
Der Verbrauch an Brennstoffen und der CO2-Ausstoß der Gebäude kann nur durch ein Zusammenspiel einer optimierten Gebäudetechnik sowie deren Betriebsführung und einem bewussterem Heizverhalten der Nutzer gesenkt werden. Wie die ersten Zwischenergebnisse des Forschungsprojektes „BaltBest“ ergeben, könnten entsprechende Handlungsempfehlungen sowie regelmäßiges Verbrauchs-Feedback dazu führen, dass Mieter ihre Energiebilanz besser beeinflussen.
Effizienzpotenziale in Anlagetechnik

Bisherige Ergebnisse des Forschungsprojektes zeigen, dass sich durch die Gebäudebeheizung mittels einer kontinuierlichen Überwachung der Anlagetechnik viel Energie sparen lässt. Des Weiteren spielt das Management von Mieterbeschwerden und das rechtzeitige Eingreifen eine ebenfalls wichtige Rolle.
Darüber hinaus sei es wichtig, die Heizleistung und Vorlauftemperaturen an die Außentemperatur anzupassen, wobei auch regelmäßige Nachtabsenkung empfohlen wird. Um die Heizungsanlage energieeffizient einstellen zu können, ist ein hydraulischer Abgleich der Anlage notwendig. So haben Mieter die Gelegenheit zur Absenkung der Vor- und Rücklauftemperaturen, wodurch die Energieeffizienz der Heizungsanlage optimiert wird.
Nutzerverhalten optimieren
Das Heizverhalten der Mieter ist ein wichtiger Punkt, wenn es um Energieeinsparung geht. Das Nutzerverhalten kann durch regelmäßiges Feedback angepasst werden. Nutzer könnten dabei beispielsweise digitale Informationen über ihre Heizungseinstellung von Smart-Home-Systemen nutzen. Jedoch wäre eine Weiterentwicklung der Smart Home Systeme notwendig, wobei der Datenaustausch über den Wärmebedarf der Wohnungen zum Wärmeerzeuger, die Bedienbarkeit sowie die Grundeinstellungen optimiert werden sollte. Dadurch würden Verbraucher nicht nur einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz leisten, sondern sie könnten auch erheblich die Energiekosten senken.
Mieter können durch ihr Verhalten in der laufenden Heizperiode den Verbrauch steigern oder senken – alles hängt vom energiebewussten oder eben vom verschwenderischen Handeln der Nutzer ab. Zu intensives Lüften und dauerhaft hohe Raumlufttemperaturen in allen Räumen der Wohnung würden den Verbrauch deutlich steigern. Beispiele und Energiespartipps gibt es hier. Informierte Nutzer dagegen werden beispielsweise durch die Absenkung der Temperaturen für bestimmte Zeiträume während ihrer Abwesenheit viel Energie und Kosten sparen. Verbrauchsmindernd wäre auch eine Teilbeheizung der ungenutzten Räume in der Wohnung.
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