Zu den Aufgaben der energetischen Sanierung gehört auch der Einbau energieeffizienter Heizungsanlagen. Dazu gehören u.a. Pelletkessel, Hackschnitzelkessel, die Wärmepumpe oder der Scheitholzvergaserkessel. Der Einbau solcher Heizungsanlagen wird von der BAFA mit attraktiven Zuschüssen gefördert. Voraussetzung für die BAFA-Förderung ist die Durchführung eines hydraulischen Abgleichs.
Was ist ein hydraulischer Abgleich?

Als hydraulischer Abgleich wird ein Verfahren verstanden, mit dem innerhalb einer Heizungsanlage jeder Heizkörper oder Heizkreis auf einen bestimmten Durchfluss des warmen Wassers eingestellt wird (ausführliche Erläuterung). Ziel ist es so zu ermitteln, ob bei einer bestimmten Vorlauftemperatur als Arbeitspunkt der Heizungsanlage jeder Raum genau mit der Wärmemenge versorgt wird, die notwendig ist, um die gewünschte Raumtemperatur zu erreichen und der Rücklauf jedes Heizkörpers die gleiche Temperatur aufweist.
Welche Vorteile bringt mit der hydraulische Abgleich?
Ohne den entsprechenden Nachweis zum durchgeführten hydraulischen Abgleich, darf die BAFA keine Förderung zur Optimierung Ihrer Heizungsanlage genehmigen. Sie benötigen daher einen Nachweis über einen hydraulischen Abgleich Ihrer Heizungsanlage für den Antrag der BAFA-Förderung und MAP-Zuschüsse. Es ergeben sich für Sie aber neben den Kostenvorteilen auch praktische Vorteile: Abgeglichene Systeme führen zu niedrigeren Kosten im laufenden Betrieb. Langfristig betrachtet sparen Sie also, je nach Abgleich und Heizungsanlage, erhebliche Mengen an Energiekosten pro Jahr.
Entstehen Kosten für den hydraulischen Abgleich?
Der hydraulische Abgleich gehört zu den geringinvestiven Maßnahmen. Darunter versteht man im Fachjargon Maßnahmen, die nur geringe Kosten verursachen und sich demnach recht schnell amortisieren. Der hydraulische Abgleich erfordert meist nur die Einstellung verschiedener Ventile, Regler und Pumpen und ist daher kostengünstig und macht sich schnell bezahlt.
Welche Hürden gilt es zu überwinden?
Im Normalfall keine. In wenigen Ausnahmefällen müssen zunächst Thermostatventile, Strangdifferenzdruckregler oder Rücklaufschraubungen verbaut werden, um den hydraulischen Abgleich durchführen zu können. Das treibt die Kosten für den hydraulischen Abgleich erheblich in die Höhe. In solche Fällen sieht die BAFA Ausnahmeregelungen vor. Ist durch den notwendigen Umbaumaßnahmen der hydraulische Abgleich wirtschaftlich nicht mehr vertretbar, akzeptiert die BAFA in einigen Sonderfällen anstatt des hydraulichen Abgleichs die hydraulische Optimierung.
Was ist die hydraulische Optimierung?
Die hydraulische Optimierung muss nach anerkannten Regeln der Technik durchgeführt werden. Voraussetzung für die Akzeptanz der hydraulischen Optimierung für Ihren BAFA-Förderantrag ist zunächst eine Bestandsaufnahme und eine Heizlastberechnung. Ziel dafür ist die Feststellung, welche Maßnahmen zum einen aus Sicht der Optimierung der Energieeffizienz notwendig sind, die dabei aber auch wirtschaftlich vertretbar bleiben.
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