Fachplanung Mess-, Steuer- und Regelungstechnik

MSR-Planung für Nichtwohngebäude: damit Ihre Gebäudetechnik im Betrieb so arbeitet wie geplant

Heizung, Lüftung, Klima und Kälte sind nur so effizient wie ihre Regelung. Unsere Ingenieure planen die Mess-, Steuer- und Regelungstechnik (MSR) Ihrer Gebäude herstellerunabhängig als Teil der Technischen Gebäudeausrüstung und begleiten die Anlagen nach der Inbetriebnahme im Betrieb. So stimmen Sollwerte, Zeitprogramme und Verbräuche nicht nur am Tag der Abnahme, sondern dauerhaft.

Herstellerunabhängige Fachplanung · Von der Planung bis in den Betrieb · Fördermittel im Blick

MSR-Planung: Kernpunkte auf einen Blick

  • Was MSR-Planung ist: Sie legt fest, was in einer Anlage gemessen wird, wie sie gesteuert wird und nach welchen Regeln sie sich selbst nachführt, also Fühler, Stellantriebe, Regelstrategien, Datenpunkte und Schnittstellen.
  • Wohin sie gehört: MSR ist Teil der TGA-Planung. Die HOAI führt die Gebäudeautomation als eine der acht Anlagengruppen der Technischen Ausrüstung (§ 53 Abs. 2 Nr. 8 HOAI).
  • Wann sie entsteht: Gute Regelung wird zusammen mit Heizung, Lüftung, Klima und Kälte geplant, nicht erst nachträglich durch die ausführende Firma.
  • Warum herstellerunabhängig: Offene Schnittstellen halten das Gebäude erweiterbar. Das Gebäudemodernisierungsgesetz verlangt für viele Nichtwohngebäude ohnehin eine kontinuierliche Verbrauchsüberwachung mit offener Schnittstelle (Stand Oktober 2026).
  • Wo sich der Nutzen zeigt: im Betrieb. Deshalb begleiten wir Anlagen nach der Inbetriebnahme dauerhaft mit Monitoring und Auswertung.

Mess-, Steuer- und Regelungstechnik aus einer Hand mit der Anlagenplanung

Energieberater der Cornelius Ober GmbH bei der energetischen IST-Analyse eines Nichtwohngebäudes mittels Tablet.

Gute Anlagen, schlecht abgestimmte Regelung

In vielen Nichtwohngebäuden ist nicht die Technik das Problem, sondern ihr Zusammenspiel. Heizung und Kühlung arbeiten gleichzeitig gegeneinander, Lüftungsanlagen laufen nach Zeitprogrammen, die zur Nutzung von vor zehn Jahren passen, und Pumpen fördern mit voller Drehzahl, obwohl der Bedarf längst gesunken ist. Weil die Anlagen formal funktionieren, fällt das niemandem auf.

Die Ursache liegt oft in der Planung: Die MSR-Technik wird erst spät und nur grob beschrieben, die Details legt dann die ausführende Firma fest. Was dabei herauskommt, hängt vom Produkt und vom Monteur ab, nicht von den Anforderungen des Gebäudes. Spätere Änderungen sind teuer, weil niemand mehr genau weiß, welche Logik hinter welchem Regler steckt.

Regelung, die mit der Anlage geplant wird

Unsere Ingenieure planen die MSR-Technik von Beginn an gemeinsam mit den Gewerken Heizung, Lüftung, Klima, Kälte und Sanitär. Für jede Anlage beschreiben wir, welche Werte erfasst werden, wie geregelt wird, welche Sollwerte und Zeitprogramme gelten und wie die Anlagen miteinander kommunizieren. Aus dieser Beschreibung entstehen Datenpunktlisten, Funktionsbeschreibungen und Ausschreibungsunterlagen, die jede qualifizierte Fachfirma umsetzen kann.

Weil wir herstellerunabhängig planen, entscheiden Sie über Produkte und Anbieter erst in der Vergabe. Offene Schnittstellen sorgen dafür, dass Ihre Gebäudetechnik auch in Jahren noch erweitert und ausgewertet werden kann, ohne an einen einzelnen Hersteller gebunden zu sein.

Was die MSR-Planung umfasst

MSR steht für Messen, Steuern und Regeln. Messen heißt: Temperaturen, Drücke, Volumenströme, Luftqualität und Verbräuche werden dort erfasst, wo sie für den Betrieb entscheiden. Steuern heißt: Anlagen werden nach Zeit, Belegung oder Ereignis ein- und ausgeschaltet. Regeln heißt: Ein Regelkreis vergleicht laufend den Istwert mit dem Sollwert und führt die Anlage nach. Unsere MSR-Planung umfasst typischerweise:

  • die Bestandsaufnahme vorhandener Regelungs- und Automationstechnik,
  • das Automationskonzept mit Regelstrategien für Heizung, Lüftung, Klima, Kälte, Sanitär und Sonnenschutz,
  • Funktionsbeschreibungen, Regelschemata und Datenpunktlisten,
  • die Festlegung von Schnittstellen und Kommunikationswegen zwischen den Anlagen,
  • Leistungsverzeichnisse für die Vergabe und die Prüfung der Angebote,
  • die Begleitung von Montage, Inbetriebnahme und Einregulierung.

