Energie-Fristen September 2026: Was Unternehmen und Kommunen jetzt im Kalender haben müssen

Leistungstransformator einer Umspannstation als Symbol für die Netzentgeltsystematik
Der September bringt gleich mehrere Entscheidungen, die Netzentgelte, Strompreise und Förderchancen prägen: die erste Kapazitätsauktion, zwei Konsultationsfristen der Bundesnetzagentur und eine neue Förderrunde. Der Überblick mit Handlungsempfehlung.

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  • Erste Kapazitätsauktion: Gebotsfrist 8. September, 4.500 Megawatt
  • AgNes-Konsultation endet am 18. September
  • WACC Gas: Stellungnahmen bis 14. September möglich
  • EEW-Förderrunde 5 läuft bis 31. Oktober
  • Ausblick: Energieaudit-Frist am 11. Oktober

Der September 2026 ist für Energieverantwortliche einer der dichtesten Monate des Jahres. Innerhalb von zwei Wochen laufen zwei Konsultationsfristen der Bundesnetzagentur ab, die erste Kapazitätsauktion nach dem Strom-Versorgungssicherheits- und Kapazitätengesetz wird abgewickelt, und eine neue Förderrunde öffnet sich. Nicht jeder Termin erfordert eigenes Handeln – aber alle vier Entscheidungen wirken auf die Kostenseite von Unternehmen und Kommunen. Unser Jahresüberblick zu den Energie-Fristen 2026 ordnet den Monat in den Gesamtkalender ein.

Die Termine im September und Oktober

DatumTerminBetroffen
08.09.2026Gebotstermin der ersten Kapazitätsauktion nach StromVKG: 4.500 Megawatt reduzierte Leistung, Höchstpreis 244.000 Euro je Megawatt und Jahr, Gebote bis 24 Uhr elektronisch. Zuschläge werden bis 03.11.2026 bekannt gegeben.Betreiber steuerbarer Erzeugungs- und Lastanlagen
14.09.2026Ende der Konsultation zur pauschalierten Kapitalverzinsung Gas (WACC). Der Entwurf sieht eine WACC-Rate von 3,76 Prozent für die Regulierungsperiode 2028–2032 vor.Gasnetzbetreiber, mittelbar alle Gaskunden
18.09.2026Ende der Stellungnahmefrist zum finalen AgNes-Festlegungsentwurf. Die Festlegung soll Ende 2026 erlassen werden und ab 2029 die Stromnetzentgeltverordnung ersetzen.Industrie, KMU, Kommunen – alle Netznutzer
30.09.2026Ende des Förderaufrufs „Nachhaltige Mobilität“ der Thüringer Aufbaubank für batterieelektrische Nutz- und Sonderfahrzeuge.Kommunen und Betriebe in Thüringen
31.10.2026Ende der fünften Wettbewerbsrunde im EEW-Förderwettbewerb (Start 01.09., Budget 60 Millionen Euro).Industrie und produzierendes Gewerbe
11.10.2026Ausblick: Frist für das Energieaudit nach EnEfG und EDL-G.Unternehmen oberhalb der Verbrauchsschwelle

Wo tatsächlich Handlungsbedarf besteht

Am folgenreichsten ist die AgNes-Reform. Bei den Netzentgelten geht es nach Angaben der Bundesnetzagentur um ein Kostenvolumen von rund 37 Milliarden Euro jährlich; die Neuverteilung dieser Kosten entscheidet, welche Netznutzer künftig mehr und welche weniger zahlen. Wer erhebliche Anschlussleistung vorhält oder Lastspitzen fährt, sollte den Entwurf jetzt lesen – und nicht erst 2029, wenn die Systematik greift. Eine eigene Stellungnahme ist für die meisten Betriebe nicht der richtige Weg; die Verbände tun das. Sinnvoll ist stattdessen, die eigene Betroffenheit rechnen zu lassen.

Das setzt Datenqualität voraus. Wer seinen Lastgang nur als Jahressumme kennt, kann weder die Wirkung neuer Kapazitätspreise abschätzen noch beurteilen, ob sich Flexibilisierung lohnt. Unsere qualifizierten Ingenieure und Energieberater beginnen deshalb mit dem Messkonzept und einer dauerhaften Auswertung der Viertelstundenwerte – daraus entsteht die Entscheidungsgrundlage für Beschaffung, Speicher und Regelungstechnik. Welche Programme ein daraus abgeleitetes Investitionsvorhaben tragen, klärt eine begleitende Fördermittelberatung.

Der Oktober setzt die Taktung fort: Zur Energieaudit-Frist am 11. Oktober kommen die Prognose der Übertragungsnetzentgelte 2027 und der Start weiterer Netzanschluss-Zuteilungsverfahren. Wer die Septembertermine als Anlass nimmt, die eigene Datenbasis zu ordnen, geht in diese Phase deutlich besser vorbereitet.

Quellen & weiterführende Informationen

Sie wissen nicht, wie stark die neue Netzentgeltsystematik Ihren Standort trifft? Wir rechnen es Ihnen vor – auf Basis Ihrer realen Lastgangdaten statt allgemeiner Annahmen. Sichern Sie sich jetzt ein kostenfreies Auftaktgespräch und starten Sie vorbereitet ins vierte Quartal.

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