TGA Fachplaner

TGA-Fachplaner sind in vielen Einsatzgebieten gefragt. So übernehmen sie unter anderem die technische Planung von Gebäuden und arbeiten hier dem Architekten zu. Aber auch bei der Kontrolle und Optimierung bereits bestehender Immobilien und deren technischer Ausstattung kommen sie zum Einsatz.

Inhaltsverzeichnis

  1. Ausbildung
  2. Teilbereiche der Technischen Gebäudeausrüstung
  3. Aufgabengebiete eines TGA-Fachplaners
  4. Was gehört zur Technischen Gebäudeausrüstung?
  5. Warum sollte ein TGA-Planer beauftragt werden?
  6. Vorteile für Unternehmen durch den Einsatz eines TGA-Fachplaners
  7. Beratung bei der Finanzierung der Maßnahmen

Was bietet diese Seite?

Die Cornelius Ober GmbH informiert auf dieser Seite umfangreich über das Aufgaben- und Berufsfeld eines TGA-Fachplaners. Sowohl an den Leistungen interessierte Unternehmen und Privatpersonen als auch Dienstleister, Berufseinsteiger*innen und -Interessierte erhalten hier die gesuchten Informationen zum TGA-Fachplaner und das Aufgabenumfeld der TGA-Fachplanung.

Bei Fragen, rufen Sie uns bitte an: 03691/ 889 21 94 oder schreiben Sie uns. Die Mitarbeiter*innen der Cornelius Ober GmbH stehen Ihnen gerne jederzeit zur Verfügung.

Ausbildung zum TGA-Fachplaner

Wer den Beruf eines TGA-Fachplaners ergreifen möchte, benötigt dafür bereits eine technische Ausbildung oder den Abschluss eines entsprechenden Studiums. Zu den Studiengängen gehören beispielsweise Gebäudetechnik, Versorgungstechnik, Energietechnik, Elektrotechnik und Maschinenbau. Die Technische Gebäudeausrüstung stellt ein Teilgebiet des Studienganges Versorgungstechnik dar, der vor allem an Fachhochschulen angeboten wird. Trugen Absolvierende, die ihren Abschluss spätestens im Jahr 2006 erlangten, den Titel Dipl.-Ing. (FH), so wurde die Ausbildung mittlerweile internationalen Standards angepasst. Absolvierende der entsprechenden Studiengänge tragen seitdem die Titel „Bachelor of Engineering“ beziehungsweise „Master of Engineering“.

Aber auch ohne den Abschluss eines Studiums ist eine Tätigkeit im Bereich der technischen Gebäudeausrüstung möglich. So können beispielsweise Anlagenmechaniker*innen SHK (Sanitär-, Heizungs- und Kältetechnik), Mechatroniker*innen für Kältetechnik, Technische Systemplaner*innen oder Industriekaufleute Weiterbildungen zum TGA-Fachplaner besuchen. Wer eine Ausbildung im Bereich Gebäudetechnik, Versorgungstechnik oder Energietechnik erfolgreich bestanden hat, hat ebenfalls die Möglichkeit, sich zum TGA-Fachplaner weiterbilden zu lassen. Die Weiterbildung wird dann mit einer Prüfung vor der Handwerkskammer abgeschlossen. Da die Technik sich immer weiterentwickelt, ist auch nach erfolgreichem Abschluss die Teilnahme an Weiterbildungen zwingend erforderlich, um auf dem aktuellsten Stand zu bleiben.

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Weitere Voraussetzungen

Auch ein sicherer Umgang mit entsprechenden Computerprogrammen und branchenspezifischen Planungstools ist notwendig.  Zugleich müssen TGA-Planer über umfassende Kenntnisse hinsichtlich der DIN-Normen und der EnEV (Erneuerbare-Energien-Verordnung) verfügen. Da viele technische Anlagen nur über eine englischsprachige Installations- und Bedienungsanleitung verfügen, sind zumindest Englisch-Grundkenntnisse von großem Vorteil.

Teilbereiche der Technischen Gebäudeausrüstung

In der DIN 276 wurde eine fachgerechte Einteilung der TGA vorgenommen. Diese Einteilung wird von verschiedenen Fachleuten, unter anderem des Verbands Deutscher Ingenieure (VDI), vorgenommen. Der VDI hat folgende Fachausschüsse eingerichtet, die zugleich die Einteilung der Bereiche widerspiegeln:

  • Elektrotechnik und Gebäudeautomation,
  • Aufzugstechnik,
  • Reinraumtechnik,
  • Raumlufttechnik,
  • Sanitärtechnik sowie
  • Wärmetechnik/Heiztechnik.

Allein schon anhand dieser Aufteilung wird ersichtlich, wie breit gefächert das Aufgabengebiet eines Fachplaners ist.