Begriffe und Gliederung orientieren sich an der Richtlinienreihe VDI 3814 zur Gebäudeautomation. Welche Bausteine Ihr Projekt braucht, legen wir zu Beginn gemeinsam fest.

MSR in der TGA-Planung: Einordnung nach HOAI

Die MSR-Planung ist keine Zusatzleistung neben der Gebäudetechnik, sondern ein Teil von ihr. Die Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI) gliedert die Technische Ausrüstung in acht Anlagengruppen, eine davon ist die Gebäudeautomation (§ 53 Abs. 2 Nr. 8 HOAI). Für sie gilt dasselbe Leistungsbild wie für die übrigen Anlagengruppen: neun Leistungsphasen von der Grundlagenermittlung über Entwurfs- und Ausführungsplanung und die Vergabe bis zur Objektüberwachung und Objektbetreuung (§ 55 HOAI).

Für Sie als Auftraggeber hat das einen praktischen Vorteil: Wenn dasselbe Ingenieurteam Anlagen und Regelung plant, gibt es keine Schnittstelle, an der Zuständigkeiten verloren gehen. Welche Leistungsphasen wir in Ihrem Projekt übernehmen, stimmen wir im kostenfreien Auftaktgespräch ab. Den Überblick über alle Gewerke finden Sie auf unserer Seite zur TGA-Planung.

Gebäudeautomation: Klassen, Pflichten und Schnittstellen

Gebäudeautomation ist der Oberbegriff für die Technik, mit der ein Gebäude seine Anlagen selbsttätig betreibt und überwacht. Die MSR-Technik ist ihr Kern. Die Norm DIN EN ISO 52120-1 ordnet Gebäudeautomation vier Effizienzklassen von A bis D zu; Klasse C gilt als Referenz. Welche Klasse ein Gebäude tatsächlich erreicht, entscheidet sich weniger am Produkt als an Planung und Betrieb. Was eine höhere Klasse im Bestand bringen kann, haben wir im Beitrag zur Gebäudeautomationsklasse A zusammengefasst.

Für viele Nichtwohngebäude ist Gebäudeautomation inzwischen auch eine gesetzliche Frage. Nach § 56 Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) brauchen Nichtwohngebäude mit Anlagen von mehr als 70 Kilowatt Nennleistung bis Ende 2029 eine Technik, die Verbräuche kontinuierlich überwacht, protokolliert und auswertet, Effizienzverluste erkennt und ihre Daten über eine offene Schnittstelle bereitstellt (Stand Oktober 2026). Welche Gebäude betroffen sind und wie der Weg bis 2029 aussieht, beschreibt unser Beitrag zur Monitoringpflicht ab 70 kW.

Je stärker Gebäudetechnik vernetzt ist, desto wichtiger wird ihre Absicherung. Wir planen die Trennung von Gebäudeautomation und Büro-IT und die Regeln für Fernzugriffe von Anfang an mit, statt sie nachträglich zu ergänzen.

Abgrenzung: MSR-Planung, Messkonzept und Messtechnik

Die drei Begriffe klingen ähnlich, beschreiben aber unterschiedliche Leistungen:

  • MSR-Planung sorgt dafür, dass Anlagen dauerhaft richtig gesteuert und geregelt werden. Sie wirkt im laufenden Betrieb, jeden Tag.
  • Ein Messkonzept legt fest, welche Zähler wo sitzen und wie Energieflüsse erfasst und abgegrenzt werden, etwa für ein Energiemanagementsystem oder ein Audit.
  • Die energetische Messtechnik misst punktuell und analysiert: Lastgänge, Thermografie oder U-Werte liefern eine Momentaufnahme, aus der Maßnahmen abgeleitet werden.

In der Praxis greifen die Leistungen ineinander: Die Messtechnik zeigt, wo eine Anlage Energie verliert, das Messkonzept macht Verbräuche dauerhaft sichtbar, und die MSR-Technik sorgt dafür, dass die Anlage künftig richtig läuft.

Nach der Inbetriebnahme: Betrieb und Monitoring

Eine Regelung, die bei der Abnahme stimmt, muss das nach zwei Jahren nicht mehr tun. Nutzungen ändern sich, Sollwerte werden von Hand verstellt, Fühler driften. Deshalb endet unsere Arbeit nicht mit der Inbetriebnahme: Auf Wunsch begleiten unsere Ingenieure Ihre Anlagen dauerhaft, werten die Betriebsdaten laufend aus und melden, wo eine Anlage vom geplanten Verhalten abweicht.

Dafür nutzen wir eine eigenentwickelte Auswertungssoftware. Sie macht nachvollziehbar, welche Maßnahme welche Wirkung hatte, und liefert die Kennzahlen, die ein Energiemanagement nach ISO 50001 ohnehin verlangt. Sie entscheiden, wie lange und in welchem Umfang wir begleiten.

