Wärmepumpen – ein möglicher Auslöser für nachbarschaftliche Streitigkeiten

Wärmepumpe bei einem Eigenheim
Immer mehr Bauherren setzen bei der Wahl ihrer Gebäudetechnik bei der Heiztechnik unter anderem auf eine Wärmepumpe. Dies kann aber durchaus auch Probleme mit den Nachbarn zufolge haben. Unter Beachtung einiger wichtiger Aspekte lassen sich diese Streitigkeiten jedoch deutlich minimieren und dem nachbarschaftlichen Frieden stehen Wärmepumpen nicht mehr im Wege.

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Wärmepumpen, die den neuesten Standards entsprechen, bringen es auf eine durchschnittliche Lärmbelastung von 50 Dezibel. Bei den meisten installierten Pumpen hingegen liegt die Lärmbelastung zwischen 60 und 65 Dezibel und ist mit dem Geräuschpegel eines Büros vergleichbar.

Wärmepumpen erzeugen Infraschall. Für das menschliche Ohr ist er meist nur durch eine Brummen zu vernehmen. Es besteht aber die Möglichkeit, dass er im Körper ein Vibrieren auslöst. Dieses kann Unwohlsein, Zittern, Schlaflosigkeit und den von Spukgeschichten bekannten „kalten Schauer“ zur Folge haben.

Natürliche Infraschall-Erzeuger sind unter anderem Elefanten, Wind, Meeresbrandung sowie die Erdkruste. Zu den künstlichen Emittenten gehören der Last- und Güterverkehr, Windräder, industrielle Anlagen und die besagten Wärmepumpen. Besonders Luftwärmepumpen, die nicht nur mit einem Kompressor, sondern auch mit einem Gebläse betrieben werden, erzeugen nicht nur Infraschall, sondern auch Lärm.

Welche Faktoren haben Einfluss auf die Schallausbreitung?

Eine Vielzahl an Faktoren haben Einfluss auf die Schallausbreitung. Dazu gehören laut Bundesverband Wärmepumpe e.V.

  • Massive Hindernisse (Gebäude, Mauern, Geländeformationen u.a.),
  • Schallabsorbierende Oberflächen (frischer Schnee, Rindenmulch etc.),
  • Reflexionen an schallharten Oberflächen (u.a. Glas- und Putzfassaden),
  • Luftfeuchtigkeit und Wind.

Als lärmschutzbedürftige Räume gelten Wohn- und Schlafzimmer, Kinderzimmer, Unterrichtsräume und Büros. Die Messung der Schallimmission erfolgt einen halben Meter vor dem Fenster, dessen Raum am stärksten betroffen ist. Wo die Wärmepumpe aufgestellt werden sollte, lässt sich nur nach den individuellen Gegebenheiten festlegen.

Aber auch weitere Kriterien, wie beispielsweise bereits vorhandene Lärmquellen, müssen bei den Planungen mit bedacht werden. Gern können Sie damit unseren TGA-Fachplaner beauftragen, der sämtliche wichtigen Kriterien bei der Auswahl des Standorts der Wärmepumpe untersuchen wird.

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