Wochenrückblick Energie-News KW 36: Monitoringpflicht ab 70 kW, Kohle-Comeback-Debatte und 115 Millionen für Fernwärme

Beitragsbild Wochenrückblick Energie-News KW 36/2026 mit den Themen Monitoringpflicht, Kohleausstieg und Fernwärme-Förderung
Monitoringpflicht ab 70 kW, Kohleausstieg 2029 ohne Verbot und 115 Mio. € für Sachsens Fernwärme: Die Energie-Woche KW 36 kompakt eingeordnet – mit den Fristen, die jetzt in den Kalender gehören.

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  • Monitoringpflicht ab 70 kW: Nachrüstung bis Ende 2029 nötig
  • Kohleausstieg 2029 läuft ohne Verbot – der Markt ist schneller
  • Sachsen zahlt bis zu 70 Prozent Zuschuss für Fernwärme-Dekarbonisierung
  • JTF-Antragsfrist 4. November, Budget 115 Millionen Euro
  • September-Fristen: Kapazitätsauktion 8.9., WACC Gas 14.9., AgNes 18.9.

Die Energie-Woche KW 36 bündelt drei Stränge, die Entscheider selten gleichzeitig auf dem Tisch haben: eine neue Nachrüstpflicht für Nichtwohngebäude, ein Marktsignal beim Kohleausstieg und frisches Fördergeld für die Wärmewende. Dazu läuft ein September, der mit Auktions- und Konsultationsfristen so dicht getaktet ist wie kein anderer Monat des Jahres. Der Rückblick ordnet die vier Beiträge der Woche ein.

Neue Pflicht, altes Kraftwerk: Monitoring ab 70 kW und der Kohleausstieg ohne Verbot

Die folgenreichste Meldung der Woche betrifft den Gebäudebestand: Nach § 56 Absatz 1 GModG müssen Nichtwohngebäude mit Heizungs-, Klima- oder Lüftungsanlagen über 70 Kilowatt Nennleistung bis Ende 2029 mit Monitoring-Technik und automatischer Beleuchtungssteuerung ausgerüstet sein. Da die Schwelle von zuvor 290 Kilowatt deutlich gesenkt wurde, rücken nun auch Schulen, Bürogebäude und Produktionshallen in die Pflicht. Unsere Analyse zur Monitoringpflicht ab 70 Kilowatt zeigt den Fahrplan – und warum sich frühes Handeln doppelt auszahlt: Wer Monitoring sauber aufsetzt, gewinnt Betriebsdaten, die Einsparungen und Förderanträge tragen, statt nur eine Frist zu erfüllen.

Beim Kohleausstieg lieferte die Bundesnetzagentur das Kontrastprogramm zur Regulierung: Für das Zieljahr 2029 ist erneut kein Kohleverfeuerungsverbot erforderlich, die ermittelte Reduktionsmenge liegt bei null – der Markt hat den gesetzlichen Ausstiegspfad überholt. Zugleich prüft das BMWE, ob Kraftwerke aus der Netzreserve gegen hohe Strompreise eingesetzt werden können; für den Winter 2026/27 hat die Behörde einen Reservebedarf von 7.407 Megawatt festgestellt. Was das für die Strompreiserwartung bedeutet, steht in unserer Analyse zum Kohleausstieg 2029.

115 Millionen für Sachsens Fernwärme – und ein dicht getakteter September

Auf der Förderseite hat Sachsen einen Aufruf gestartet, der für Stadtwerke und kommunale Wärmeversorger in der JTF-Kulisse erhebliche Hebel bietet: Die Dekarbonisierung der Fernwärmeerzeugung wird mit bis zu 70 Prozent Zuschuss und maximal 15 Millionen Euro je Vorhaben gefördert, das Budget beträgt 115 Millionen Euro. Die Antragsfrist am 4. November ist eine harte Frist – Details im Beitrag zum Förderaufruf zur Fernwärme-Dekarbonisierung in Sachsen. Angesichts des zweistufigen Verfahrens über die SAB empfiehlt sich eine frühzeitige Fördermittelberatung durch unsere qualifizierten Ingenieure und Energieberater, damit Konzept und Nachweise zur Frist stehen.

Der Blick nach vorn: Am Montag, dem 8. September, endet die Gebotsfrist der ersten Kapazitätsauktion nach StromVKG über 4.500 Megawatt. Es folgen die Konsultationsfristen zur Kapitalverzinsung Gas (14. September) und zur AgNes-Netzentgeltreform (18. September), bei der jährlich rund 37 Milliarden Euro Netzkosten neu verteilt werden. Zudem läuft seit dem 1. September die fünfte EEW-Wettbewerbsrunde mit 60 Millionen Euro Budget bis Ende Oktober. Alle Termine mit Handlungsempfehlung bündelt unser Fristen-Überblick für den September. Die Woche zeigt: Ordnungsrecht, Markt und Förderung ziehen gerade in dieselbe Richtung – wer seine Daten- und Antragslage jetzt ordnet, verhandelt im vierten Quartal aus der stärkeren Position.

Quellen & weiterführende Informationen

Die Monitoringpflicht kommt – die Frage ist nur, ob Sie 2029 unter Zeitdruck nachrüsten oder ab jetzt von Ihren Betriebsdaten profitieren. Unser Ingenieurteam plant Ihre Mess- und Automationstechnik und begleitet den Betrieb dauerhaft mit Monitoring, Controlling und Reporting. Sichern Sie sich jetzt Ihr kostenfreies Auftaktgespräch.

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