- Bundesregierung erklärt Kopernikus-Projekt SynErgie zu Leuchtturmprojekt.
- SynErgie synchronisiert volatilen Energiebedarf der Industrie.
- Forschung umfasst Entwicklung digitaler, automatischer Lösungen.
- Lösungen umfassen Energiesynchronisationsplattform und Marktplattform.
- Projekt unterstützt Energiewende und Klimaschutz.
Der Energieflexibilität kommt gerade in der Industrie eine große Bedeutung zu, sie ist also ein wichtiger Baustein für die Zukunft. Jetzt hat die Bundesregierung für ihre Digitalisierungsstrategie das Kopernikus-Projekt SynErgie zu einem ihrer 18 Leuchtturmprojekte erklärt.
Can Kaymaki, Leiter der SynErgie-Koordinierungsstelle am Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA zeigte sich in einer Pressemitteilung sehr erfreut über diese Auszeichnung. Er sagte dazu:
„Mehr als nur ein Abzeichen, betrachten wir dies als ein klares Signal der Regierung, dass unsere Arbeit entscheidend dazu beiträgt, Deutschland für die Herausforderungen der Zukunft zu wappnen.“
Die Kopernikus-Projekte werden für eine Gesamtlaufzeit von zehn Jahren konzipiert und gestalten die Energiewende ganzheitlich mit. Voraussichtlich wird der Fokus in der finalen Phase auf dem Transfer der bisherigen Ergebnisse und Erkenntnisse und auf der Umsetzung liegen.
- Auf der offiziellen Website finden Sie mehr zu den Kopernikus-Projekten.
Welches Themengebiet besetzt SynErgie?

Um die Digitalisierung in Deutschland weiter voranzutreiben, hat die Bundesregierung eine Digitalstrategie entwickelt. Wichtige Impulse und Inspirationen geben dabei die bundesweit ausgewählten 18 Leuchtturmprojekte.
Das Kernthema von SynErgie ist es, den Energiebedarf der Industrie mit dem volatilen Energieangebot zu synchronisieren. Das ist deshalb so wichtig, da bei der Erzeugung erneuerbarer Energie einige Besonderheiten auftreten. An manchen Tagen entstehen durch starken Wind und viele Sonnenstunden Spitzen, manchmal herrscht aber auch Flaute. Und nachts wird natürlich keine Solarenergie erzeugt. Demgegenüber stehen aber Unternehmen und Prozesse, die rund um die Uhr laufen und dafür die gleiche Menge Strom brauchen. Diese Unternehmen verbrauchen etwa 44 Prozent des Gesamtenergieverbrauchs.
SynErgie forscht seit zwei Förderphasen an intelligenten, digitalen sowie automatischen Lösungen für die industrielle Nutzung. Der Energieverbrauch soll flexibilisiert werden, was aber ohne digitale Werkzeuge nicht möglich ist. SynErgie hat bis jetzt unter anderem eine Energiesynchronisationsplattform und eine lauffähige Marktplattform entwickelt, erfolgreiche Tests von Unternehmensplattformen verschiedener Firmen durchgeführt und war am konzeptionellen Testbetrieb der Modellregion Augsburg beteiligt. Auch zahlreiche Webapplikationen entwickelte man. Dies geschieht in direkter Zusammenarbeit mit den Industrieunternehmen.
Werden die Ansätze für eine intelligente und flexible Nutzung von Strom umfassend umgesetzt, kann das Potenzial der entwickelten digitalen Lösungen für die Energieflexibilität, die Energiewende und den Klimaschutz voll ausgeschöpft werden. Gleichzeitig können mehr Unternehmen von den Lösungen profitieren.
Die Bundesregierung ist auch von der starken Nutzung digitaler Werkzeuge für die automatische Kommunikation der Maschine bis hin zum Energiemarkt überzeugt. Das Kopernikus-Projekt profitiert im Gegenzug von Anregungen sowie Vernetzungsmöglichkeiten mit anderen Digitalisierungsprojekten sowie Skalierungsstrategien. Dazu gehört beispielsweise Manufacturing X, einer Initiative, die sich der Digitalisierung der Lieferketten in der Industrie widmet.
Video zum Projekt
Setzen Sie auf Expertise in der Energieberatung mit der Cornelius Ober GmbH. Wir unterstützen Industrieunternehmen dabei, den Übergang zu flexiblen, digitalisierten Energielösungen vergleichbar mit denen des Kopernikus-Projekts SynErgie zu meistern. Kontaktieren Sie uns für ein kostenfreies Auftaktgespräch und machen Sie Ihr Unternehmen fit für die Zukunft der Energiewende!



