne beraten wir Sie zu Ihren individuellen Möglichkeiten.

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Foto von Cornelius Ober
Herr Cornelius Ober ist ein KfW- und BAFA-qualifizierter Energieberater für energetische Sanierungsmaßnahmen von Unternehmen und privaten Immobilienbesitzern.

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