TGA-Fachplaner sind vielfach Mitglied des Bundesindustrieverbandes für Technische Gebäudeausrüstung e.V. (BTGA). Informationen zu dessen Aufgabengebieten sowie zu aktuellen rechtlichen Belangen, zur Berufsausbildung usw. können Sie auf der Webseite des Verbandes nachlesen. Der BTGA und weitere Mitgliedsverbände sind für die Herausgabe der Fachzeitschrift tab zuständig.

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Aufgabengebiete eines TGA-Fachplaners

TGA Planer Foto
Analyse, Datenerhebung, Auswertung. Das sind die Aufgaben eines TGA-Planers.

In den Rahmen einer TGA-Planung fallen unter anderem folgende Arbeitsschritte/Dienstleistungen:

  • Planung, Projektierung, Bauleitung und die darauffolgende Inbetriebnahme von Gebäuden aller im Rahmen der TGA notwendigen Gewerke (Heizung, Klima, Lüftung, Elektrotechnik und sanitäre Anlagen),
  • Grundlagenermittlung,
  • Erstellung von Kostenschätzungen und Wirtschaftlichkeitsvergleichen,
  • Erstellung von Berechnungen,
  • Auswahl von Komponenten,
  • Abstimmung mit den verschiedenen Gewerken.

Zu diesen Gewerken gehören unter anderem

  • Heizungs- und Sanitärtechnik,
  • Blockheizkraftwerke,
  • Raumluft- und Kältetechnik,
  • Gebäudesystemtechnik sowie Sprinkler- und Feuerlöschtechnik,
  • Erneuerbare Energien,
  • Elektrotechnik, Stromversorgungs- und Beleuchtungsanlagen,
  • Einbruchmeldeanlagen sowie
  • Trafostationen und Netzersatzanlagen.

Damit beispielsweise die eingesetzte Heiztechnik mit der verwendeten Raumluft- und Kältetechnik harmoniert, müssen die einzelnen Anlagen optimal abgestimmt werden. Dies übernimmt der TGA-Fachplaner. In Unternehmen werden vielerorts Sprinkleranlagen und weitere Feuerlöschtechnik installiert. Auch diese Anlagen müssen unter Umständen mit weiteren technischen Geräten sowie auf die Gegebenheiten vor Ort abgestimmt werden. Auch dies übernimmt der TGA-Planer.

Um die einzelnen Komponenten optimal aufeinander abstimmen zu können, ist es sinnvoll, wenn sich TGA-Planer ebenso im Bereich des Bauwesens bestens auskennen. So kann ein TGA-Fachplaner, der die entsprechende Ausbildung und verschiedene Weiterbildungsmaßnahmen erfolgreich abgeschlossen hat, zugleich als Energieberater und als Bausachverständiger tätig werden.

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Was gehört zur Technischen Gebäudeausrüstung?

Inhalte der TGA-Fachplanung: Hier gilt es, zwischen privaten Haushalten und Unternehmen zu unterscheiden. In privaten Haushalten zählen beispielsweise die Heizungsanlage, die Anlage zur Gewinnung von Warmwasser sowie die sanitären Einrichtungen zur Technischen Gebäudeausrüstung.

In Unternehmen werden eine Vielzahl an technischen Anlagen genutzt. Hier ist es sinnvoll, verschiedene technische Elemente miteinander zu kombinieren. So ist es beispielsweise möglich, die beim Betrieb von Anlagen entstehende Abwärme für die Beheizung von Räumlichkeiten zu nutzen.  Aber auch Computer, Drucker und andere technische Geräte, die in Büros zum Einsatz kommen, erzeugen Abwärme, die einer Nutzung zugeführt werden kann.

Zur Technischen Gebäudeausrüstung gehören zudem Fotovoltaik- und Solarthermieanlagen sowie Wärmepumpen. Diese können sowohl in privaten Haushalten als auch in Unternehmen zum Einsatz kommen und helfen, Energie selbst zu erzeugen und dadurch Kosten zu sparen.

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Warum sollte ein TGA-Planer beauftragt werden?

Gründe für einen TGA-Fachplaner: Bei der TGA-Planung spielen verschiedene Komponenten eine große Rolle. So verfügt der Fachplaner über ein umfangreiches Wissen aus verschiedenen Gewerken. Zugleich kann er auf eine Vielzahl von Messgeräten zurückgreifen, um sich über den Ist-Zustand des Gebäudes selbst sowie die dort genutzten technischen Anlagen zu verschaffen und auf der Basis dieser Analyse eine Vielzahl an Verbesserungsvorschlägen unterbreiten.

