Politische Grundsatzeinigung: Anlagen zur Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) werden wieder attraktiver

Nachdem Ende 2017 die beihilferechtliche Genehmigung für KWK-Anlagen abgelaufen war, sodass zwischenzeitlich 100 % der Umlage zur Belastung der Betreiber angefallen sind, einigten sich jetzt Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier und andere Bundespolitiker in Berlin auf eine 40 % Begrenzung der EEG-Umlage auf Energieverbrauch in Hinsicht der KWK-Anlagen. KWK-Anlagen können damit wieder deutlich attraktiver werden.

Energiepolitische EntscheidungDie meisten sind sich einer Sache im Bereich des Energieverbrauchs sicher – unsere Zukunft liegt im sparsamen Umgang mit der Energie. Das bedarf jedoch den Einsatz aller möglichen Akteure, unter anderem der Unternehmen, Endkunden und der Regierung. Ob die KWK-Technik in der Lage ist, diesen Anforderungen der sparsamen und energieeffizienten Zukunft gerecht zu werden, erfahren Sie im folgenden Bericht.

Der Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier einigte sich in Berlin am 07.05.2018 mit der Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager auf eine 40 % Begrenzung der EEG-Umlage auf Energieverbrauch in Hinsicht der KWK-Anlagen. Ende 2017 war die beihilferechtliche Genehmigung abgelaufen, sodass zwischenzeitlich 100 % der Umlage zur Belastung gefallen sind. Jetzt aber wurde eine Grundsatzeinigung erzielt und danach folgt eine abschließende Prüfung und Entscheidung von der EU-Kommission.

Die Grundsatzeinigung umschließt folgende Punkte:

  • KWK-Neuanlage zahlen auch in Zukunft nur 40 % der EEG-Umlage, wenn die Größe der Anlagen unter 1 MW sowie über 10 MW liegt.
  • In der stromintensiven Industrie zahlen auch alle KWK-Neuanlagen 40 % der EEG-Umlage.
  • Die übrig gebliebenen KWK-Neuanlagen werden auch mit nur 40 % der EEG-Umlage belastet, sofern die Anlagen im ganzen Jahr weniger als 3500 Vollbenutzungsstunden laufen. Die durchschnittliche Umlage bei Anlagen mit höherer Auslastung steigt dabei kontinuierlich an. Wenn man den gesamten Eigenverbrauch betrachtet, gelten dann 100 % der EEG-Umlage bei mehr als 7000 Vollbenutzungsstunden.
  • Eine abgestufte Übergangsregelung gilt für die zwischen dem 01.08.2014 und Ende 2017 errichteten KWK-Neuanlagen bis 2019 bzw. 2020.
  • Eine Rückwirkung der Einigung gilt darüber hinaus zum 01.01.2018.

Laut einem Newsletter des Energetischen Forschungs- und Anwendungszentrum (efa) Leipzig,  könnte der Bundestag diese Änderungen durch das Bundeskabinett mit entsprechendem Eilbedürftigkeitsbeschluss noch vor der Sommerpause zum Abschluss bringen.

Der Bundeswirtschaftsminister Altmaier sagte dazu: „Ich bin über die Fortsetzung der guten Zusammenarbeit mit der EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager sehr erfreut, da wir beim Thema Eigenversorgung bei KWK-Neuanlagen eine gute Verständigung erzielt haben. Das ist vor allem für die deutschen Unternehmen von großer Bedeutung. Der Schlüssel, um alle Wettbewerbsfähigkeiten meistern zu können, liegt in einer vertrauensvollen, offenen und fachlich fundierten Gesprächsebene.

So können viele Akteure im KWK-Bereich endlich aufatmen, denn nach der Einigung mit der EU-Kommission scheint der Albtraum einer wirtschaftlichen Unsicherheit aufgrund einer 100 % EEG-Umlage vorbei zu sein. Dennoch sollte man aber nicht voreilig sein. Behalten Sie mit unserem kostenlosen Newsletter dieses interessante Thema im Auge und verfolgen Sie auf unserem Blog weitere Entwicklungen der Energiewende.

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