Im Rahmen der Initiative „Energetischer Stadtumbau 2025„, die vom Thüringer Ministerium für Bau, Landesentwicklung und Verkehr ins Leben gerufen wurde, beteiligt sich neben vielen weiteren Städten auch das thüringische Gotha an der Realisierung der Energiewende. In Gotha ist es angedacht, das Bahnhofsquartier zukünftig mit Fernwärme zu versorgen.

Anstoß für diese Maßnahme war eine Anfrage des in Gotha ansässigen Bildungszentrums der Thüringer Steuerverwaltung, die an die Stadtwerke gerichtet war. Das Bildungszentrum benötigt dringend eine neue Heizung. Dies nahmen die Stadtwerke und die Stadtverwaltung zum Anlass, gleich die gesamte Infrastruktur für die vollständige Versorgung des Bahnhofsquartiers mit umweltfreundlicher Fernwärme zu erneuern.
Aus diesem Grund gingen die Stadtwerke Gotha, die Stadtverwaltung, das Institut für Angewandte Bauforschung (IAB) und der Energieverband AGFW eine Kooperation ein. Die Stadtverwaltung arbeitet bereits seit dem Jahr 2014 an der Realisierung der Fernwärmeversorgung für das Bahnhofsquartier. Jetzt ging die Zusage für die Finanzierung der notwendigen Machbarkeitsstudie ein. Diese wird unter Berücksichtigung aller Aspekte die entstehenden Kosten des Projektes ein.
Gotha will Fernwärmeversorgung ausbauen
Ziel ist es, einen weiteren Teil Geras mit einem Fernwärmeanschluss zu versorgen und so für die nachhaltige Wärmeversorgung zu nutzen. Auch Elmar Burgard, seines Zeichens Geschäftsführer der Stadtwerke Gotha, ist von den Vorteilen der Fernwärme überzeugt: „Fernwärme ist äußerst effizient und umweltfreundlich, denn im Heizkraftwerk werden Strom und Wärme gemeinsam erzeugt.“, berichtet die Website meinAnzeige.de. Erneuerbare Energien könnten so direkt in die Stadtquartiere gebracht werden.
Bislang ist vorgesehen, dass der Entwurf der Energieversorgung im Gothaer Bahnhofsquartier schon in diesem Jahr abgeschlossen wird. 2017 sollen dann die erforderlichen Netze und Anlagen installiert bzw. geschaffen werden, für 2018 ist der Anschluss der zu versorgenden Gebäudeeinheiten geplant. Auch daran sieht man, dass die Energiewende ein stetiger Prozess ist, der nur in Kooperation mit verschiedenen Partnern angegangen werden kann. Die Umgestaltung einzelner Stadtteile gehört ebenfalls dazu. Gotha soll später Vorbild für andere Städte in Thüringen, aber auch über Ländergrenzen hinweg sein.
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