Wird beispielsweise eine 20 Jahre alte Heizungsanlage genutzt, so sollte diese einer genaueren Überprüfung durch den TGA-Planer unterzogen werden. Stellt der Fachplaner fest, dass nur der Austausch einzelner Komponenten erforderlich ist, berät er entsprechend und überwacht auf Wunsch die Durchführung der Arbeiten. Steht allerdings der komplette Austausch der Heizungstechnik an, so ist der Fachplaner angehalten, anbieterneutral zu beraten und zugleich die Vor- und Nachteile verschiedener Heizungsarten darzulegen. Auch hier erfolgt auf Wunsch die Überwachung der Arbeiten.

Bei vielen älteren Gebäuden steht nicht nur der Austausch der Heizungsanlage, sondern auch der Fenster und Türen an. Eine bessere Wärmedämmung sollte im Zuge dieser Maßnahmen ebenfalls mit realisiert werden. Hier kann der TGA-Planer ebenfalls eine entsprechende Beratung entweder selbst vornehmen oder andere Fachleute mit dieser Dienstleistung beauftragen.

Bei der Planung der Haustechnik, zu der unter anderem Alarmanlagen, eine Videoüberwachung, Sprinkler- und Feuerlöschtechnik gehören, ist der Fachberater behilflich ebenso, denn auch diese Bereiche gehören zur Technischen Gebäudeausrüstung.

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Vorteile für Unternehmen durch den

TGA-Fachplaner im Unternehmen
Besonders für Unternehmen bietet der TGA-Fachplaner Vorteile, die sich langfristig sehr positiv auf das Betriebsergebnis der Unternehmen auswirken können.

Einsatz eines TGA-Fachplaners

Zur TGA gehören sämtliche technischen Anlagen, die im Unternehmen zum Einsatz kommen. Dies fängt bei den für den Produktionsprozess genutzten technischen Anlagen an und hört bei der Sanitärtechnik noch lange nicht auf. Durch eine optimale Ausnutzung entstehender Wärme sowie den Einsatz entsprechender, auf dem aktuellsten Stand der Technik befindlicher Kühlsysteme können enorme Energiekosten gespart werden.

Einige TGA-Planer verfügen zudem über eine zusätzliche Ausbildung als Bausachverständige und können nicht nur die technische Ausstattung, sondern auch die Gebäudesubstanz selbst sprichwörtlich „unter die Lupe nehmen“. Eine solche Ausbildung kann beispielsweise unser Energieberater, Herr Cornelius Ober, vorweisen. Er hat das Studium zum Dipl.-Wirtschafts-Ingenieur für Maschinenbau und Energietechnik (FH) erfolgreich absolviert, an einer Vielzahl von Weiterbildungsmaßnahmen teilgenommen und ist bereits viele Jahre lang als Energieberater und Bausachverständiger sowie im Bereich der TGA, tätig. Zugleich ist sein Unternehmen KfW-qualifiziert.

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Beratung bei der Finanzierung der Maßnahmen

Auf Wunsch berät Sie unser Energieberater über Finanzierungsmöglichkeiten von energetischen Sanierungs- sowie Umbaumaßnahmen oder bei der Anschaffung neuer technischer Anlagen. So besteht beispielsweise die Möglichkeit, Fördermittel der KfW-Bank und des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) zu beantragen. Bei der Beantragung dieser Mittel ist es teilweise vorgeschrieben, einen Energieberater oder Bausachverständigen hinzuzuziehen. Erst wenn dieser eine umfangreiche Analyse erstellt hat, auf deren Basis die Sanierungsmaßnahmen erfolgen sollen, werden entsprechende Zuschüsse und zinsgünstige Darlehen gewährt.

Natürlich fallen im Rahmen der TGA-Planung Kosten an. Für die Hinzuziehung eines Fachplaners beziehungsweise Energieberaters/Bausachverständigen übernimmt die KfW-Bank einen Großteil der Kosten. Auch die BAFA gewährt auf Antrag Zuschüsse. Bei der Beantragung dieser Mittel ist Ihnen unser Energieberater ebenfalls behilflich und leitet zugleich die Unterlagen an die entsprechende Stelle weiter.

Möchten Sie sich über den aktuellen Zustand der in Ihrem Unternehmen genutzten technischen Anlagen informieren, suchen Sie nach Einsparpotenzialen – gerade beim Energie- und Heizwärmeverbrauch – oder möchten Sie eine genaue Analyse der vorhandenen Gebäudesubstanz vornehmen lassen, so nehmen Sie mit unserem Energieberater, Herrn Cornelius Ober, Kontakt auf. Er bietet die Beratungen Deutschlandweit an, was auch für Unternehmen, die über mehrere Zweigbetriebe verfügen, von großem Interesse sein dürfte. Eine Kontaktaufnahme ist sowohl telefonisch, per E-Mail oder durch einen Besuch in der Eisenacher Geschäftsstelle möglich.

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Kostenloses Auftaktgespräch

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