Für welche Gebäude sich MSR-Planung besonders lohnt

Je mehr Anlagen in einem Gebäude zusammenspielen und je länger sie laufen, desto größer ist der Hebel einer guten Regelung. Typische Beispiele sind:

  • Krankenhäuser und Gesundheitsimmobilien mit Rund-um-die-Uhr-Betrieb, hohen Luftwechseln und Bereichen mit unterschiedlichen Anforderungen,
  • Schulen und Hochschulen, deren Belegung sich stündlich und nach Ferienzeiten ändert,
  • Schwimmhallen, in denen Luftfeuchte, Lüftung und Wärmerückgewinnung eng zusammenhängen,
  • Industrie- und Produktionsbetriebe mit Prozesswärme, Kälte und wechselnden Lasten,
  • große Unternehmensgebäude mit Büro-, Konferenz- und Technikbereichen unter einem Dach.

Entscheidend ist nicht die Branche, sondern die Frage, ob Anlagen im Betrieb so arbeiten, wie sie geplant wurden.

Fördermittel für MSR und Gebäudeautomation

Maßnahmen der Gebäudeautomation können je nach Gebäude und Vorhaben förderfähig sein, zum Beispiel im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude. Fördersätze und Bedingungen ändern sich regelmäßig. Unsere Fördermittelberatung prüft deshalb zu jedem Projekt, welche Programme aktuell passen, und stellt die Anträge rechtzeitig vor der Vergabe.

Häufige Fragen zur MSR-Planung

Was ist der Unterschied zwischen MSR-Technik und Gebäudeautomation?

MSR-Technik misst, steuert und regelt einzelne Anlagen, etwa eine Lüftungsanlage oder einen Heizkreis. Gebäudeautomation ist der Oberbegriff: Sie umfasst die MSR-Technik aller Anlagen und verbindet sie zu einem System, das übergreifend überwacht, optimiert und ausgewertet werden kann.

Die Planung gehört zum Fachplaner. Die HOAI ordnet die Gebäudeautomation als eigene Anlagengruppe der Technischen Ausrüstung zu. Plant die ausführende Firma die Regelung erst nach der Vergabe, bestimmt das gewählte Produkt die Funktion und nicht der Bedarf des Gebäudes. Eine herstellerneutrale Planung schafft vergleichbare Angebote.

Für die Gebäudeautomation gilt das Leistungsbild der Technischen Ausrüstung mit neun Leistungsphasen, von der Grundlagenermittlung bis zur Objektbetreuung. Welche Phasen wir übernehmen, richtet sich nach Ihrem Projekt und wird zu Beginn gemeinsam festgelegt.

Für viele Nichtwohngebäude mit Anlagen über 70 Kilowatt Nennleistung verlangt § 56 GModG bis Ende 2029 eine Technik zur kontinuierlichen Verbrauchsüberwachung und Auswertung (Stand Oktober 2026). Ob und in welchem Umfang Ihr Gebäude betroffen ist, klären wir mit einer Bestandsaufnahme der vorhandenen Regelungstechnik.

Ja. Wir verkaufen keine Produkte und sind an keinen Hersteller gebunden. Wir beschreiben Funktionen und Schnittstellen so, dass mehrere Anbieter vergleichbare Angebote abgeben können, und legen Wert auf offene Kommunikationsstandards.

Je nach Gebäude und Vorhaben können Maßnahmen der Gebäudeautomation gefördert werden. Weil sich Programme und Fördersätze regelmäßig ändern, prüfen wir die aktuellen Möglichkeiten zu Beginn jedes Projekts.

Herstellerunabhängige Fachplanung · Von der Planung bis in den Betrieb · Fördermittel im Blick

Regelungstechnik entscheidet, ob Gebäudetechnik ihr Geld wert ist.

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Wir erleben es immer wieder: Die Anlagen sind gut, aber niemand hat festgelegt, wie sie zusammenarbeiten sollen. Deshalb planen wir die Regelung von Anfang an mit und bleiben nach der Inbetriebnahme dran. Erst im Betrieb zeigt sich, ob ein Gebäude so arbeitet, wie es geplant wurde, und genau da wollen wir für unsere Auftraggeber da sein.
Cornelius Ober
Geschäftsführer

Persönliche Betreuung und Projektbegleitung von Ingenieuren mit Erfahrung

Unsere Qualifikationen, Listungen und Mitgliedschaften

Unsere Ingenieure sind in der Energieeffizienz-Expertenliste des Bundes geführt und für BAFA- und KfW-Förderprogramme zugelassen – für Ihre Sicherheit und maximale Förderfähigkeit.

Wir machen Energieeffizienz messbar

Wir erreichen exzellente Werte

Profitieren Sie von unserer Erfahrung aus über 2500 Projekten und 17 Jahren und sichern Sie sich maximale staatliche Unterstützung für Ihren Betrieb.

Kurzfristige Termine · 2.500+ realisierte Projekte · Experten-Netzwerk

Erfolgsquote bei Förderanträgen:
98%
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Aktuelles zu MSR und Gebäudeautomation

Unsere Ingenieure veröffentlichen regelmäßig Fachbeiträge zu Gebäudeautomation, Regelungstechnik und Monitoring. Die neuesten drei Beiträge zum Thema: